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11.07.2012

Smart-TVs treffen den Nerv der Zeit

​84/2012

Smart-TVs haben sich in den deutschen Haushalten so schnell verbreitet wie kaum eine andere neue Geräteart. Jedes fünfte (21 Prozent) der als Hauptgerät genutzten TV-Geräte war im Mai 2012 bereits internetfähig. Das ergab eine vom ZVEI beauftragte Studie des GfK Consumerpanels, Division Nonfood & Retail, die heute in Berlin bei der Veranstaltung „gfu Insights & Trends: Die Zukunft des Fernsehens ist smart“ vorgestellt wurde. Bis zum Jahresende werden, so der ZVEI, rund 30 Prozent der deutschen Haushalte mit Smart-TVs ausgestattet sein.

Die Studie zeigt, dass viele Smart-TV-Besitzer die neuen Möglichkeiten des Fernsehens auch nutzen. So sind bereits 59 Prozent der Geräte mit dem Internet verbunden, bei 76 Prozent der mit dem Netz verbundenen Geräte wird die Online-Funktion auch regelmäßig genutzt.

Hohe Akzeptanz der neuen Geräteart

Besonders beliebt sind solche Online-Angebote, die mit dem Fernsehen eng verwandt sind, zum Beispiel die Möglichkeit, Videoclips anzusehen. Auch das Anschauen verpasster Sendungen auf Mediatheken, die Informationen des HD-Teletextes (Hbb-TV) und der Abruf von Wetterbericht und Nachrichten stehen hoch im Kurs. Die große Mehrheit der aktiven Smart-TV-Benutzer ist zufrieden mit dem Gerät, seinen Funktionen und den angebotenen Inhalten. Die Bilddarstellung bewerten 72 Prozent positiv, die Nutzungsmöglichkeiten insgesamt 68 Prozent, Navigation und Menüführung 61 Prozent und das Angebot an Inhalten 58 Prozent.

Bewegtbild-Entertainment und -Informationen genießt das Fernsehpublikum allerdings auch immer häufiger zusätzlich auf anderen Bildschirmen. So hat die Studie ermittelt, dass Dreiviertel (76 Prozent) der Deutschen heute neben dem Fernseher zeitweise auch Geräte wie PCs, Notebooks, Tablet-PCs und Smartphones zur Wiedergabe von bewegten Bildern nutzen. Je jünger die Befragten, desto häufiger verwenden sie solche Geräte.

Besonders bei jungen Leuten bekommt der Fernseher also Konkurrenz: 77 Prozent der unter 25jährigen gaben in der Umfrage an, mobile PCs häufig oder sehr häufig zu verwenden. Der entsprechende Wert für Fernseher liegt bei 72 Prozent.

Fernsehgeräte weiterhin die Nummer 1 im Haushalt

Über alle Altersgruppen betrachtet, bleibt der Fernseher trotzdem weiterhin das am häufigsten genutzte elektronische Gerät im Haushalt. Und selbst traditionelle Funktionen bleiben beliebt. Der Videotext zum Beispiel, sozusagen die älteste „App“, wird von 80 Prozent der Befragten regelmäßig genutzt. Beste Aussichten also für den neuen HbbTV-Standard, der interaktives Fernsehen ermöglicht und den 30 Jahre alten Videotext in einen modern anmutenden HD-Teletext überführt.

Insgesamt zeigt die Studie: Smart-TVs sind zwar nur ein Aspekt stetiger Veränderungen im Nutzungsverhalten der Zuschauer, aber ihre noch junge Präsenz im Markt hat schon jetzt messbare Auswirkungen: So steigern Smart-Funktionen insgesamt die Attraktivität des TV-Gerätes. 27 Prozent der Smart-TV-Benutzer sagen, dass sie durch diese Funktionen mehr Zeit vor dem Fernseher verbringen.

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