Thema Gesellschaft & Umwelt ZVEI RSS-Feed de-DE ZVEI 60 https://www.zvei.org/en/subjects/rss-themen-gesellschaft-umwelt <![CDATA[Elektro-Altgeräte richtig entsorgen]]> <![CDATA[Damit möglichst viele Geräte gesammelt werden können, ist die Unterstützung durch die Verbraucher sehr wichtig. Genauso wie Restmüll, Altpapier oder auch Glasflaschen heute ganz selbstverständlich getrennt gesammelt werden, müssen auch Elektro-Altgeräte verantwortungsvoll und richtig entsorgt werden. Dabei gilt: Alle Geräte mit dem Symbol der durchgestrichenen Abfalltonne gehören nicht in den Hausmüll. Fast alle Geräte, die Strom – ob aus der Steckdose, dem Telefonkabel, einer Batterie, Akkus oder Solarzellen – benötigen, fallen unter das ElektroG und zählen zu den recyclingfähigen Elektro-Altgeräten.Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, alte Geräte zu entsorgen. All diese Wege sind für den Verbraucher kostenlos:  Wertstoffhöfe: Bei Wertstoff- oder Recyclinghöfen der Kommunen können alte Geräte bequem abgeben werden. Dort werden verschiedene Behältnisse für die insgesamt sechs Sammelgruppen bereitgestellt. Mitarbeiter vor Ort helfen bei der richtigen Einsortierung.    Abholung: Kommunen bieten in aller Regel die Möglichkeit, Altgeräte, genau wie Sperrmüll, zu Hause abholen zu lassen. Auf den Webseiten der kommunalen Abfallbetriebe gibt es Informationen und Kontaktdaten: Termin vereinbaren, am entsprechenden Tag Geräte vor die Tür stellen – fertig.    Handel: Auch Elektronik-Fachgeschäfte mit einer Verkaufsfläche für Elektrogeräte von über 400 qm nehmen alte Elektrogeräte kostenlos zurück. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:  0:1-Rücknahme: Bis zu fünf Altgeräte, die nicht größer als 25 cm sind, können kostenfrei im Handel zurückgeben werden. Das gilt auch, wenn man kein neues Gerät im Laden kauft. Es ist auch nebensächlich, ob das alte Gerät in diesem Geschäft gekauft wurde oder nicht. 1:1-Rücknahme: Beim Kauf eines neuen Elektrogeräts kann ein Altgerät der gleichen Geräteart kostenfrei zurückgegeben werden.    Online- und Versandhandel: Wurde ein Elektrogerät online gekauft, muss der Online-Händler gewährleisten, dass deutschlandweit und in zumutbarer Entfernung eine Rückgabemöglichkeit besteht. Meistens werden hierfür Lösungen mit Paketdienstleistern oder Einzelhändlern angeboten. Auf den Webseiten der Online-Händler sind die nötigen Informationen zu finden.   Hersteller: Einige Hersteller bieten beim Kauf von Neugeräten freiwillig Rücknahmemöglichkeiten für Altgeräte an. Dazu beim Kauf direkt nachfragen. Bei zusammengesetzten Produkten, zum Beispiel Schränken mit Beleuchtung, stellt sich die Frage, was wie zu entsorgen ist. Hierbei wird unterschieden zwischen   Elektroteil ist ein fest verbundener Bestandteil: Hierzu gehören zum Beispiel Badezimmerschränke mit fest eingebautem Licht. Produkt und Elektroteil sind fest verbunden und gehören zusammen - deswegen gehen dann beide Teile auch zusammen in die Altgerätesammlung.   Elektroteil ist nicht fest eingebaut: Das trifft zum Beispiel bei einer nachträglich in einen Schrank eingebauten Beleuchtung zu. Die ausgebaute Beleuchtung gehört in die Altgerätesammlung, der Schrank auf den Sperrmüll. Auch hier ist das Symbol mit der durchgestrichenen Abfalltonne ein guter Wegweiser. Befindet sich das Symbol auf einem alten Gerät, gehört dieses in die Altgerätesammlung. Enthalten Elektrogeräte Batterien oder Akkus, die nicht fest verbaut sind, wie zum Beispiel Akkuschrauber, Kameras und kabellose Tastaturen, müssen diese vor der Entsorgung entnommen und getrennt entsorgt werden. Auch alte Batterien gehören nicht in den Hausmüll. An den Rücknahmestellen für Altgeräte, aber auch im Handel und in öffentlichen Gebäuden stehen hierfür in der Regel spezielle Batterie-Sammelbehälter bereit. Sind Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus beschädigt oder überhitzt, besteht Brandgefahr! Vor der Rückgabe des Altgeräts sind diese Batterien herauszunehmen und getrennt zu entsorgen. Im Zweifelsfall bei der Sammelstelle oder beim Hersteller nachfragen! Als Gemeinsame Stelle der Hersteller hat die Stiftung ear am 14. November 2019 eine mehrjährige, deutschlandweite Kampagne gestartet, die Verbraucher über die Möglichkeiten der richtigen Elektro-Altgeräte-Entsorgung informiert. Der ZVEI und seine Mitglieder unterstützen diese Kampagne. ]]> Wed, 13 Oct 2021 12:44:00 +0200 8174 <![CDATA[Guideline on plastic recyclates in the electrical industry published]]> https://www.zvei.org/en/guideline-on-plastic-recyclates-in-the-electrical-industry-published <![CDATA[Die Europäische Kommission hat nicht erst mit der Veröffentlichung ihres „New Circular Economy Action Plan“ als einen Bestandteil des Europäischen Green Deals einen Schwerpunkt auf einen größtmöglichen Anteil recycelter Materialien gesetzt. Die SDGs fassen als globales Rahmenwerk die wichtigsten Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zusammen und erfahren eine große Unterstützung von Regierungen und Organisationen jeglicher Art. Im Kontext der SDGs erscheint insbesondere Ziel 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ relevant für die Entwicklungen hin zu einem vermehrten Einsatz von Kunststoffrezyklaten.  Der in der ZVEI-Task Force SDGs & Nachhaltigkeit erarbeitete Wegweiser ist als Hilfestellung zur Annäherung an das Thema Kunststoffrezyklate zu verstehen. Das vorliegende Papier diskutiert aktuelle Herausforderungen, die durch einen vermehrten Einsatz von Kunststoffrezyklaten entstehen und untersucht die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit ihres Einsatzes in Elektroprodukten. Zudem zeigt es auf, worauf Unternehmen achten sollten, wenn sie das Thema Kunststoffrezyklate in der Praxis angehen. In Bezug auf die Erreichung der SDGs stellt der Wegweiser fest, dass der Einsatz von Kunststoffrezyklaten in der Elektroindustrie einige Beiträge leisten kann. Bei den Zielen 7 (insbesondere im Kontext Energieeffiziente Technologien), 8 (Wertschöpfung, Arbeitsplätze), 9 (Innovation, Forschung), 12 (Ressourceneffizienz) und 17 (Partnerschaften) ist eine hohe Hebelwirkung durch verschiedene Maßnahmen möglich. Allerdings sind auch potenzielle Zielkonflikte zu berücksichtigen, wie die teils unbekannte Umwelt-/Klimabilanz von derzeit auf dem Markt verfügbaren Rezyklaten. Daher empfiehlt sich stets eine ganzheitliche Bewertung.  