18. Dezember 2007 - PR 141/2007
Halbleitermarkt in Deutschland durch starken Euro unter Druck
Frankfurt am Main, 18. Dezember 2007 – Der Umsatz für Halbleiter in Deutschland lag im November bei gleich bleibenden Auftragseingängen nur leicht über dem Vormonatsniveau, dabei acht Prozent unter demselben Monat des Vorjahres, nach jeweils minus sechs Prozent gegen den Vorjahresmonat im Oktober und minus fünf Prozent im September 2006.
Kumuliert lag das Wachstum in Deutschland in den ersten elf Monaten des Jahres 2007 gegen denselben Zeitraum des Vorjahres bei minus drei Prozent.
Das Book-to-Bill-Ratio*), ein Indikator für den mittelfristigen Trendverlauf, lag im vergangenen Monat mit 0,98 weiterhin unter 1,00.
Juni 2007: 0,97
Juli 2007: 0,97
August 2007: 1,01
September 2007: 0,96
Oktober 2007: 0,99
November 2007: 0,98 (vorläufig)
Die Umsätze haben sich bei gleich bleibenden Auftragseingängen entgegen dem saisonalen üblichen Trend im November nur marginal verbessert. Damit bestätigen sich mehr und mehr die pessimistischen Erwartungen für ein Marktwachstum in 2007 mit einem deutlichen Minus gegen das Vorjahr. Zu diesem Rückgang trägt aktuell vor allem eine Schwäche bei Diskreten und Opto bei, während sich ICs nahezu auf dem Vorjahresniveau halten können.
Der immer neue Höchststände erklimmende Euro bildet jedoch mittlerweile den Haupteinflussfaktor auf die numerisch schwachen Euro-Wachstumszahlen. In Dollar gerechnet liegt Deutschland auch im November (kumulativ) unverändert mit plus fünf Prozent deutlich im positiven Bereich - und auch über dem Wachstum Gesamt-Europas.
Hinweis: Die angegebenen Zahlen beziehen sich mit Ausnahme der kumulierten Werte auf Dreimonatsdurchschnittswerte. Bedingt durch eine Änderung in der Datenerhebung mit Beginn 1999 sind die angegebenen Wachstumswerte bis zu 3 Monate vorläufig, d.h. bis dahin sind Korrekturen zu erwarten.
*) Kennzeichnet das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz, d.h. z.B. bei einem BK/BL-Ratio von 1,10 einen Auftragseingang von 1,10 Euro für jeweils 1,00 Euro Umsatz.