Presse

26.03.2018

Deutsche Elektroexporte starten mit Höchstwert ins neue Jahr

24/2018

Im Januar 2018 sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie um 12,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 17,0 Milliarden Euro gestiegen. „Dies war der bislang höchste Januar-Wert überhaupt. Die Branchenausfuhren haben damit einen genauso guten Start in das laufende Jahr hingelegt wie Auftragseingang, Produktion und Umsatz“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Auch die Elektroimporte nach Deutschland sind im Januar mit plus 9,1 Prozent gegenüber Vorjahr kräftig auf 16,3 Milliarden Euro gestiegen. 

Das Jahr 2017 konnte sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen mit dem jeweils vierten Rekord in Folge abgeschlossen werden. So hatten die Branchenausfuhren ein Volumen von fast 200 Milliarden Euro (+9,6 % gegenüber 2016) erreicht. Die Elektroimporte kamen im vergangenen Jahr auf 182 Milliarden Euro.

Die Exporte nach Europa erhöhten sich im Januar 2018 um 12,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 10,9 Milliarden Euro. Dabei wurden in der Eurozone Exporte im Wert von 5,5 Milliarden Euro abgesetzt – ein Plus von 12,4 Prozent. Die höchsten Zuwächse wurden im Ausfuhrgeschäft mit Schweden (+25,0 % auf 497 Mio. Euro) und Polen (+19,1 % auf 791 Mio. Euro) erzielt. Überdurchschnittlich wuchsen auch die Lieferungen nach Russland (+14,6 % auf 299 Mio. Euro), Spanien (+14,5 % auf 551 Mio. Euro), Ungarn (+14,5 % auf 542 Mio. Euro) und in die Niederlande (+14,4 % auf 844 Mio. Euro). 

Die deutschen Elektroausfuhren in Drittländer legten im Januar um 11,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 6,1 Milliarden Euro zu. Besonders kräftig fiel das Wachstum im Ausfuhrgeschäft mit Australien (+168,1 % auf 218 Mio. Euro), Malaysia (+69,0 % auf 202 Mio. Euro) und Taiwan (+52,1 % auf 246 Mio. Euro) aus. „China ist inzwischen mit Abstand der größte Exportabnehmer von Erzeugnissen der deutschen Elektroindustrie“, so Dr. Gontermann. „Die Lieferungen in das Reich der Mitte wuchsen im Januar um 29,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, während die Ausfuhren in die zweitplatzierten USA nur um 3,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zulegen konnten.“