5. Dezember 2005 - PR 115/2005
Frankfurt am Main, 5. Dezember 2005 – Rechtzeitig vor Weihnachten erweitern drei Regionen den Versorgungsbereich des digitalen Antennenfernsehens DVB-T: Am 5. Dezember werden die Sender der mitteldeutschen Regionen Halle/Leipzig und Erfurt/Weimar sowie einen Tag später auch große Teile von Mecklenburg-Vorpommern auf digitale Ausstrahlung umgestellt. Der 14. Dezember ist der anvisierte Starttermin für die Region Osnabrück/Lingen in Niedersachsen. Damit können mehr als 48 Millionen Bürger, das sind rund 60 Prozent aller Einwohner Deutschlands, per Antenne das DasÜberallFernsehen DVB-T empfangen.
Rechtzeitig vor der Fußballweltmeisterschaft 2006 soll auch in den Regionen Kaiserslautern und Stuttgart das digitale Antennenfernsehen an den Start gehen.
In den drei jetzt zugeschalteten Regionen gehen vorerst nur die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF an den Start, da dort bislang auch analog-terrestrisch keine privaten Programme in der Luft waren. Mit einer Änderung ist zunächst nicht zu rechnen, da durch die EU-Entscheidung zur Rückzahlung von Beihilfen ein zusätzlicher Anreiz für die privaten Programmanbieter entfällt.
Trotzdem bekommen die Zuschauer eine deutliche Programmerweiterung: In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sind künftig elf Programme und ein zusätzlicher MHP-Datendienst zu empfangen, in Mecklenburg-Vorpommern sieben statt bisher drei Programme und in Osnabrück/Lingen sind es, wie im übrigen Niedersachsen auch, insgesamt wieder elf Programme und ein MHP-Datendienst.
DVB-T Empfänger sind gefragt
Dass die Bundesbürger an dem neuen Digitalfernsehen Gefallen finden und es ganz überwiegend positiv beurteilen, zeigen die Verkaufszahlen der sogenannten „SetTop-Boxen“, die man zum Empfang der digitalen Signale benötigt.
Nach Untersuchungen des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. werden allein in diesem Jahr in den Umstiegsregionen rund 1,8 Millionen Geräte verkauft. Das bedeutet rund 3,4 Mio. DVB-T Geräte insgesamt seit Beginn der Umstellung im November 2002 in Berlin. Der ZVEI sieht sich somit mit seiner Digitalisierungsinitiative auf dem richtigen Weg: Innovative Technik belebt den Markt auch im privaten Sektor.
Diese Zahl liegt um das zwei- bis dreifache höher als die Zahl der Zuschauer, die vor der Umstellung in den betreffenden Regionen per Antenne ferngesehen haben. Das belegt, dass der Mehrwert, den DVB-T durch die Möglichkeiten der portablen und mobilen Nutzung bietet, von den Verbrauchern geschätzt wird.
Digitalempfänger werden zu einem großen Teil für Zweitgeräte oder einen Videorecorder in der Wohnung genutzt, aber auch, um unterwegs fernsehen zu können und schließlich für den Mobilempfang. Damit hat das Antennenfernsehen in den zurückliegenden drei Jahren eine echte Renaissance erlebt.
In den Geschäften sind ganz verschiedene DVB-T Empfänger (Receiver) zu bekommen: Vorschaltgeräte, Nachrüstmodule zum Einbau für bereits vorhandene Fernseher, PC-Einsteckkarten für das Notebook unterwegs oder zu Hause, solche für Handhelds, DVB-T Empfänger für unterwegs, beim Campen oder im Schwimmbad sowie Einbaugeräte für das Auto. Über 300 verschiedene dieser trendigen DVB-T Empfängermodelle sind derzeit auf dem deutschen Markt, wie ein Blick auf die Website www.ueberall-tv.de zeigt, wo auch ein Überblick über die verfügbaren Antennen zu finden ist.
Hinweis für die Redaktionen:
DVB-T = „Digital Video Broadcasting Terrestrial“ wurde als das digitale Nachfolgesystem des analog-terrestrischen Fernsehens entwickelt.
MHP = Multimedia Home Platform ist der europaweit einzige offene Standard für digitales interaktives Fernsehen und stellt eine Art „Betriebssystem für das digitale interaktive Fernsehen“ dar.