Mit dem kurz auf den Zwischenbericht zum Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) vorgelegten Referentenentwurf will das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) das KWKG optimieren, um das Ausbauziel von 25 Prozent KWK-Stromerzeugung an der Gesamtstromerzeugung bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Die Novelle sieht dafür eine moderate Zuschlagserhöhung bei eimissionshandelspflichtigen Anlagen ab 2013 vor und will erstmals die Nachrüstung von Kondensationskraftwerken und entsprechenden Industrieanlagen fördern. Weiterhin soll die investive Förderung von Wärmenetzen ausgeweitet werden und die Möglichkeit der Unterstützung von Wärmespeichern sowie von aus KWK-Anlagen gespeisten Kältenetzen und Kältespeichern ergänzt werden. Für kleine KWK-Anlagen bis 2 kW ist die Möglichkeit einer Pauschalierung der Zuschlagszahlungen vorgesehen.
In einer ersten Stellungnahme hat der Fachverband Energietechnik mit dem ESCO Forum im ZVEI die Intention der KWKG-Novelle begrüßt. Festgestellt wird aber, dass eine weitere Erhöhung der Förderentgelte notwendig ist, um das KWK-Ausbauziel zu erreichen. Notwendig ist auch eine bessere Abstimmung der gegenläufigen Förderinstrumente des KWKG und der EEG-Umlage. In der Bewertung machen die Mitgliedsunternehmen darüber hinaus deutlich, dass das KWK-Ausbauziel besser erreicht werden kann, wenn die Ungleichbehandlung von Eigenlösungen zu Contracting-Lösungen beseitigt wird. Ebenso wird eine anteilige Stromsteuerbefreiung ab 2 MW-Anlagengröße (bis 4 MW) statt des derzeit festgeschriebenen Totalverlustes der Befreiung für Anlagen ab 2 MW empfohlen.
Das ‚Esco Forum im ZVEI‘ hat turnusgemäß einen neuen Vorstand gewählt. Neue Vorsitzende sind Marcus Bort (EnBW Energy Solutions) und der im Amt bestätigte Dr. Jobst Klien (Hochtief Energy Management). Dem siebenköpfigen Vorstand gehören ebenfalls an Rüdiger Peter Quint (Gasag Wärmeservice), Peter Eilers (Imtech), Dr. Karl Gerhold (Getec), Dr. Reiner Lübke (MVV) und Norbert Speckmann (Cofely).
Im Esco Forum im ZVEI sind führende Energiedienstleister und Contracting-Unternehmen organisiert. Kernkompetenz der Mitgliedsunternehmen ist Energieeffizienz. Die Branche hat hohe Lösungskompetenzen, wenn im Rahmen der Energiewende dezentrale Energieversorgung mit niedrigen CO2-Vermeidungskosten sichergestellt werden muss.
„Der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Aus- und Umbau der Netzinfrastruktur zu intelligenten Netzen stellen eine wesentliche Säule der Energiewende dar. Nicht weniger wichtig sind Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung. Hier bestehen bei Endkunden enorme Potenziale, die sich auch kurzfristig realisieren lassen“, so der neue Vorsitzende Bort.
Das Energiesystem der Zukunft wird nicht mehr linear und unidirektional ausgestaltet sein, deshalb ist die Einbeziehung von vielen Akteuren erforderlich, die dann nicht mehr nur passive Abnehmer von Endenergie sind, sondern als Investoren in Effizienztechnik und in dezentrale Systeme aktiv partizipieren. Aufgabe einer auf diesen Wandel des Energiesystems ausgerichteten energiepolitischen Strategie muss es sein, diese Vielzahl an Akteuren zu motivieren und zu aktivieren.
Im ESCO Forum im ZVEI sind Energiedienstleister organisiert, die als Contractoren alternative Finanzierungsmodelle für Energieeffizienzinvestitionen, gekoppelt mit definierten Energieeinsparungen anbieten. Weil Energieeffizienz unsere Kernkompetenz ist, warnt das ESCO Forum vor unlauteren Geschäftspraktiken: wie z.B. die Nutzung fiktiver Umwandlungsverluste für Steuerrückerstattungen.
Qualität als Basis für langfristigen Erfolg:
Für den Contracting-Markt in Deutschland wollen die Mitgliedsunternehmen des ESCO Forum im ZVEI mit der Initiative des ESCO Forum „Gütesiegel“ mehr Transparenz schaffen.
Die Selbstverpflichtung zur Einhaltung der im ESCO Forum selbst geschaffenen Qualitätsleitlinien im Verbund mit der Einführung der DIN EN 16001 Energiemanagementsysteme bei allen Mitgliedern des ESCO Forum macht eines deutlich: Die Erfüllung von Qualitätsanforderungen steht an oberster Stelle bei den Mitgliedsunternehmen im ESCO Forum
Hier können Sie die Broschüre ESCO Forum „Qualitäts-Siegel“ Stand 30. März 2011 herunterladen.
Die im Rahmen des "Europarechtsanpassungsgesetz Erneuerbare Energien" von der Bundesregierung vorgesehenen Änderungen des EEWärmeG werden von den führenden Verbänden begrüßt und mit wenigen Änderungsvorschlägen unterstützt.
Die Gemeinschaftspräsentation „Contracting und KWK: Intelligenz und Effizienz“ ist rasant gewachsen – mit diesmal 20 Firmen und zwei Verbänden um 30 Prozent seit der Erstveranstaltung im Jahr 2009. Das zeigt: Energiedienstleistungen und die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung sind keine Nischenlösung mehr. Der dezentralen Energieversorgung kommt immer mehr eine Schlüsselrolle im „Smart Grid“ zu, insbesondere bei wachsender gesellschaftlicher Ablehnung von Großtechnik für die Erzeugung und Verteilung von Strom.
Auf den täglichen Podiumsdiskussionen des Gemeinschaftsstandes können sich potentielle Kunden und interessierte Messebesucher einen Überblick über wirtschaftliche Potenziale und politische Rahmenbedingungen für das Contracting und die Kraft-Wärme-Kopplung verschaffen.
Mehr als 20 Aussteller sind auf dem über 780 m² großen Stand vertreten und liefern mit Exponaten Beispiele für hocheffiziente Anlagentechnik.
Hallenplan und Programm der Podiumsdiskussionen können Sie hier abrufen
Hier finden Sie die aktuelle Mitgliederliste des ESCO Forum.
Mehr Infos unter Vorträge / Publikationen
Das ESCO Forum im ZVEI fordert die Teilhabe am Regelenergiemarkt. Das erfordert für Strom die Absenkung der Angebotsscheiben für die Minutenreserve von 15 MW auf 5 MW. Die wurde auch im Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur (BNetzA) vom Novemberg 2010 vorgeschlagen. Dr. Jobst Klien, Vorstandsvorsitzender des ESCO Forum, sieht dadurch erhebliche Marktchancen und einen positiven Beitrag für die Entwicklung des Smart Grid: "Zukünftig könnte eine Vielzahl von industriellen Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung im Contracting an diesem Markt teilnehmen und zu einem effizienten dezentralen Ausgleich von Stromverbrauch und Stromerzeugung beitragen".
Die Erfüllung von Qualitätsanforderungen steht an oberster Stelle bei den Mitgliedsunternehmen im ESCO Forum - dies belegt die Selbstverpflichtung zur Einhaltung der im ESCO Forum selbst geschaffenen Qualitätsleitlinien im Verbund mit der Einführung der DIN EN 16001 Energiemanagementsysteme bei allen Mitgliedern des ESCO Forum