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Services in Automation 

Services in Automation

- eine Initiative der Mitgliedsfirmen im Fachverband Automation

Dienstleistungen erfahren im Zuge der Dezentralisierung von Automatisierungslösungen und der zunehmenden Vielfalt und Komplexität der Automatisierungsprodukte eine ganz neue Bedeutung und Bewertung. Der Kunde oder der Betreiber einer Anlage erwarten zunehmend, dass der Lieferant während des gesamten Lebenszyklusses seiner Produkte auf Anforderung zur Verfügung steht.

Zwei Entwicklungen treiben den Bedarf an Dienstleistungen in der Automation – die steigenden Ansprüche der Fertigungs- und Prozessindustrien an die Produktivität, Flexibilität und Zuverlässigkeit ihrer Maschinen und Anlagen und der Trend zur Kernkompetenz-Orientierung und zum Outsourcing. Die traditionell umfangreichen Instandhaltungs- und Dienstleistungsabteilungen der ‚Old Economy’ werden massiv reduziert oder aufgelöst. An ihre Stelle treten externe Dienstleister.

Der Zulieferer wird zum Lösungsanbieter, zum Systemlieferanten oder zum Systemintegrator. Eine Lösung besteht aus einer Anzahl vernetzter komplexer Produkte oder Teillösungen. Damit steigt der Bedarf an Beratung, Schulung, Ingenieurdiensten und den sogenannten Life-Cycle-Services.

Die Dienstleistungsinitiative schafft keine neuen Produkte. Die Klassifizierung ist eine Bestandsaufnahme der Dienstleistungen, die Automatisierungsanbieter bisher schon erbringen. Es ist nichts Neues. Neu ist, dass die Dienstleistungen in Module und Klassen geordnet und ihnen Namen und Definitionen gegeben wurden. Neu ist auch, dass die teilnehmenden Firmen bestimmte Verpflichtungen für Ihr Produkt eingehen. Diese sowie die zugeschnittenen Dienstleistungspakete sollten schon Teil des Angebots sein. Wir wollen mit dieser Initiative eine Grundlage schaffen, auf der Lieferanten und Kunden eine gemeinsame Sprache sprechen und auf dieser Basis Vereinbarungen treffen können.

 

 

Je nach Komplexität des Produkts, des Systems oder der Anlage werden die einzelnen Dienstleistungsmodule in sieben Klassen eingeordnet. Klasse 0 beginnt mit den gesetzlich notwendigen oder nach allgemeingültiger Auffassung selbstverständlichen Leistungen, die in der Regel kostenfrei beigestellt werden. Am oberen Ende stehen die Klassen 5 und 6 für das anlagenbezogene Geschäft. Dazwischen liegt in den Klassen 1 bis 4 das weite Feld der Dienstleistungen für die ganze Palette der Produkte und Systeme der Automatisierungstechnik.

Das Klassifizierungssystem steht allen Mitgliedsunternehmen des Fachverbands Automation im ZVEI offen. Zur Qualitätsabsicherung und zur Einhaltung der Regeln werden die Teilnehmer einem Registrierungsverfahren unterworfen. Mit der Unterzeichnung erwirbt der Teilnehmer die Nutzungsrechte an einem geschützten Dienstleistungs- Logo. Das Logo soll sich als Synonym für Qualität und Dienstleistungskompetenz im Markt etablieren und die Vertrauensbasis  zwischen Lieferanten, Systemintegratoren und Endkunden stärken.

Die Dienstleistungsinitiative des ZVEI- Fachverband Automation wurde anlässlich der SPS/IPC/Drives im November 2004 in Nürnberg offiziell eingeführt und der Fachöffentlichkeit präsentiert.


Pressemitteilung

 

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