Wir wünschen eine spannende Lektüre!  ]]> Thu, 07 Oct 2021 07:34:00 +0200 https://www.zvei.org/en/guideline-on-plastic-recyclates-in-the-electrical-industry-published3208395 <![CDATA[Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes verabschiedet]]> <![CDATA[Der ZVEI begrüßt das Gesetz und ist zuversichtlich, dass die beschlossenen Maßnahmen dazu beitragen, das zentrale Ziel - die Sammelmengen zu erhöhen - zu erreichen.  Endverbraucher können die Altgeräte künftig an mehr Punkten zurückgeben. Zudem werden die Regeln zur Verbraucherinformation ausgebaut. Hier sind die Hersteller mit der Kampagne der Gemeinsamen Stelle der Hersteller gut aufgestellt  (Link).  Hinsichtlich der Abholmengen für TV-Geräte wurde ein akzeptabler Kompromiss erzielt. Die relevanten Akteure arbeiten bereits an der Ausgestaltung, die Transportsicherheit und praktische Umsetzbarkeit berücksichtigt.  Zudem trägt das Gesetz dem gestiegenen Online-Handel Rechnung und präzisiert die Verpflichtungen. Damit soll erreicht werden, dass sich möglichst alle Anbieter von Elektrogeräten auch an deren Entsorgung beteiligen.  ]]> Mon, 10 May 2021 08:14:00 +0200 3208368 <![CDATA[SCIP - new information obligations on substances in articles from the EU Waste Framework Directive (WFD)]]> https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/scip-new-information-obligations-on-substances-in-articles-from-the-eu-waste-framework-directive-wfd <![CDATA[Bei der Informationsübermittlung über die Datenbank SCIP (“Substances of Concern In articles as such or in complex objects (Products)“) werden detaillierte Informationen zu Erzeugnissen und deren Inhaltstoffen gefordert, deren Umfang die Anforderungen des Art. 33 (1) der REACH-Verordnung übersteigt. Die vom ZVEI in Zusammenarbeit mit weiteren Wirtschaftsverbänden erstellte gemeinsame Verbändeinformation beschreibt die aus heutiger Sicht möglichen Optionen, Aufgaben und Pflichten der betroffenen Unternehmen und gibt Hilfestellungen bei der Umsetzung von § 16f ChemG. Gemeinsam mit anderen Verbänden stehen wir weiter im Austausch mit Politik und Behörden, um die neuen Anforderungen in machbarer Weise zu gestalten. Die Verbändeinformation stellt ein „lebendes Dokument“ dar, das laufend dem aktuellen Sach- und Kenntnisstand angepasst wird.  ]]> Tue, 08 Dec 2020 07:52:00 +0100 https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/scip-new-information-obligations-on-substances-in-articles-from-the-eu-waste-framework-directive-wfd3207658 <![CDATA[Entwurf des ElektroG geht in die richtige Richtung]]> <![CDATA[Ein erklärtes Ziel der Novelle ist die Steigerung der Sammelmengen von Elektroaltgeräten. Den von uns vertretenen Ansatz „Einbeziehung aller Akteure und aller Rücknahmewege - viele Einzelmaßnahmen versprechen Erfolg“ erkennen wir an mehreren Stellen wieder. Entsprechend bewerten wir zahlreiche der angestrebten Maßnahmen positiv. Gleichwohl sehen wir auch Regelungen und Aspekte, die aus unserer Sicht der Anpassung bedürfen. Dies gilt insbesondere für Vorschläge zu geänderten Sammelmengen für TV-Geräte. Die Verbände Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. und ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. haben zu den Entwürfen gemeinsam Stellung genommen. Zusätzlich nimmt der ZVEI Stellung zu den Vorschlägen zu elektronischen Marktplätzen.  ]]> Mon, 19 Oct 2020 07:12:00 +0200 3207167 <![CDATA[EU Circular Economy Action Plan: Jetzt wird es konkreter]]> <![CDATA[Darunter befinden sich zahlreiche für die Elektroindustrie relevante Maßnahmen: die Erweiterung von Ökodesign-Vorgaben ebenso dazu wie die Digitalisierung von Produktinformationen, Vorgaben zur Reparierbarkeit von Produkten oder die Erhöhung des Rezyklatanteils in Produkten. Inzwischen werden die politischen Maßnahmen konkreter: die EU-Batterierichtlinie wird revidiert. Hierzu bringt sich der ZVEI aktiv ein (Link). Auch hat sich der ZVEI kürzlich an der Anhörung zum Ecodesign and Energy Labelling Working Plan 2020-2024 beteiligt. In diesen Tagen startet eine Anhörung zur Sustainable Product Initiative, auch das Thema „Greenwashing“ wird von der EU-Kommission noch in diesem Jahr angepackt werden. Aus ZVEI-Sicht kann die Transformation hin zu einer Circular Economy nur dann wirklich „nachhaltig“ sein, wenn in ihrer Umsetzung eine Balance zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sowie gesellschaftlicher Verantwortung gefunden wird. Die Unternehmen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie sind Anbieter innovativer, energie- und ressourcenschonender Produktlösungen, die in ihren Anwendungsgebieten bereits heute einen Beitrag zur Verwirklichung der Circular Economy leisten. Gleichwohl stellt das Konzept der Circular Economy unsere Industrie vor substanzielle Herausforderungen. Ein „Recht auf Reparatur“ oder Mindestvorgaben für die Verwendung von Rezyklaten können tief in das Produktdesign oder in Fertigungsprozesse eingreifen. In unseren im April veröffentlichten Forderungen zum CEAP finden sich dazu erste Einschätzungen und Maßnahmenvorschläge. Auf dieser Grundlage werden wir uns in die weiteren Diskussionen einbringen.]]> Tue, 29 Sep 2020 11:18:00 +0200 9375 <![CDATA[Umsetzung der europäischen Batterierichtlinie in Deutschland]]> https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/umsetzung-der-europaeischen-batterierichtlinie-in-deutschland-1 <![CDATA[Derzeit wird das Batteriegesetz, das die Rücknahme von Altbatterien regelt, novelliert. Der ZVEI begleitet den Gesetzgebungsentwurf und empfiehlt eine schlanke Novellierung des Batteriegesetzes.  