Presse

19.10.2018

Deutsche Elektroexporte wachsen um fünf Prozent

76/2018

Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie sind im August 2018 um 4,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,7 Milliarden Euro gestiegen. „Damit legten die Branchenexporte zuletzt mit dem gleichen Tempo zu wie schon in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. In den gesamten ersten acht Monaten erreichten die Auslandslieferungen ein Volumen von 136,2 Milliarden Euro. Das waren 6,4 Milliarden Euro bzw. 4,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.

Die Elektroausfuhren in die Industrieländer lagen im August mit 10,5 Milliarden Euro um 4,3 Prozent über denen im Jahr zuvor. Die höchsten Zuwächse wurden dabei mit Taiwan (+31,3 % auf 250 Mio. €), Tschechien (+19,2 % auf 830 Mio. €), Italien (+18,2 % auf 598 Mio. €), der Slowakei (10,1 % auf 202 Mio. €) und Japan (+9,2 % auf 266 Mio. €) er¬zielt. Etwas moderater, aber ebenfalls positiv entwickelten sich die Lieferungen nach Por¬tugal (+5,6 % auf 130 Mio. €), in die Schweiz (+4,3 % auf 590 Mio. €), nach Österreich (+3,6 % auf 702 Mio. €), in die USA (+3,3 % auf 1,6 Mrd. €) und nach Spanien (+0,7 % auf 462 Mio. €).

„Dagegen musste im Exportgeschäft mit Großbritannien im August ein Rückgang um 6,8 Prozent auf 747 Millionen Euro verzeichnet werden“, so Dr. Gontermann. „Es war bereits der fünfte Rückgang in diesem Jahr.“ Unter Vorjahr blieben auch die Lieferungen nach Südkorea (-8,5 % auf 230 Mio. €) und Dänemark (-8,3 % auf 206 Mio. €).

In den gesamten ersten acht Monaten nahmen die Branchenexporte in die Industrieländer um 3,8 Prozent auf 87,8 Milliarden Euro zu.

In die Schwellenländer übertrafen die Auslandslieferungen ihren Vorjahreswert im August um 5,8 Prozent und kamen auf 6,2 Milliarden Euro.

Die Exporte in das größte Abnehmerland China wuchsen um 10,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Noch kräftiger stiegen die Ausfuhren nach Rumänien (+25,9 % auf 360 Mio. €), Indien (+18,6 % auf 225 Mio. €) und Ungarn (+15,5 % auf 541 Mio.). Hohe Steigerungsraten gab es auch im Geschäft mit Polen (+9,3 % auf 836 Mio. €) und Brasilien (+6,6 % auf 118 Mio. €).

„Die Elektroexporte in die Türkei waren im August stark rückläufig“, sagte Dr. Gontermann. „Sie brachen um ein Drittel auf 195 Millionen Euro ein.“ Verluste gab es auch bei den Ausfuhren nach Mexiko (-6,3 % auf 210 Mio. €) und Russland (-1,6 % auf 344 Mio. €).

Über die ersten acht Monate 2018 kumuliert kamen die Elektroexporte in die Schwellenländer auf 48,4 Milliarden Euro. Mit plus 6,9 Prozent stiegen sie hier ebenfalls stärker als die in die Industrieländer.