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13. November 2009

Grenzüberschreitende Dienstleistungen für Sicherheitssysteme ab 2010



Ab 28. Dezember 2009 gilt in Europa der freie Dienstleistungsverkehr über Ländergrenzen hinweg auch für das Planen, Errichten und Instandhalten sicherheitstechnischer Anlagen. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Errichter und Planer im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hin. Betroffen sind in Deutschland 70 Prozent der wirtschaftlichen Gesamtwertschöpfung mit 27 Millionen Arbeitnehmern. Ziel der entsprechenden Europäischen Dienstleistungsrichtlinie (EDL) ist es, grenzüberschreitende Dienstleistungen zu fördern und damit zu einem einheitlichen europäischen Binnenmarkt beizutragen.

 

Einheitliche Ansprechpartner statt Behördendschungel

Dienstleister können sich künftig an die so genannten "Einheitlichen Ansprechpartner" in dem Land wenden, in dem sie tätig werden wollen. Diese zentralen Anlaufstellen bündeln in jedem EU-Mitgliedsstaat die Formalitäten mit den zuständigen Behörden und beraten den Dienstleister. "Sicherheitsfacherrichter und Planer können nach Umsetzung der EDL ihre Leistungen schneller und mit geringeren Kosten in anderen EU-Ländern anbieten", meint Eckart Roeder, Geschäftsführer der 'Arge Errichter und Planer im ZVEI'. Über die Internetseite zur Dienstleistungsrichtlinie www.zvei.org/edl informiert der ZVEI zum aktuellen Stand der Umsetzung und den zentralen Anlaufstationen.

 

Kein Qualitätsverlust bei Sicherheitssystemen

Alle Mitgliedstaaten der EU richten qualitätssichernde Maßnahmen für den Dienstleistungssektor ein. "Die hohe Qualität sicherheitsrelevanter Anlagen wird insbesondere durch Artikel 26 der EDL auch zukünftig gewährleistet", erläutert Christian Kühn, Vorsitzender der Arge Errichter und Planer. "Ausschreibende Unternehmen sollten konsequent auf qualifizierte und zertifizierte Sicherheitsfacherrichter setzen", so Kühn weiter. Als Beispiel führt er die Zertifizierung nach DIN 14675 oder den Einsatz qualifizierter Elektrofachkräfte an. Mittelfristig werden nationale Richtlinien und technische Spezifikationen europaweit weiter harmonisiert. Der ZVEI arbeitet in den einschlägigen europäischen Normungsgremien mit und vertritt dort auch die Interessen der Sicherheitsfacherrichter und Planer.

 


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