Presse

06.12.2017

Deutscher Halbleitermarkt: 2017 hohes Wachstum

2018 wieder durchschnittliches Wachstum

97/2017

Der deutsche Halbleitermarkt wird in diesem Jahr um 15,3 Prozent auf fast 13 Milliarden Euro wachsen, so die Erwartung von Stephan zur Verth, Vorsitzender der Fachgruppe Halbleiter-Bauelemente im ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems. „Mit einem nahezu gleichgroßen Wachstum auf Dollarbasis von 16 Prozent legt der deutsche Halbleitermarkt im laufenden Jahr voraussichtlich etwas schwächer zu als der weltweite Halbleitermarkt mit plus 19 Prozent.“ Für 2018 rechnet zur Verth mit einem Inlands-Wachstum von vier Prozent.

In der Region Europa/Naher Osten/Afrika (EMEA) weist der Halbleitermarkt im laufenden Jahr einen Zuwachs von voraussichtlich 16 Prozent auf 38 Milliarden Dollar aus. 2018 könne dieser Halbleitermarkt um 3,5 Prozent auf gut 39 Milliarden Dollar zulegen, gibt sich zur Verth optimistisch.

Welt-Halbleitermarkt profitiert vom Wachstumstreiber Speicher

Weltweit wächst der Mikroelektronikmarkt im laufenden Jahr um fast ein Fünftel auf gut 403 Milliarden Dollar. Für 2018 rechnet zur Verth mit einer weiteren Umsatzsteigerung von fünf Prozent auf 423 Milliarden Dollar. „Ursache für das enorme Wachstum des weltweiten Halbleitermarkts im aktuellen Jahr ist die hohe Nachfrage nach Speichern. Ohne Speicher beträgt der Zuwachs sechs Prozent und liegt somit höher als die durchschnittliche Wachstumsrate", erläutert zur Verth. „Als Folge der hohen Rate im laufenden Jahr kommt das seit 2010 gemittelte jährliche Wachstum auf vier Prozent.“

Mehr Halbleiter im Automotivebereich

Der zunehmende Einbau innovativer Funktionen aus dem Highend-Segment in Fahrzeugen des Einstiegs- und Mittelsegments sorgt für ein starkes Wachstum des Halbleitereinsatzes im Automotivebereich. Diese beiden Fahrzeugklassen bilden mehr als 80 Prozent des Fahrzeug-Gesamtmarkts.

Europäischer Marktanteil stabil

Japan stellt mit einem Anteil von neun Prozent die umsatzschwächste Region des gesamten Halbleitermarkts dar. „Der Marktanteil unserer Region EMEA scheint sich bei zehn Prozent zu stabilisieren“, so zur Verth.