Für eine Anpassung des Batteriegesetzes in nur wenigen Punkten spricht vor allem die Tatsache, dass in Europa momentan an einer Revision der Batterierichtlinie gearbeitet wird. Anpassungsbedarf zum vorliegenden Regierungsentwurf des Batteriegesetzes sieht der ZVEI jedoch vor allem beim Lastenausgleich zwischen Rücknahmesystemen, bei Sicherungsleistungen durch Rücknahmesysteme sowie bei der Klärung des Vorhaltens finanzieller und organisatorischer Mittel bei Fahrzeug- und Industriebatterien. Am 9. September 2020 wird Christian Eckert, Leiter der ZVEI-Abteilung Umweltschutzpolitik, als Sachverständiger an der öffentlichen Anhörung im Umweltausschuss des Bundestags teilnehmen. ]]> Tue, 08 Sep 2020 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/umsetzung-der-europaeischen-batterierichtlinie-in-deutschland-1611 <![CDATA[SCIP-Datenbank: Keine Förderung der Kreislaufwirtschaft]]> <![CDATA[Ab dem 5. Januar 2021 müssen Lieferanten von Erzeugnissen, die Stoffe der REACH-Kandidatenliste enthalten, Informationen zur sicheren Verwendung der Erzeugnisse an die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) übermitteln. Zur Übermittlung der Daten entwickelt die ECHA die SCIP-Datenbank - SCIP steht für Substances of concern in articles as such or in complex objects (Products). Mit der Datenbank werden weit mehr Informationen abgefragt, als der Wortlaut der Abfallrahmenrichtlinie vorgibt. Die in der europäischen Abfallrahmenrichtlinie definierte Meldepflicht gilt für Lieferanten nahezu aller Branchen, die Erzeugnisse in Europa in Verkehr bringen. Das in Legierungen und Loten häufig verwendete Blei, einer der Stoffe, die bei Überschreitung einer Massekonzentration von 0,1 % die Meldepflicht auslösen, führt zu einer besonders hohen Betroffenheit der Elektro- und Elektronikindustrie. Die Komplexität und Variabilität der Produkte bedingen eine Vielzahl an erforderlichen Einträgen pro Unternehmen. Zudem führen die von der ECHA definierten Zusatzinformationen zu immensen Aufwänden für Personal und IT-Systeme. Die Beschaffung der zusätzlichen Informationen innerhalb der internationalen Lieferketten bedarf eines hohen zeitlichen Vorlaufs. Leider wird all der Aufwand nicht einmal wesentlich zur Förderung der Kreislaufwirtschaft durch besseres Recycling beitragen, wie sogar die Entsorgungswirtschaft einräumt. Dazu kommt, dass die Mehrheit der Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen bei aller Mühe nicht fristgerecht wird erfüllen können. Noch immer gibt es anders als vorgeschrieben nur einen SCIP-Protoypen mit Teilfunktionalität, sodass Unternehmen ihre Prozesse und Systeme nicht final anpassen können. Die Umsetzung in das jeweilige Recht der EU-Mitgliedstaaten ist ebenfalls in Verzug und in den meisten Fällen noch nicht erfolgt. Die durch Industrie, Handel und sogar die Entsorgungswirtschaft vielfach bei der ECHA, der EU-Kommission und den zuständigen Ressorts im BMU vorgetragene Argumentation blieb bislang weitgehend ohne Wirkung. ]]> Tue, 08 Sep 2020 00:00:00 +0200 9338 <![CDATA[Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes nimmt Hersteller stärker in die Pflicht]]> <![CDATA[Abfälle oder Altgeräte sind kein wertloser Müll, sondern die Rohstoffe für neue Produkte – so kann man grob die Zielsetzung der Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) beschreiben. Das Ziel ist nicht neu und war schon ein Leitgedanke des bisherigen KrWG, es soll aber jetzt weiter gestärkt werden. Zukünftig soll die Abfallvermeidung und die Wiederverwertung beim Lebenszyklus eines Produktes im Vordergrund stehen. Das heißt für die Hersteller, sie müssen das Ende des Produktlebenszyklus viel stärker in ihre Produktentwicklung integrieren. Stand bisher hier der Nutzen im Vordergrund, kommt zukünftig noch die Recyclingfähigkeit und Abfallvermeidung hinzu. Der Begriff der Produktverantwortung ist dabei ein zentrales Element. Die Novelle sieht für beide Punkte zusätzliche Pflichten für die Unternehmen vor.  Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes: Vieles schon gelebte Praxis Um es vorweg zu nehmen: Vieles an der Novelle ist heute schon gelebte Praxis. Der Leitgedanke, dass Güter und Produkte soweit wie möglich „im Kreis“ gefahren werden, ist ein zentrales Element der Kreislaufwirtschaft der vergangenen Jahre. Das Ziel war immer die Reduzierung des Abfallaufkommens beziehungsweise des Einsatzes von Rohstoffen in der Produktion. Geregelt wurde das Ganze auf nationaler Ebene durch das KrWG als zentrales Gesetzeswerk, flankiert durch weitere produkt- oder anwendungsspezifische Regelungen wie zum Beispiel das Batteriegesetz oder das Elektroaltgerätegesetz. Gerade die Elektroindustrie hat in besonderem Maße mit diesen Regelungen und Gesetzen zu tun. Ein Beispiel: Am Anfang des Lebenszyklus eines Elektrohaushaltsgerätes werden durch Ökodesignanforderungen beispielsweise der Energieverbrauch oder die Reparaturfähigkeit geregelt. Durch die Chemikaliengesetzgebung und Regelungen zum Rohstoffeinsatz sollen der Einsatz von gefährlichen Substanzen oder auch von Konfliktrohstoffen in Elektrogeräten eingeschränkt werden. Ist das Produkt hergestellt, greift das Verpackungsgesetz zur Reduzierung des Verpackungsmülls. Richtung Ende des Lebenszyklus müssen Hersteller, Vertreiber und Konsumenten die Pflichten zur Rücknahme aus dem Batteriegesetz oder auch dem Elektroaltgerätegesetz umsetzen. Durch getrennte Sammlungen und festgelegte Sammelquoten soll so die Restabfallmengen reduziert und das Recycling ausgebaut werden. Bei einer theoretischen Sammelquote und Verwertungsquote von 100 Prozent wäre der Produktkreislauf im Idealfall geschlossen. Davon sind wir in Deutschland natürlich noch entfernt, dennoch ist in den vergangenen Jahren viel geschehen: Der Stromverbrauch von Haushaltsgeräten wurde gesenkt, der Einsatz gefährlicher Substanzen eingeschränkt. Dennoch konnte das eigentliche Ziel nicht erreicht werden. Die Bilder von Plastikmüll in den Meeren, von Kindern die illegal exportierte Elektroaltgeräte in Entwicklungsländer recyceln und der immer höhere Bedarf an Rohstoffen aus unsicheren Weltregionen befeuern zusätzlich die Diskussion, dass es so nicht weitergehen kann. Und der Druck aus der Klimapolitik, Produktionskreisläufe und Produkte CO2-freundlicher zu gestalten, wächst. Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen politischen Entwicklungen auf nationaler aber vor allem auch auf europäischer Ebene zu sehen: Mit dem angekündigten Circular Economy Action Plan möchte die EU die Kreislaufwirtschaft auf ein neues Level heben. Bei vielen Aktionspunkten handelt es sich im Moment noch um Ankündigungen, aber die Richtung ist klar: Der Produktionskreislauf soll, wo immer möglich, geschlossen werden. Die Novelle des deutschen KrWG ist hier schon konkreter und aktueller. Sie beschreibt das Recht der deutschen Abfallwirtschaft. Dieses Abfallrecht besteht aus einer fünf-stufigen Abfallhierarchie: 1. Vermeidung, 2. Vorbereitung zur Wiederverwendung, 3. Recycling (stoffliche Verwertung), 4. sonstige Verwertung (insbesondere die energetische Verwertung) und 5. Beseitigung. Vorrang soll grundsätzlich die stoffliche Verwertung haben. Dazu zählen alle Maßnahmen zur Nutzung der im Abfall enthaltenen Wertstoffe bzw. Energiepotenziale. Ziel des Bundesumweltministeriums (BMU) war und ist es, die Abfallwirtschaft zu einer Quelle für die Beschaffung von Rohstoffen und für die Produktion von Gütern fortzuentwickeln. Mit der Novelle des KrWG wird jetzt die ebenfalls überarbeitete EU-Abfallrahmenrichtlinie aus 2018 in nationales Recht überführt. Direkt oder indirekt betroffen von der Neuregelung sind z. B. all die Unternehmen, die Abfall erzeugen, besitzen, sammeln, entsorgen, befördern etc. – aber auch solche, die zum Beispiel im Rahmen ihrer Produktverantwortung vom KrWG betroffen sind, wie z. B. Vertreiber, Lieferanten, Hersteller und Erst-Inverkehrbringer. ZVEI sieht Neuregelungen zur Produktverantwortung kritisch Aus Sicht der Elektroindustrie besonders kritisch ist hier vor allem die Neuregelung der Produktverantwortung in den Paragrafen 23 bis 25, die mit einer erheblichen Ausweitung der Verantwortung und Obhutspflicht für die Hersteller einher geht. Das BMU begründet dies damit, dass es „das Ziel der Produktverantwortung ist, dem Entstehen von Abfällen bei der Produktion vorzubeugen, anstatt lediglich die entstehenden Abfallströme umweltverträglich zu steuern“. Vor allem die Neuregelungen in Paragraf 23 sind hier von Bedeutung und sollen deshalb im Folgenden in Auszügen aufgeführt werden (Änderungen im Vergleich zum aktuellen KrWG sind fett dargestellt):Die Produktverantwortung umfasst insbesondere: Neue Obhutspflicht nimmt Einfluss auf in Produktpolitik Die unter Punkt zehn erwähnte Obhutspflicht ist deshalb besorgniserregend, weil sie dem Inverkehrbringer Regeln auferlegt, die außerhalb seines Verantwortungsbereiches liegen. Die Vorgaben aus Paragraph 23 sind zwar noch keine rechtlich durchsetzbaren Pflichten, sie sind jedoch wegweisend für die produktspezifischen Einzelgesetze, die das KrWG flankieren und ebenfalls in der Zukunft zur Novellierung anstehen bzw. anderweitige Regelungen, die in der Folge per Verordnungsermächtigungen erlassen werden können. Doch es ist jetzt schon klar, dass für die Unternehmen der Elektroindustrie mit diesen Grundpflichten aus dem KrWG Eingriffe in die Produktpolitik sowie Regelungen zur Rücknahme oder finanziellen Leistungen für das Ende des Produktlebenszyklus zukommen werden. Darüber hinaus kommt auf die Industrie eine weitreichendere Informationspflicht als bisher über den Einsatz von gefährlichen Chemikalien zu. Zukünftig gilt nun die Verpflichtung, das Vorhandensein von gefährlichen Stoffen in eine neue Datenbank, die sogenannte SCIP-Datenbank einzutragen. Damit soll der Abfallverwerter informiert werden, welche gefährlichen Stoffe im Abfallstrom enthalten sind. Die Datenbank wird gerade von der europäische Chemikalienagentur aufgebaut. Die Pflicht zum Dateneintragen startet im Januar 2021. Im KrWG soll diese Pflicht in Paragraf 62a umgesetzt werden. Angesichts vieler Unklarheiten und Kritikpunkte an der Datenbank setzen sich Industrieverbände nach wie vor vehement für Änderungen ein – Ausgang offen. Generell ist vieles im vorliegenden Kabinettsentwurf aus Sicht der Elektroindustrie unausgegoren und nicht verhältnismäßig. Über den Produktlebenszyklus sind es mehrere Akteure, die „Verantwortung“ für das Produkt haben. Es ist gerade dieses Zusammenspiel zwischen Herstellern, Vertreibern, Konsumenten, kommunalen Sammelstellen und Verwertern, dass der Kreislaufwirtschaft zum Erfolg verhilft. Wenn jeder seinen Aufgaben nachkommt, kann die Abfallmenge nachhaltig sinken und die Wiederverwertung gesteigert werden. Mit der geplanten Obhutspflicht soll diese Verantwortung jedoch viel stärker als bisher auf den Hersteller oder Vertreiber übertragen werden. Nationale Einzelregelungen nicht zielführend, Regelungen auf EU-Ebene nötig Aus Sicht der Elektroindustrie sollte deshalb jedem Akteur Pflichten im KrWG zugewiesen werden, auf die er Einfluss nehmen kann. Bedenklich ist auch, wenn die Produktverantwortung aus dem Abfallgesetz in die Produktentwicklung eingreift. Nationale Alleingänge wie Einsatzquoten für Recyclate oder den Einsatz von kritischen Rohstoffen schaden hier dem europäischen Warenverkehr. Produkt- oder stoffbezogene Anforderungen sollten immer auf EU-Ebene, zum Beispiel über Ökodesignrichtlinien oder das Chemikalienrecht, geregelt werden. Mit den