Presse

25.02.2016

Chancen der Digitalisierung für die Energiewende nutzen

10/2016

Morgen berät der Bundestag in erster Lesung das „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende", welches die Einführung von „Smart Meter“ in Deutschland regelt. „Für das weitere Gelingen der Energiewende brauchen wir eine sichere Kommunikationsinfrastruktur sowie neue Tarife und Dienstleistungen“, erklärt Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, dazu.

Den Kosten für intelligente Messsysteme steht großer Nutzen gegenüber. „Das hat unter anderem die im Vorfeld des Gesetzgebungsverfahrens durchgeführte Kosten-Nutzen-Analyse des Bundeswirtschaftsministeriums belegt“, erläutert Mittelbach. „Wir müssen aber dem Kunden erklären, warum die höheren Kosten für ‚Smart Meter‘ gerechtfertigt und gut investiert sind. Wichtig ist außerdem, Vertrauen in den sicheren Umgang mit den Daten zu schaffen.“

Die intelligenten Messsysteme ermöglichen neue Tarife und schaffen eine hohe Verbrauchstransparenz für die Kunden. Sie unterstützen eine wirtschaftlich effiziente Integration der erneuerbaren Energien in das Energiesystem, indem die Anlagen sicher ansteuer- sowie regelbar gemacht werden können. Das angestrebte „Intelligente Netz“, und damit die energiewendetaugliche Infrastruktur, rücken einen Schritt näher. Auch der „Strommarkt 2.0“, der auf Flexibilität statt Kapazitätsmärkte setzt, benötigt intelligente Messsysteme.

Die Kunden können dabei auf ein umfangreiches Sicherheitskonzept der Geräte und den strikt geregelten Umgang mit den Daten vertrauen. Die im Kabinettsentwurf enthaltene Datenschutzregelung für „Smart Meter“ ist der weltweit konsequenteste Ansatz in Bezug auf Sicherheitsanforderungen für intelligente Messsysteme.

Die im Gesetz definierten Preisobergrenzen orientieren sich an dem in der Kosten-Nutzen-Analyse des Bundeswirtschaftsministeriums ermittelten individuellen Einsparpotential. Die Stromkosten erhöhen sich auf Basis dieser verbrauchsabhängigen Preisobergrenzen gerade bei kleinen Verbrauchern geringfügig. Nach den Ergebnissen der „Verteilernetzstudie“ des Bundeswirtschaftsministeriums wird die Kostenbelastung des Endkunden bereits durch eine vermiedene Kostensteigerung in den Netzen überkompensiert.
„Wir können uns keine weiteren Verzögerungen leisten, denn jetzt brauchen wir den digitalen Umbau der Energienetze für eine stabile Nutzung erneuerbarer Energien“, so Mittelbach abschließend.