Presse

21.08.2019

Digitale Infrastruktur ist entscheidender Standortfaktor für Unternehmen im ländlichen Raum

- Ausbau jetzt zügig vorantreiben

51/2019

„Es ist wichtig, dass die Dringlichkeit von Digitalpolitik für den ländlichen Raum besser erkannt wird“, sagt ZVEI-Präsident Michael Ziesemer beim wirtschaftspolitischen Austausch der ZVEI-Landesstelle Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Die Potenziale der Digitalisierung müssen auch Unternehmen auf dem Land voll ausschöpfen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Selbstverständlich brauchen sie dafür eine leistungsfähige digitale Infrastruktur.“

Der ländliche Raum ist die Heimat vieler hochinnovativer mittelständischer Unternehmen aus der Elektroindustrie. Um im internationalen Wettbewerb auch in Zukunft zu bestehen, sind sie auf eine digitale Infrastruktur auf internationalem Spitzenniveau angewiesen. Positiv ist, dass sich durch die bevorstehende Vergabe lokaler 5G-Frequenzen insbesondere für Unternehmen große Chancen bieten. „Mit lokalen Campusnetzen können wir verloren gegangenes Terrain wiedergutmachen und unseren Teil zum Ausbau digitaler Infrastruktur beitragen. „5G an jeder Milchkanne“ kann dann später kommen. Von der Politik brauchen wir dennoch stärkeres Engagement – vor allem bei Breitbandförderprogrammen von Bund und Ländern, die auf die unterversorgten Gebiete zielen“, so Ziesemer weiter.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff versichert beim wirtschaftspolitischen Austausch mit dem ZVEI, die Politik habe verstanden: „Nur mit einer angemessenen Breitbandversorgung lässt sich ein lebenswerter Wohn-, Wirtschafts- und Kulturraum sichern und gestalten. Das gilt auch für den ländlichen Raum. Der Ausbau der Versorgung mit schnellem Internet steht daher ganz oben auf der Agenda der Landesregierung.“

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und für die neuen Bundesländer, ergänzt: „Der ländliche Raum bietet insgesamt hervorragende Lebensbedingungen. Wir alle sehen aber auch, dass wir beim schnellen Internet noch nicht mit den Ballungsräumen mithalten. Dabei bietet die Digitalisierung gerade auf dem Land große Chancen. Themen wie Mobilität, Gesundheit oder Bildung können einen enormen Schub erfahren, wenn wir alles klug miteinander vernetzen. Der Aufbau der digitalen Infrastruktur ist dafür die erste Voraussetzung, hier hat die Bundesregierung zuletzt wichtige Weichen gestellt, damit wir die Lücken schneller und besser schließen. Bei der Vernetzung sind dann neben Politik und Verwaltung auch Verbände und Unternehmen mit ihren Lösungen gefragt. Wenn uns all das gelingt, hat der ländliche Raum alle Chancen.“