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09.03.2012

Das neue Digitalradio

​Nach langem Ringen wurde am 1. August 2011 mit dem Übertragungsverfahren DAB+ (Digital Audio Broadcast) erstmals in Deutschland ein bundesweites digitales Radio eingeführt. Dies könnte eine digitale Radiorevolution bewirken.

DAB+ kann nicht nur Audiosignale, sondern auch Texte, Bilder oder interaktive Informationen übertragen und empfangen.
DAB+ kann nicht nur Audiosignale, sondern auch Texte, Bilder oder interaktive Informationen übertragen und empfangen.
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​DAB+ ist die Weiterentwicklung des europäischen Standards DAB. Dessen Einführung stand schon Ende der 90er-Jahre an, setzte sich jedoch nicht durch. Nun soll DAB+ die Ohren und Augen der Radiohörer in seinen Bann ziehen. DAB+ unterscheidet sich von DAB vor allem durch eine moderne, effizientere Audio-Kodierung. Das bedeutet, dass die Programme künftig mit geringeren Datenraten in der gleichen, exzellenten Qualität ausgestrahlt werden können. Damit verringern sich die Übertragungskosten und die Programmvielfalt steigt.

Zusatzdienste auf dem Radiodisplay zu sehen

DAB+ kann nicht nur Audiosignale, sondern auch andere Daten wie Texte, Bilder oder interaktive Informationen übertragen und empfangen. Diese Zusatzdienste werden auf den Displays der Radiogeräte, etwa in Form von Album-Covern oder Wetterkarten, dargestellt. Langfristig soll DAB+ den UKW-Standard ablösen. Dies ist jedoch davon abhängig, ob sich der DAB+ Standard europaweit durchsetzt.

DAB+ als modernes Medium im digitalen Zeitalter

Der ZVEI sieht DAB+ als Chance für den Hörfunk, sich als modernes und hochqualitatives Medium auch im digitalen Zeitalter zu profilieren. Es liegt nun vor allem an den Radiosendern, ihre Dienste und die neuen Möglichkeiten über DAB+ bekannt zu machen und das Interesse der Zuhörer an diesem Dienst zu wecken.

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