Presse

23.03.2017

Elektroexporte mit gutem Jahresstart - Zuwächse mit USA und Großbritannien, Rückgang mit der Türkei

22/2017

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie sind zu Beginn dieses Jahres zweistellig gewachsen. „Insgesamt legten sie im Januar um 12,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 15,1 Milliarden Euro zu“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Im zurückliegenden Jahr 2016 waren die Branchenausfuhren um 4,4 Prozent gestiegen und hatten ein neues Allzeithoch von 182,1 Milliarden Euro erreicht.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland erhöhten sich im Januar 2017 um 14,9 Prozent gegenüber Vorjahr. Sie kamen ebenfalls auf 15,1 Milliarden Euro. „Damit war die Elektro-Außenhandelsbilanz im Januar ausgeglichen“, so Dr. Gontermann.

2016 hatten die Einfuhren mit 166,2 Milliarden Euro (+3,4 %) ebenfalls einen neuen Rekordwert verbucht.

Die Elektroausfuhren in die Industrieländer (nach IWF-Abgrenzung) kletterten im Januar 2017 um 11,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 9,9 Milliarden Euro. Besonders kräftig legten die Lieferungen nach Taiwan (+46,9 % auf 162 Mio. €) und Südkorea (+44,9 % auf 235 Mio. €) zu. Überdurchschnittliche Steigerungen der Branchenexporte gab es auch nach Dänemark (+27,2 % auf 208 Mio. €), Tschechien (+24,4 % auf 658 Mio. €), Portugal (+22,5 % auf 120 Mio. €), Italien (+16,4 % auf 713 Mio. €) und in die USA (+16,3 % auf 1,3 Mrd. €). Ebenfalls zweistellig erhöhten sich die Elektroexporte nach Spanien (+15,4 % auf 482 Mio. €), Japan (+13,8 % auf 273 Mio. €) und Frankreich (+12,6 % auf 1,0 Mrd. €).

Die Branchenausfuhren nach Österreich nahmen um 5,5 Prozent auf 622 Millionen Euro und die in die Schweiz um 4,9 Prozent auf 528 Millionen Euro zu. Auch im Exportgeschäft mit Großbritannien gab es im Januar weiter ein Plus – von 3,0 Prozent auf 809 Millionen Euro.

In die Gruppe der Schwellenländer hat die deutsche Elektroindustrie im Januar 2017 Exporte von 5,2 Milliarden Euro – und damit 15,0 Prozent mehr als vor einem Jahr – geliefert.

Die größte Dynamik entwickelten dabei die Ausfuhren in die Vereinigten Arabischen Emirate (+54,8 % auf 205 Mio. €), nach Russland (+48,8 % auf 261 Mio. €), Mexiko (+47,5 % auf 178 Mio. €) und Brasilien (+44,8 % auf 93 Mio. €). Nach Indien (+31,6 % auf 171 Mio. €), Ungarn (+27,4 % auf 474 Mio. €), China (+14,2 % auf 1,3 Mrd. €) und Rumänien (+13,0 % auf 249 Mio. €) erhöhten sich die Lieferungen ebenfalls kräftig.

Deutliche Rückgänge verzeichneten dagegen die Elektroexporte nach Indonesien (-27,9 % auf 23 Mio. €) und in die Philippinen (-16,3 % auf 46 Mio. €). „Und bei den Branchenausfuhren in die Türkei war im Januar ein Rückgang um 18,8 Prozent auf 240 Millionen Euro zu verzeichnen“, sagte Dr. Gontermann.