politischen Vorhaben aus dem Circular Economy Action Plan der EU-Kommission stehen schon die nächsten politischen Vorhaben in den Startlöchern. Die Verabschiedung des KrWG, die noch 2020 erwartet wird, ist somit nur der erste Schritt hin zu mehr Kreislaufwirtschaft. ]]> Mon, 27 Jul 2020 00:00:00 +0200 9133 <![CDATA[New Circular Economy Action Plan can combine ecologic and economic objectives]]> https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/new-circular-economy-action-plan-can-combine-ecologic-and-economic-objectives <![CDATA[Die EU-Kommission stellt zurecht fest, dass die Vielzahl an Themen im Zusammenhang mit einer Circular Economy zunehmend eine themenübergreifende und interdisziplinäre Betrachtung verlangen. Derart komplexe Herausforderungen müssen unbedingt frühzeitig im Dialog mit allen Akteuren entlang der Wertschöpfungsketten analysiert und bewertet werden, damit mögliche regulatorische Aktivitäten sinnvoll abgewogen und gestaltet werden können – und damit tatsächlich als „nachhaltig“ bezeichnet werden können. Die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ist vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrungen mit der Umsetzung von nachhaltigkeitsbezogenen Anforderungen gerne bereit, einen konstruktiven und zielführenden Beitrag für ein nachhaltig wettbewerbsfähiges Europa und damit eine nachhaltige Circular Economy zu leisten. Denn unsere Mitgliedsunternehmen sind Anbieter innovativer, energie- und ressourcenschonender Produktlösungen, die in ihrem Anwendungsgebiet bereits heute einen Beitrag zur Verwirklichung des Kreislaufgedankens (Circular Economy) leisten. Elektronische Produkte, die ihr Lebensende erreicht haben, verstehen wir nicht als Abfall, sondern als wiederverwertbare Rohstoffquelle. Das vorliegende Papier stellt eine erste Einschätzung der wichtigsten Diskussionspunkte aus der Perspektive der Hersteller von Elektrotechnik- und Elektronikprodukten dar. Dies sind beispielsweise: Produkt-Anforderungen müssen immer produktspezifisch betrachtet und sorgfältig geprüft werdenRoHS als eigenständiges Gesetz erhalten und risikobasierten Ansatz zur Regulierung von Substanzen und Produktgruppen anwendenBatterien ausschließlich über Batterierichtlinie regulierenKein verpflichtender Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten ohne vorherige Erarbeitung von produktspezifischen Standards für Qualitätskriterien  Keine neuen Daten(banken) – zunächst müssen bestehende Daten(banken) praxisgerecht ausgestaltet werdenAusfuhren von Abfall regulieren – Vollzug und Binnenmarkt stärkenChancen der Digitalisierung nutzen – Synergien mit Circular Economy ausbauenWettbewerbsfähigkeit europäischer Produkte auf dem Weltmarkt erhaltenIdentische Umsetzung europäischer Regelungen auf Ebene der MitgliedsstaatenStärkung des Vollzugs von Gesetzen ]]> Mon, 27 Apr 2020 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/new-circular-economy-action-plan-can-combine-ecologic-and-economic-objectives8882 <![CDATA[SCIP-Datenbank ab 5. Januar 2021]]> <![CDATA[Die Daten sollen Abfallwirtschaftsbetrieben und Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden. Ziele dieser Maßnahme sind die Reduktion von schadstoffhaltigem Abfall, die Verbesserung der Abfallbehandlung, die Erhöhung des Anteils von Sekundärmaterialien und -rohstoffen im Produktionskreislauf und mehr Transparenz bezüglich des Schadstoffgehalts in Produkten. Die gesetzliche Grundlage ist die durch Richtlinie (EU) 2018/851 geänderte Europäische Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG ist, welche bis Juli 2020 in nationales Recht umgesetzt sein muss. Aus Sicht des ZVEI übersteigen die inzwischen von der ECHA definierten detaillierten Informationsanforderungen die gesetzlichen Anforderungen deutlich. Deshalb haben sich ZVEI, BITKOM und VDMA in einer gemeinsamen Stellungnahme dafür eingesetzt, dass der deutsche Gesetzgeber bei der Umsetzung in deutsches Recht – vorgesehen durch die Revision des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) – nicht über die Anforderungen der europäischen Abfallrahmenrichtlinie hinausgeht und sich zusammen mit den Vertretern der anderen EU-Mitgliedstaaten um eine einheitliche Umsetzung in Europa auf Basis des gesetzlichen Rahmens einsetzt. Aus Sicht der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ist der Aufwand, den die Bereitstellung der zusätzlichen Daten erfordert, nicht zu rechtfertigen, zumal ein Nutzen für die Abfallwirtschaft bezweifelt wird. Die Stellungnahme erläutert ausführlich die folgenden wichtigsten Bedenken der Industrie: Die aktuelle Konzeption der SCIP-Datenbank überschreitet den gesetzlichen RahmenErhebliche Folgen für die IndustrieFristen sind unrealistischKein vorheriges Impact AssessmentDie Datenbank verfehlt ihr ZielSchutz von UnternehmensdatenEinheitliche Umsetzung in nationales Recht ]]> Tue, 11 Feb 2020 00:00:00 +0100 8620 <![CDATA[Wegweiser für nachhaltige Entwicklung in der Elektroindustrie ist erschienen]]> <![CDATA[Die Vereinten Nationen haben im Jahr 2015 im Rahmen der „Agenda 2030“ siebzehn globale Nachhaltigkeitsziele – die Sustainable Development Goals (SDGs) – formuliert. Die SDGs prägen aktuell die Nachhaltigkeitsdebatte auf nationaler und internationaler Ebene und wirken sich dabei u. a. auch auf Regulierungen aus. Sie bieten als globaler Handlungs- und Orientierungsrahmen eine Richtungsweisung für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Der in der ZVEI-Task Force SDGs & Nachhaltigkeit erarbeitete Wegweiser ist als Hilfestellung zur Annäherung an das Thema Nachhaltigkeit zu verstehen. Jedes Kerngeschäft eines Unternehmens bietet das Potenzial, sowohl nachhaltig zu wirtschaften, positive Einflüsse zu maximieren aber auch mögliche negative Einflüsse über die gesamte Wertschöpfungskette zu mindern. Dies gilt im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten