Presse

25.07.2017

Elektroexporte mit zweistelligem Plus

55/2017

Nach einem etwas schwächeren Zuwachs im April dieses Jahres haben die deutschen Elektroexporte im Mai wieder kräftig zugelegt. Über alle Fachbereiche hinweg nahmen sie gegenüber dem Main im Vorjahr um 14,9 Prozent auf 16,0 Milliarden Euro zu. „Dies war der bislang höchste Mai-Wert überhaupt“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „In den ersten fünf Monaten zusammengenommen wuchsen die Exporte um 10,8 Prozent auf 80,2 Milliarden Euro.“

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland erhöhten sich auch im Mai schneller als die Exporte. Mit 14,7 Milliarden Euro lagen sie um 20,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Kumuliert von Januar bis Mai zogen sie um 11,7 Prozent auf 73,7 Milliarden Euro an.

Die deutschen Elektroausfuhren in die Eurozone sind im Mai um 10,5 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen. Besonders hohe Zuwächse gab es bei den Lieferungen nach Litauen (+141,7 % auf 53 Mio. €), Lettland (+47,0 % auf 18 Mio. €), Österreich (+24,2 % auf 698 Mio. €) und Spanien (+18,9 % auf 562 Mio. €).

Ebenfalls deutlich zu nahmen die Exporte nach Portugal (+10,8 % auf 126 Mio. €), Slowenien (+8,9 % auf 61 Mio. €), Finnland (+8,6 % auf 142 Mio. €), die Niederlande (+8,3 % auf 733 Mio. €) und Estland (+7,8 % auf 27 Mio. €). Geringere Zuwächse gab es dagegen im Geschäft mit Belgien (+6,9 % auf 358 Mio. €), Frankreich (+5,6 % auf 947 Mio. €), Italien (+4,7 % auf 718 Mio. €).

Von Januar bis Mai 2017 übertrafen die Elektroexporte in den Euroraum ihren Vorjahreswert mit 25,5 Milliarden Euro um 8,1 Prozent.
Die Branchenexporte in die Länder außerhalb der Eurozone haben sich im Mai 2017 um 16,9 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro erhöht.

Die höchsten Zuwachsraten gab es hier bei den Exporten nach Russland (+60,8 % auf 321 Mio. €), China (+39,6 % auf 1,7 Mrd. €) und Südkorea (+38,9 % auf 260 Mio. €). Auch die Ausfuhren nach Indien (27,2 % auf 214 Mio. €), Großbritannien (+24,3 % auf 845 Mio. €), Ungarn (+22,2 % auf 493 Mio. €), in die USA (+21,2 % auf 1,5 Mrd. €) und nach Japan (+19,8 % auf 234 Mio. €) nahmen überdurchschnittlich zu. Ebenfalls mehr Elektroexporte gingen nach Polen (+14,3 % auf 662 Mio. €) und in die Schweiz (+13,5 % auf 567 Mio. €).

In die Türkei gingen die Exporte um 10,8 Prozent auf 268 Millionen Euro zurück.

In den gesamten ersten fünf Monaten wuchsen die Ausfuhren in Drittländer um 12,0 Prozent auf 54,7 Milliarden Euro..