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Archiv 2005 

3. November 2005 - PR 100/2005

ZVEI: Maßnahmen zur Selbstrettung im Brandfall verbessern



Frankfurt am Main, 3. November 2005 – Elektroakustische Notfallwarnsysteme sollten bei Alarmierung und Fluchtweglenkung in Zukunft eine weitaus größere Bedeutung haben. Dies fordert Wolfgang Pein, Vorsitzender der Leistungsgemeinschaft Beschallungstechnik im ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Frankfurt am Main.

 

Pein kritisiert die derzeit bestehenden Regelungen zur Selbstrettung von Personen im Brandfall als unzureichend. Die weit verbreitete Fluchtweglenkung ausschließlich durch Hinweisschilder steuere Personen unter Umständen erst in Richtung Gefahrenquelle. Zudem würden die heute üblichen Signaltöne sehr häufig „schlichtweg ignoriert“ oder falsch interpretiert. „Klare Lautsprecherbotschaften wie `Verlassen Sie diesen Gebäudetrakt sofort in Richtung Ausgang A. Es brennt.´ werden hingegen sofort verstanden und befolgt.“

 

Das Evacom-Konzept des ZVEI beinhaltet im Vorfeld einer Fluchtweglenkung durch Lautsprecherdurchsagen zusätzlich eine Alarmverifikation. Dahin gehende Empfehlungen liefern Forschungsergebnisse der Universitäten Strathclyde und Leeds (England). Diese seien vor kurzem bei einem Test am Flughafen Hannover zusätzlich bestätigt worden.

 

 

Planer unterschätzen Haftungsrisiko massiv

 

Von großer Bedeutung seien Haftungsgrundsätze von Planern im Hinblick auf den Brandschutz für Gebäude. Planer unterschätzten bis heute ihr Haftungsrisiko massiv. Planungsfehler bei Brandschutzmaßnahmen seien besonders gefährlich, da daraus resultierende Schadensansprüche bei Körper- und Gesundheitsschäden sowie Todesfällen erst nach 30 Jahren verjähren. Der Planer müsse bei einem Schaden viele Jahre später vor Gericht beweisen, dass er bei der Planung des Gebäudes alle objektiv erkennbaren Risiken berücksichtigt hat.

 

 

 

 


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