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Betrieblicher Umweltschutz 

FAQ

 

Welche Themen bestimmen den betrieblichen Umweltschutz?

 

Der Immissionsschutz, der Schutz von Wasser und Boden, die Kreislauf-/Abfallwirtschaft sowie das umweltorientierte Management stellen zentrale Aufgaben für die Unternehmen dar. Produktionsintegrierter Umweltschutz vermeidet Verlagerungseffekte durch die ganzheitliche Betrachtung aller Umwelteinflüsse und führt häufig dazu, "end-of-pipe"-Maßnahmen zu ersetzen.

 

 

 

Welche Regelungen im Bereich der Anlagengenehmigung betreffen insbesondere die Elektroindustrie?

 

In der Elektroindustrie gibt es nur wenige genehmigungsbedürftigen Anlagen. Die geltenden Vorschriften im Bereich der Anlagengenehmigung, die sich im wesentlichen aus Einzelgesetzen und -regelungen für die Schutzgüter Boden, Wasser oder Luft zusammensetzen, werden durch das "Gesetz zur Umsetzung der UVP-Änderungsrichtlinie, der IVU-Richtlinie und weiterer EG-Richtlinien zum Umweltschutz" teilweise ersetzt oder novelliert. Durch den übergreifenden Ansatz sollen Verlagerungseffekte vermieden werden, d.h. Maßnahmen bei einem Schutzgut dürfen sich nicht nachteilig auf ein anderes Schutzgut auswirken.

 

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Was tut sich beim Umweltmanagement?

 

Als Grundlage zur Einrichtung eines Umweltmanagements setzt sich immer mehr der internationale Standard ISO 14001 durch. Daneben können die Unternehmen auch das Verfahren nach der neuen EU-Verordnung Nr. 761/2001 - auch EMAS 2 genannt - anwenden und sich registrieren lassen. Deutschland ist im europäischen Vergleich eindeutig Vorreiter bei der Anzahl der Betriebe, die nach EMAS validiert bzw. registriert sind.

 

Der ZVEI empfiehlt seinen Mitgliedern, ein Umweltmanagementsystem einzurichten unabhängig von der Entscheidung über eine Zertifizierung oder Registrierung. Umweltmanagementsysteme und regelmäßige Umweltbetriebsprüfungen können dazu beitragen, die strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen sowie nicht nur die Umwelt zu entlasten, sondern auch Kosten zu reduzieren. Die Optimierung der umweltrelevanten Aufbau- und Ablauforganisation sowie der zugehörigen Prozesse ist dabei eine permanente Aufgabe aller Beteiligten.

 

Weitere Informationen: Einen Anstoß zur Ermittlung der Maßnahmen im Umweltschutz bei Zulieferanten bildet die Checkliste "Umweltmanagement bei Lieferanten", die der ZVEI erarbeitet hat und gemeinsam mit der Automobilindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau publiziert. Die Checkliste unterstützt die Unternehmen auf der Zulieferer- und Auftraggeberseite bei der Bestandsaufnahme zum Umweltmanagementsystem.

 

 

 

Ist es empfehlenswert, unterschiedliche Managementsysteme miteinander zu verknüpfen?

 

Heute verbreitete Managementsysteme beruhen auf teils unterschiedlichen Vorgaben und Randbedingungen. So fußt z.B. das Qualitätsmanagementsystem auf der bilateralen Beziehung zwischen Hersteller und Abnehmer. Arbeitsschutzmanagementsysteme leiten sich vorwiegend aus gesetzlichen Vorgaben ab. Umweltmanagementsysteme werden in der Regel nach Standards der Reihe ISO 14000 oder nach der (freiwilligen) EG-Öko-Audit-Verordnung aufgebaut und müssen ebenfalls gesetzliche Vorgaben einbeziehen.

 

In bestimmten Fällen kann es vorteilhaft sein, das Umweltmanagement mit anderen betriebsinternen Regelungen zu kombinieren oder gar in ein bestehendes System zu integrieren. Trotz der jeweils inhaltlichen Unterschiede sucht die Normung nach Wegen zur Angleichung von Strukturen verschiedener Managementsysteme (Qualität, Umwelt etc.) um es den Unternehmen zu erleichtern, unterschiedliche Bereiche, Verfahren und Abläufe nach ähnlichem Muster zu organisieren. Ob die Verknüpfung eines Umweltmanagements mit einem Qualitäts- oder Arbeitsschutzmanagement sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Unternehmen ab.

 

 






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