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22.02.2016 00:00

Elektroaußenhandel 2015 auf Rekordniveau

8/2016

​Frankfurt am Main – Im Dezember 2015 sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie gegenüber Vorjahr um 2,3 Prozent auf 14,0 Milliarden Euro gestiegen. „Der Zuwachs lag damit niedriger als in den vorherigen Monaten. Gleichwohl war es der bislang höchste Dezemberwert überhaupt“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. „Im gesamten vergangenen Jahr kamen die Branchenausfuhren auf 174,1 Milliarden  Euro – ein neues Allzeithoch. Den Vorjahreswert übertrafen sie um 6,7 Prozent.“

Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland legten im Dezember 2015 um 6,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 12,8 Milliarden  Euro zu. Im Gesamtjahr 2015 wuchsen die Importe ebenfalls schneller als die Exporte. Hier stiegen sie um 11,9 Prozent und summierten sich auf 161,5 Milliarden Euro − ebenfalls ein Rekordwert.

Elektroexporte in die Top-Ten-Abnehmerländer

Indem die Elektroexporte in die USA im vergangenen Jahr um 16,4 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro gewachsen sind, wurde das Land wieder zum größten Abnehmer. China fiel auf Platz zwei im Abnehmer-Ranking zurück (+0,8 auf 15,0 Mrd. €).

Auf Platz drei bleibt Frankreich (+1,5 auf 11,7 Mrd. €), gefolgt von Großbritannien (+10,1 auf 9,9 Mrd. €) und den Niederlanden (+9,7 auf 9,1 Mrd. €). Das höchste relative Wachstum unter den Top-Ten lieferten im vergangenen Jahr die Ausfuhren nach Polen (+21,5 auf 8,2 Mrd. €). Auf den Positionen sieben bis zehn liegen Italien (+8,3 auf 8,1 Mrd. €), Österreich (+2,4 auf 7,7 Mrd. €), Tschechien (+11,2 auf 7,1 Mrd. €) und die Schweiz (+10,3 auf 6,3 Mrd. €).

Damit waren auch 2015 acht der zehn größten Abnehmer europäische Länder.

Höchste absolute Exportzuwächse und -rückgänge

Absolut haben die Exporte der deutschen Elektroindustrie im vergangenen Jahr um 10,6 Milliarden Euro zugelegt. Den höchsten Beitrag lieferten die Ausfuhren in die USA (+2,2 Mrd. €). Den zweithöchsten Wachstumsbeitrag steuerten die Exporte nach Polen (+1,4 Mrd. €) bei. Danach folgen die Lieferungen nach Großbritannien (+883 Mio. €), in die Niederlande (+759 Mio. €) und nach Tschechien (+681 Mio. €).

„Den mit weitem Abstand größten absoluten Exportrückgang gab es 2015 – wie schon 2014 − bei den Ausfuhren nach Russland, die noch einmal um 1,3 Milliarden Euro geringer ausfielen als im Jahr zuvor“, so Dr. Gontermann. Deutlich moderater waren die Rückgänge der Lieferungen nach Belgien (-283 Mio. €), Brasilien (-180 Mio. €), Kasachstan (-118 Mio. €) und Norwegen (-113 Mio. €), die mit Ausnahme Belgiens allesamt rohstoffabhängige Länder sind.

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