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25.11.2019

Energieeffizienz in der Wirtschaft - BMWi richtet Förderprogramme neu aus

Die Unternehmen können in dem neuen Förderpaket grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Förderinstrumenten wählen: Die klassische Projektförderung als Zuschuss mit einer vorgegebenen Förderquote von bis 40%, die Finanzierung über einen zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss von bis zu 40% sowie die wettbewerbliche Förderung von Effizienzmaßnahmen mit einer flexiblen Förderquote von bis zu 50 %.

Das Förderpaket richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen, Stadtwerke und Energiedienstleister. Darüber hinaus sind alle Fördermodule weiterhin bewusst akteurs-, sektor- und technologieoffen ausgestaltet, um den Unternehmen die größtmögliche Freiheit für die Umsetzung einer für sie passenden Lösung zur Effizienzsteigerung in ihrem Unternehmen zu geben. Häufig sind diese Lösungen und Ansätze sehr individuell sowie unternehmensspezifisch und können von passgenauen Systemlösungen und -optimierungen bis hin zu hocheffizienten Standardtechnologien und Komponenten reichen. 

Im Gegensatz zu der klassischen Projektförderung wird der Förderwettbewerb Energieeffizienz um eine wettbewerbliche Komponente ergänzt: Die Förderentscheidung orientiert sich an der sogenannten Fördereffizienz. Diese setzt die beantragte Fördersumme ins Verhältnis zur erwarteten CO2-Einsparung ("Förder-Euro" pro erreichter CO2-Einsparung pro Jahr). Je höher die Einsparung oder je geringer die beantragte Förderung ist, desto besser ist die Fördereffizienz und damit die Chance, zu den geförderten Projekten einer Wettbewerbsrunde zu gehören.

Gefördert werden investive Maßnahmen für mehr Energieeffizienz bis zu 50 % (ohne Förderdeckel, keine De-minimis Beschränkung), die sich ohne Förderung erst nach einem Zeitraum von mindestens vier Jahren (energiekostenbezogene Amortisationszeit) rechnen würden.

Damit wird eine maximale Obergrenze der Förderquote festgelegt; jeder Antragsteller kann de facto bis zu dieser Obergrenze selbst entscheiden, welche Förderquote er – unter wettbewerblichen Gesichtspunkten – für sein Effizienzprojekt beantragt.

Sie haben bereits Ideen für mehr Energieeffizienz in Ihren Unternehmen? Mit dem Fördereffizienz-Rechner können Sie vorab schnell und einfach prüfen, welche Fördereffizienz Ihr Projekt aufweist und ob Ihr Vorhaben eine energiebezogenen Amortisationszeit von mindestens vier Jahren erfüllt. Zudem können Sie selbst errechnen, wie viel Förderung Sie für Ihr Projekt bekommen können.

Inspirationen für förderfähige Projekte im Wettbewerb stehen Ihnen unter
www.wettbewerb-energieeffizienz.de unter Projekte zur Verfügung.   

Anträge können kontinuierlich über das Jahr beim Projektträger VDI/VDE-IT gestellt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.wettbewerb-energieeffizienz.de und www.deutschland-machts-effizient.de

 

Wettbewerb

  • Investive Maßnahmen zur energetischen Optimierung von industriellen und gewerblichen Anlagen
  • und Prozessen zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit Senkung des Energieverbrauchs (z. B.  Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien, Maßnahmen zur Steigerung der Strom- oder Wärmeeffizienz, Verstromung von Abwärme oder außerbetriebliche Abwärmenutzung, Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien)
  • max. 50 % der effizienzbezogenen Kosten (Investitionsmehrkosten inkl. Nebenkosten) 
  • max. 5 Mio. € pro Antragsteller oder Projekt

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