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Energie 

Gesamtenergieeffizienz in Gebäuden

Normungsaufträge unter der Richtlinie 2002/91/EG

 

Im Januar 2003 trat die Richtlinie 2002/91/EG (Energy Performance of Buildings Directive - EPBD) in Kraft. Sie fordert verschiedene Maßnahmen und Instrumente, mit denen eine umsichtige und rationale Nutzung von Energieressourcen erreicht und die Umweltauswirkungen durch den Energieeinsatz in Gebäuden verringert werden sollen. Dies soll durch erhöhte Energieeffizienz und verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen, sowohl in neuen als auch in bestehenden Gebäuden, erreicht werden. Umsetzungsfrist ist der 4. Januar 2006.

 

Die EU-Kommission (Generaldirektion Transport und Energie) erteilte am 30.01.2004 unter der Richtlinie das Mandate M 343 an die europäischen Normenorganisationen CEN/CENELEC/ETSI zur Ausarbeitung von Normen für eine Methode, mit der die integrierte Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden berechnet und deren Umweltauswirkungen eingeschätzt werden können.

 

In der von CEN eingerichteten Project Group EPBD werden die Aktivitäten zwischen den betroffenen CEN-Normungsgremien koordiniert, die insgesamt 31 Normen erarbeiten. Mit dem Mandat hat die Europäische Kommission wegen der großen Bedeutung der Richtlinie einen Finanzierungsbeitrag von 1.3 Mio. € zur Verfügung gestellt.

 

Die Normungsarbeit umfasst u.a.:

  • eine Methode zur Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden;
  • eine klare Angabe der Berechungsmethode, die für die Bestimmung der integrierten Gesamtenergieeffizienz neuer und bestehender Gebäude angewendet wird, unter Nutzung von standardisierten Leistungsberechnungsmethoden für Bauprodukte, Anlagen und Systeme einschließlich Heizung, Kühlung, Belüftung, Infiltration und Beleuchtung
  • geeignete Bewertungsmethoden, um die Energieleistung von Gebäuden ausweisen zu können, einschließlich aller notwendigen Berechnungsverfahren und Parameter zur Erstellung von Ausweisen über die Gesamtenergieeffizienz und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieleistung.

 

Bis Sommer 2004 sind von CEN alle Arbeitsentwürfe der Normen vorzulegen. Auf der Grundlage des Status dieser Entwürfe wird die EU-Kommission entscheiden, ob zusätzliche Normen erforderlich sind.

 

 

Kontakt im ZVEI

Dieter Schornick

schornick(at)zvei.org

 






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