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31.08.2016 00:00

Kraft-Wärme-Kopplung: Schlüsseltechnologie der Energiewende ausbauen

​65/2016​​​ 

​Frankfurt am Main - „Die klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen spielen bei der weiteren Umsetzung der Energiewende in Deutschland eine wichtige Rolle, besonders für die Integration der erneuerbaren Energien ins Netz. Durch die gestern verkündete Verständigung des Bundeswirtschaftsministeriums mit der EU-Kommission kann ein langer und vom Gesetzgeber verursachter Stillstand beim Ausbau der KWK beendet werden“, sagt Stephan von Hundelshausen, Geschäftsführer des „ESCO Forum im ZVEI“.

Seit dem 1. Januar 2016 gelte zwar das überarbeitete Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG), aber bislang sei das Gesetz nicht angewendet worden, weil eine beihilferechtliche Genehmigung fehlte. Kritisch bewertet von Hundelshausen, dass die Einigung mit der EU-Kommission nicht große Industrieanlagen umfasst. Diese sollen erst im Herbst verhandelt werden. Insgesamt sei die Eigenerzeugung gegenüber der sogenannten öffentlichen Versorgung schlechter gestellt, ohne, dass es seitens der Brüsseler EU-Institutionen erforderlich gewesen wäre, so von Hundelshausen.    

Wichtig bleibe die Einbeziehung von Energiedienstleistern und Contractoren ins KWKG, denn diese errichten und betreiben zumeist die Anlagen. Laut von Hundelshausen sollte nun als wichtiger Folgeschritt auch die Gleichstellung des Contracting im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erfolgen. „Nur den Vertrauensschutz für industrielle Eigenstromerzeugung bei bestehenden Anlagen zu erhalten, ist für das Erreichen von Deutschlands Klimaschutzzielen nicht ausreichend“, betont von Hundelshausen.

Das „ESCO Forum im ZVEI“ vertritt als Arbeitsgemeinschaft im Fachverband Energietechnik die führenden Energiedienstleister und Contracting-Unternehmen. ESCO ist die Abkürzung für „Energy Service Companies“. Kernkompetenz der Mitgliedsunternehmen sind Konzeption und Umsetzung energieeffizienter Versorgungslösungen für Industrie, Gewerbe, Kommunen und Wohnungswirtschaft. Die Branche verfügt über ein hohes Maß an technischer und wirtschaftlicher Lösungskompetenz, um die dezentrale Energieversorgung mit niedrigen CO2-Vermeidungskosten weiter zu etablieren und Investitionen in Effizienztechnologien voranzutreiben.

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