auch unabhängig von der Größe eines Unternehmens. Der Wirtschaft kommt daher eine große Hebelwirkung zu. Der Wegweiser zeigt Möglichkeiten auf, sowohl bereits vorhandene Maßnahmen als auch zukünftiges Handeln zu strukturieren, transparenter zu machen und zielgerichteter für Unternehmen zu nutzen. Die Inhalte orientieren sich vor allem an folgenden Fragestellungen: Was sind die SDGs und warum lohnt sich eine Auseinandersetzung damit für mein Unternehmen?Wie kann ich mich dem Thema SDGs bzw. Nachhaltigkeit annähern?Wie sehen konkrete Beispiele von Unternehmen der Elektroindustrie aus, die einen Beitrag zu einem oder mehreren SDGs leisten? Laut Marcel Engel, Leiter des deutschen Netzwerkes der UN-Wirtschaftsinitiative Global Compact, ergeben sich durch mehr Nachhaltigkeit Chancen für Unternehmen, da sie Risiken minimieren, ihre Resilienz steigern, Vertrauen bewahren, talentierte Arbeitskräfte gewinnen, neue Geschäftsmodelle und Produkte entwickeln sowie neue Märkte erschließen können. ]]> Fri, 13 Dec 2019 00:00:00 +0100 8330 <![CDATA[Novelle ElektroG: ZVEI-Bitkom-Stellungnahme]]> <![CDATA[Bereits im Vorfeld der Erstellung eines Gesetzentwurfes hat das BMU die Gelegenheit gegeben, Ideen und Anregungen zu relevanten Punkten für eine Novelle des ElektroG zu übermitteln.  ZVEI und Bitkom haben diese Möglichkeit aufgegriffen und eine gemeinsame Stellungnahme verfasst. Die Verbände bewerten das ElektroG als Erfolgsmodell. Gleichwohl erkennen ZVEI und Bitkom, dass insbesondere die ermittelte Sammelquote in Deutschland bisher hinter der ab 2019 geltenden Sammelquote zurückbleibt. Die Verbände wollen dazu beitragen, mögliche Ursachen für diese Diskrepanz zu benennen und Lösungsvorschläge einzubringen. Neben dem zentralen Aspekt „Sammelmenge“ wird auf weitere Themen der Altgeräteentsorgung eingegangen. ]]> Tue, 02 Jul 2019 00:00:00 +0200 7262 <![CDATA[Neuordnung der Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten]]> https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/neuordnung-der-entsorgung-von-elektro-und-elektronik-altgeraeten <![CDATA[Das „Gesetz zur Neuordnung des Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz - ElektroG)“ setzt die europäischen Vorgaben der WEEE2-Richtlinie in deutsches Recht um. Die Kernpunkte sind in fünf Kurzpräsentationen zusammengefasst (Weiterführende Informationen siehe rechts). Den Gesetzestext finden Sie rechts unter externe Links.Wiederverwendung von ausgedienten Elektro- und Elektronikgeräten Zur Frage der Wiederverwendung von ausgedienten Elektro- und Elektronikgeräten, deren Möglichkeiten und Grenzen, haben ZVEI und BITKOM ausführliche Erläuterungen verfasst.​Neuzuschnitt des Geltungsbereichs bringt EU-weit Kosten in Milliardenhöhe für meldepflichtige Hersteller in der EU Die Neufassung der Richtlinie 2012/19/EU vom 4. Juli 2012 über Elektro- und Elektronik-Altgeräte sieht ab dem 15. August 2018 einen völligen Neuzuschnitt der betroffenen. Kategorien vor. Dies verursacht einen Aufwand, der sich allein bei den über 12.000 registrierten Herstellern in Deutschland auf ca. 500 Millionen Euro summieren wird.Abschätzung des Mengenanteils von Lithium-Batterien in gesammelten Elektro- und Elektronik-Altgeräten Elektro- und Elektronik-Geräte werden vermehrt mit Lithium-Batterien ausgestattet, sei es als primäre Energiequelle oder als Stützbatterie zur Erhaltung von Daten oder einer integrierten Uhr. Abschätzungen zum Gewichtsanteil von Lithium-Batterien in Altgeräten zeigen, dass eine Maximalmenge von 333 kg Lithium-Batterien je Beförderungseinheit auch in weiterer Zukunft bei weitem nicht erreicht wird.Abschätzung des Mengenanteils von eingebauten, nicht wiederaufladbaren Lithium-Metall-Batterien (Knopfzellen) in gesammelten Elektro- und Elektronik-Altgeräten Nach Auffassung der Hersteller rechtfertigt eine geringe Menge von Knopfzellen in großer Verdünnung eine Freistellung von den Anforderungen des ADR. Lediglich 40 bis 100 g Lithium-Knopfzellen sind in den Geräten der SG 3 in einem 30m³ Container enthalten.​]]> Fri, 02 Oct 2015 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/neuordnung-der-entsorgung-von-elektro-und-elektronik-altgeraeten720 <![CDATA[Branchendialog: Neue Impulse für die Elektroindustrie]]> https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/branchendialog-neue-impulse-fuer-die-elektroindustrie <![CDATA[​Beim Branchendialog in Berlin trafen sich am 21. Mai 2015 Vertreter von ZVEI, IG Metall, Arbeitgeberverband Gesamtmetall und Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Gegenstand der Gespräche waren insbesondere die Ergebnisse einer Umfrage des Bundesministeriums, zu der es seit Anfang des Jahres über 870 Rückmeldungen gegeben hatte. Aus den Ergebnissen lassen sich drei Zukunftsherausforderungen ableiten, denen man sich gemeinsam stellen möchte: Innovation/Digitalisierung, Außenwirtschaft/Internationalisierung und Beschäftigungspolitik. Besonderes Gewicht liegt nach Auffassung aller Teilnehmer auf der Digitalisierung und der Implementierung von Industrie 4.0, der weiteren Verwirklichung der Energiewende sowie der Sicherung des Fachkräftenachwuchses. Dazu wurde eine Gemeinsame Erklärung unterzeichnet, mit der die beteiligten Partner eine stärkere Zusammenarbeit einleiten wollen, damit Deutschland insgesamt noch mehr von den Innovationen der deutschen Elektroindustrie profitieren kann. ZVEI-Präsident Michel Ziesemer brachte es auf den Punkt: "Die umfassende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist eine große Chance für den Standort Deutschland. Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, brauchen wir den Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch passende politische Rahmenbedingungen.