Presse

20.10.2016

Elektroexporte holen vorherige Verluste auf

82/2016

Frankfurt am Main – Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie sind im August 2016 um 12,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 14,3 Milliarden Euro gestiegen. „Damit konnten auch hier die schwachen Juli-Daten mehr als kompensiert werden“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Geholfen haben dabei freilich auch zwei zusätzliche Arbeitstage.“

Im gesamten Zeitraum von Januar bis August 2016 erhöhten sich die heimischen Elektroexporte um 3,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 117,0 Milliarden Euro. Damit sind sie nach langer Zeit wieder stärker gewachsen als die Elektroimporte nach Deutschland. Letztere nahmen im August um 7,5 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro zu und in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 3,3 Prozent auf 106,5 Milliarden Euro.

Die Ausfuhren der deutschen Elektroindustrie in die Industrieländer (nach IWF-Abgrenzung) waren im August mit 9,2 Milliarden Euro um 11,8 Prozent höher als vor einem Jahr.

Im Exportgeschäft mit dem Euroraum gab es ein Plus von 9,3 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro. Die Ausfuhren nach Frankreich nahmen hier um 11,8 Prozent auf 864 Millionen Euro zu, in die Niederlande um 16,7 Prozent auf 684 Millionen Euro und nach Italien um 6,9 Prozent auf 476 Millionen Euro. Die Exporte nach Spanien waren dagegen leicht rückläufig (-0,3 % auf 384 Mio. €).

Die Elektroausfuhren in die USA sind im August um 4,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 1,4 Milliarden Euro gewachsen und die nach Großbritannien sogar um 15,6 Prozent auf 866 Millionen Euro.

Zwischen Januar und August 2016 summierten sich die Branchenausfuhren in die Industrieländer auf 76,9 Milliarden Euro und übertrafen damit ihr Vorjahresniveau um 4,0 Prozent.

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie in die Gruppe der Schwellenländer zogen im August dieses Jahres um 12,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 5,1 Milliarden Euro an.

Die Ausfuhren nach China wuchsen um 21,6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. „Zweistellige Wachstumsraten waren hier zuletzt eher selten geworden“, so Dr. Gontermann. Hohe Steigerungsraten gab es im August zudem u.a. im Exportgeschäft mit Ungarn (+23,2 % auf 440 Mio. €), der Türkei (+25,2 % auf 320 Mio. €), Rumänien (+27,3 % auf 265 Mio. €) und Brasilien (+44,1 % auf 135 Mio. €). Auch die Branchenausfuhren nach Russland legten zu – um 13,5 Prozent auf 264 Millionen Euro. Es war der höchste Anstieg seit Februar 2013.

In den gesamten ersten acht Monaten 2016 beliefen sich die Elektroexporte in die Schwellenländer auf 40,1 Milliarden Euro. Mit plus 2,6 Prozent stiegen sie langsamer als die Ausfuhren in die Industrieländer.