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07.03.2012

ZVEI: Netzausbau muss beschleunigt werden

​PR 23/2012

​Hannover/Frankfurt am Main –  Der ZVEI fordert die Bundesregierung auf, den Netzausbau und die Netzmodernisierung zu Smart Grids durch geeignete Rahmenbedingungen voranzutreiben. „Der schnellere Ausstieg aus der Kernenergie erfordert, dass der im Energiekonzept angelegte Umbau der Energieversorgung noch deutlich beschleunigt wird“, verlangt ZVEI-Präsident Friedhelm Loh beim Smart Grid Summit der CeBIT in Hannover. „Dieser steht und fällt mit der sicheren und preisgünstigen Integration erneuerbarer Energien in die Netze. Durch reinen Netzausbau ist dies nicht zu erreichen.“ Die bedarfsgerechte Modernisierung der Netze zu Smart Grids müsse endlich eindeutig Priorität haben. Die Netze würden teilweise heute bereits auf Kosten bisher vorhandener Sicherheitspuffer an ihren physikalischen Grenzen betrieben. Den Netzbetreibern müsse daher die Luft für Investitionen durch die Regulierung gelassen werden. „Smart Grid ist machbar, die dafür notwendigen Technologien liegen vielfach bereits vor“, betont Loh. Der ZVEI biete sich an, den politisch und gesellschaftlich gewollten Umbau des Energiesystems aktiv zu begleiten. 

Loh unterstreicht, Vertrauen, Verlässlichkeit und Planungssicherheit seien die Grundpfeiler der Neuausrichtung der deutschen Energiepolitik. Dies gelte insbesondere für die aktuellen, kurzfristigen drastischen Eingriffe bei der EEG-Förderung. Zur Energiewende müsse die Erhöhung der Energieeffizienz gehören, um bis zum Jahr 2050 den Bedarf an Primärenergie um die Hälfte zu senken. Auch wenn der ZVEI mehr Chancen als Risiken bei der Energiewende sehe, seien hier doch noch viele Fragen offen. Unklar seien künftige Verantwortungen, beispielsweis die Kommunikation im Energiesystem und die darauf aufbauenden Prozesse im Smart Grid betreffend. Welche Kommunikationswege müssen geschaffen werden, wer übernimmt das Datenmanagement, wer darf wen steuern und unter welchen Bedingungen – dies sei alles noch nicht geregelt, reklamiert Loh. „2012 ist deshalb erneut eine mutige Politik gefragt, die schnell den nötigen Rahmen für die Umsetzung der Energiewende schafft.“

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