“ Allgemein wurde nach dem Gespräch die konstruktive Atmosphäre gelobt, die ein gutes Omen für die engere Zusammenarbeit zwischen Politik, Arbeitnehmern und Arbeitgebern ist.Für den ZVEI nahmen an der Veranstaltung teil: ​Michael Ziesemer (ZVEI-Präsident)Dr. Klaus Mittelbach (Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung)Dr. Patricia Solaro (Mitglied der ZVEI-Geschäftsleitung)Stephanie Spinner-König (Spinner GmbH)Rada Rodriguez (Schneider Electric GmbH)Christof Barklage (Nexans Deutschland GmbH)Marcus Bort (EnBW - Sales & Solutions GmbH)Peter Eilers (Bilfinger Efficiency GmbH)Dr. Peter Heuell (Landis+Gyr GmbH)Jan Ijspeert (BAE Batterien GmbH)Volker Keddig (FUSS-EMV Ing. Max Fuss GmbH & Co. KG)Hans-Georg Krabbe (ABB AG)Ralf Christian (Siemens AG)Udo Possin (ml&s manufactoring logistics and services GmbH)​]]> Tue, 26 May 2015 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/branchendialog-neue-impulse-fuer-die-elektroindustrie731 <![CDATA[RoHS-Richtlinie]]> https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/rohs-richtlinie <![CDATA[Ab 2006 traten für neu in Verkehr gebrachte Elektrogeräte Stoffbeschränkungen für Blei, Cadmium, Chrom (VI), Quecksilber und bromierte Flammschutzmittel in Kraft. Geregelt wurde dies in der Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS). Die überarbeitete RoHS-Richtlinie 2011/65/EU wurde Mitte 2011 veröffentlicht. Sie musste bis Januar 2013 auf nationaler Ebene umgesetzt werden.Die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU und damit einhergehende Neuerungen Mit der Veröffentlichung der novellierten RoHS-Richtlinie 2011/65/EU zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (englisch Restriction of Hazardous Substances; sogenannte RoHS-2-Richtlinie vom 8. Juni 2011) Mitte 2011 wurde die Revision auf EU-Ebene abgeschlossen. Eine wesentliche Neuerung ist die Einführung der CE-Kennzeichnung und Konformitätsbewertung. Zudem wird bis zum 22. Juli 2019 der Anwendungsbereich schrittweise auf praktisch alle Elektroprodukte ausgeweitet. Hierfür gibt es eine neue Kategorie 11. Der Anwendungsbereich ist nun eigenständig und wird sich nicht mehr auf die WEEE-Richtlinie beziehen. Andere Produktgruppen werden zeitlich gestaffelt aufgenommen: Medizingeräte und nichtindustrielle Überwachungs- und Kontrollinstrumente am 22. Juli 2014, In-vitro-Diagnostika am 22. Juli 2016 und die industriellen Überwachungs- und Kontrollinstrumente am 22. Juli 2017. Die Liste der Stoffverbote wird am 22. Juli 2019 um die vier Weichmacher DEHP, BBP, DBP und DIBP erweitert. Künftige Stoffverbote können jederzeit von den Mitgliedsstaaten über ein Dossier beantragt werden. Eine allgemeine Überprüfung der Richtlinie wird 2021 durchgeführt.Deutsche Umsetzung der RoHS-Richtlinie 2011/65/EU: ElektroStoffVerordnung Die sogenannte Verordnung zur Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung – ElektroStoffV) setzt die RoHS-Richtlinie 2011/65/EU in deutsches Recht um. Mit Inkrafttreten der ElektroStoffVerordnung gelten somit die Anforderungen der RoHS-2-Richtlinie seit dem 9. Mai 2013 auch in Deutschland.Der bisher geltende § 5 des „Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz – ElektroG)“ zur Umsetzung der RoHS-1-Richtlinie 2002/95/EG ist damit aufgehoben.Weitere Informationen zu den wichtigsten Auswirkungen der neuen ElektroStoffVerordnung sind zu finden in der gemeinsam vom BGA, DIHK, VEG und ZVEI erstellten RoHS-Informationsbroschüre „ElektroStoffVerordnung - Handlungshilfe für Industrie und Handel zur Kommunikation entlang der Lieferkette“. Die genannte Broschüre finden Sie im Downloadbereich dieser Seite.]]> Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0100 https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/rohs-richtlinie1118 <![CDATA[Europäisches Stoffrecht: Die REACH-Verordnung]]> https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/europaeisches-stoffrecht-die-reach-verordnung <![CDATA[REACH steht für Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals (Registrierung, Bewertung/Evaluierung und Zulassung/Autorisierung chemischer Stoffe). Erstmals wurde damit eine Verordnung zur grundlegenden Reform und Vereinheitlichung der europäischen Chemikalienpolitik verabschiedet.Verpflichtungen in nahezu allen Branchen und Industriebereichen Stoffe sind die Bausteine von Podukten und industriellen Tätigkeiten. Daher legt die REACH-Verordnung nicht nur der chemischen Industrie, sondern auch allen anderen Unternehmen und Branchen Verpflichtungen auf. Dabei ist es egal, ob diese Firmen auf dem ersten Blick viel oder wenig mit Stoffen und Chemikalien zu tun haben. So sind die Automobil- und Textilindustrie, der Maschinenbau davon ebenso betroffen, wie die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Auf diese Art und Weise werden durch die REACH-Verordnung nahezu alle industriellen Lieferketten in Europa einbezogen.Betroffenheit der Elektroindustrie Egal ob Bauteile-, Komponenten-, Konsumgüter- oder Investitionsgüterindustrie, die Elektroindustrie als nachgeschalteter Anwender ist von den REACH-Anforderungen direkt betroffen. Dies ergibt sich einerseits durch die technologische Breite der Elektroindustrie und andererseits durch den Einsatz der Produkte bei einer Vielzahl unterschiedlicher Abnehmerbranchen. Dadurch entstehen viele Fragen hinsichtlich der Planungs- bzw. Rechtssicherheit, der Informationsbereitstellung und -beschaffung über Chemikalien. Die Kommunikation in der Lieferkette ist dabei das zentrale Element der REACH-Verordnung. Herauszuheben sind hier die Pflichten zur Weitergabe von Informationen über Stoffe in Erzeugnissen und die Mitteilungspflichten von Stoffen in Erzeugnissen.Probleme mit REACH? Der ZVEI unterstützt! Durch die Ansprüche des Marktes und die gesetzgeberischen Aktivitäten unterliegen Inhaltsstoffe in Produkten der Elektroindustrie einer andauernden Diskussion. Der ZVEI unterstützt seine Mitglieder mit aktuellen Informationen zu stoffbezogenen Themen, gibt Unterstützung zur praktischen Anwendung und vertritt die Interessen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie als nachgeschalteter Anwender sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.]]> Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0100 https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/europaeisches-stoffrecht-die-reach-verordnung1119 <![CDATA[Produktbezogener Umweltschutz: Ökodesign-Richtlinie]]> https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/produktbezogener-umweltschutz-oekodesign-richtlinie <![CDATA[ Die Richtlinie 2005/32/EG wurde schon im Jahr 2005 veröffentlicht. Sie soll einen Rahmen schaffen, der Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte festlegt. Am 3. November 2009 wurde sie durch die Neufassung 2009/125/EG ersetzt. Beide Richtlinien sind nahezu wortgleich, jedoch wurde der ursprüngliche Geltungsbereich von „ernergiebetriebenen Produkten“ (Energy using Products, EuP) auf „energieverbrauchsrelevante Produkte“ (Energy related Products, ErP) ausgedehnt.Verbesserung der Umweltauswirkungen von Produkten Mit der Ökodesign-Richtlinie wurde ein Rahmen geschaffen, der die Integration von Umweltaspekten in die Entwicklung und das Design von Produkten fördern soll. Gleichzeitig soll damit eine Verbesserung der Umweltauswirkungen dieser Produkte erreicht werden. Spezifische Anforderungen für bestimmte Produktkategorien werden von sogenannten Durchführungsmaßnahmen („implementing measures“) festgelegt.Vorbereitungsstudien für Durchführungsmaßnahmen Durchführungsmaßnahmen können für alle energieverbrauchsrelevanten Produkte, die bestimmte Kriterien erfüllen, erlassen werden. Dies können beispielsweise TV-Geräte, Kühlgeräte oder Motoren sein. Inzwischen wurden verschiedene Maßnahmen veröffentlicht, die entweder bereits in Kraft getreten sind oder aber absehbarer Zeit in Kraft treten werden. Für viele  weitere Produktgruppen sind Durchführungsmaßnahmen in Vorbereitung (Vorstudien). Gerade hier ist eine Beteiligung von Stakeholdern möglich und sinnvoll.Deutsche Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie Das Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG), das am 25. November 2011 in Kraft getreten ist, setzt die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG in deutsches Recht um.Die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ist von den Ökodesign-Regulierungen in hohem Maß betroffen. Eine Vielzahl an Konsum- und Investitionsgütern, Komponenten und Anlagen sind nach aktuellem Stand durch entsprechende Durchführungsmaßnahmen, die auf Basis der Ökodesign-Rahmenrichtlinie 2009/125/EG entwickelt wurden, erfasst bzw. geregelt.]]> Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0100 https://www.zvei.org/en/subjects/society-environment/produktbezogener-umweltschutz-oekodesign-richtlinie1120 <![CDATA[ZVEI-Leitfaden zu "Materialdeklarationen innerhalb der Lieferkette"]]> <![CDATA[Leitfaden Materialdeklarationen innerhalb der Lieferkette. © ZVEIVor dem Hintergrund unterschiedlicher europäischer und außereuropäischer Regelungen ist ein nachhaltiges Informationsmanagement innerhalb der Wertschöpfungsketten wichtiger denn je. Vor allem die Einhaltung spezifischer chemikalienrechtlicher Anforderungen an Produkte der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie stellt die beteiligten Marktakteure vor große Herausforderungen. So sind Unternehmen in der Europäischen Union dazu verpflichtet, bestimmte Informationen innerhalb der Lieferkette weiterzugeben. Zudem sind sie gefordert, wenn es darum geht, auch in ihrer vorgelagerten Lieferkette dafür zu sorgen, dass die stoffliche Zusammensetzung von Materialien, Bauteilen und Baugruppen festgelegte Konzentrationsgrenzen nicht überschreitet. Insbesondere die Dynamik der allgemeinen europarechtlichen Anforderungen durch die REACH-Verordnung und die produktspezifischen Stoffbeschränkungen der RoHS-Richtlinie, die darauf aufbauenden unternehmensindividuellen Vorgaben sowie die global verzweigten Wertschöpfungsketten sind Gründe dafür, dass nur ein effektives Informationsmanagement innerhalb der Wertschöpfungsketten zur Einhaltung von Produktanforderungen führen kann.  Die vom ZVEI-Arbeitskreis „Stoffpolitik“ erarbeitete Broschüre will gezielt über Aspekte zu „Materialdeklarationen innerhalb der Lieferkette“ in Bezug auf den Austausch von produktspezifischen Material- und Stoffinformationen zur Sicherstellung der „Product-Compliance“ informieren. Insbesondere wird der internationale Standard IEC 62474 zur Materialdeklaration für Produkte aus der elektrotechnischen Industrie und für die elektrotechnische Industrie erläutert.  Ob die Kommunikation von produktspezifischen Material- und Stoffinformationen innerhalb der Lieferkette verbessert werden kann, entscheidet am Ende jeder einzelne Akteur in der Lieferkette selbst. Mit der nun vorliegenden Broschüre möchte der ZVEI dabei die größtmögliche Unterstützung bieten.Update 1. Dezember 2016: Mit der Veröffentlichung des ZVEI-Leitfadens zur „Materialdeklaration innerhalb der Lieferkette“ wurde von den Arbeitskreisen des ZVEI schnell erkannt, dass Beispiele als Visualisierung zum Verständnis sehr hilfreich wären. Der Bedarf wurde vom Arbeitskreis Stoffpolitik aufgenommen und umgesetzt. Die Praxisbeispiele werden bewusst nicht als „Best Practice“ bezeichnet, da die „Beste Praxis“ durch branchen-, unternehmens– und lieferantenspezifische Rahmenbedingungen definiert werden, d.h. welche Datenstruktur ist vorhanden oder üblich? Wie stark ist der Verbraucher- oder Großkunden-Informationsbedarf ausgeprägt? In den Beispielen wird ein Bauteil durch die verschiedenen Deklarationstypen aus dem Leitfaden beschrieben. Interessant ist dabei auch die Darstellung des unterschiedlichen Informationsgehaltes – unabhängig davon erfüllen alle dargestellten Dokumente die gesetzlichen Anforderungen.]]> Thu, 01 Jan 1970 01:00:00 +0100 743