Presse

22.11.2019

Elektroexporte schaffen moderates Wachstum

77/2019

  • Lieferungen nach China ziehen zuletzt wieder zweistellig an

Nach der Stagnation im Vormonat konnten die deutschen Elektroexporte im September 2019 um 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 18,2 Milliarden Euro zulegen. In den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres erreichten die aggregierten Branchenausfuhren ein Volumen von 160,4 Milliarden Euro – ein Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. „Damit bleiben die Exporte praktisch die einzige Größe, die sich in den ersten drei Quartalen positiv entwickelt hat. Auftragseingänge, Produktion und Umsatz gaben dagegen allesamt nach“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland sind im September etwas schwächer gestiegen als die Exporte. Sie nahmen um 1,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,4 Milliarden Euro zu. Zwischen Januar und September summierten sie sich auf 144,6 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs um 3,3 Prozent.

Die Elektroexporte in die Eurozone gingen im September 2019 um 2,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 5,6 Milliarden Euro zurück. Die höchsten Zuwächse gab es im Geschäft mit den kleineren Ländern Estland (+ 22,3% auf 34 Mio. €), Portugal (+ 18,0% auf 186 Mio. €), Finnland (+ 16,9% auf 179 Mio. €), Litauen (+ 13,4% auf 44 Mio. €) und Belgien (+ 8,0% auf 427 Mio. €). Auch nach Spanien (+ 4,5% auf 581 Mio. €), Slowenien (+ 4,5% auf 80 Mio. €) und in die Slowakei (+ 3,0% auf 212 Mio. €) nahmen die Lieferungen zu. Die Ausfuhren in die Niederlande (- 1,4% auf 893 Mio. €), nach Italien (- 2,0% auf 848 Mio. €), Frankreich (- 2,8% auf 1,2 Mrd. €) und Österreich (- 3,7% auf 765 Mio. €) gingen im September dagegen zurück. Jene nach Lettland (- 11,2% auf 20 Mio. €), Griechenland (- 21,7% auf 67 Mio. €) und Irland (- 54,9% auf 106 Mio. €) verzeichneten zweistellige Einbußen. In den gesamten ersten drei Quartalen 2019 legten die Elektroexporte in die Eurozone um 3,7 Prozent gegenüber Vorjahr auf 51,4 Milliarden Euro zu.

Die Elektroexporte in Länder außerhalb des Euroraums erhöhten sich im September 2019 um 3,9 Prozent auf 12,6 Milliarden Euro. Dynamisch zogen hier die Lieferungen in die Türkei (+ 37,9% auf 250 Mio. €), nach Mexiko (+ 22,0% auf 241 Mio. €) und Russland (+ 20,2% auf 410 Mio. €) an. Ebenfalls im Plus waren die Exporte nach Südkorea (+ 10,2% auf 253 Mio. €), Ungarn (+ 9,3% auf 591 Mio. €), in die USA (+ 8,4% auf 1,6 Mrd. €) und nach Rumänien (+ 8,2% auf 351 Mio. €). Die Ausfuhren nach China erhöhten sich im September um 12,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. „Damit sind die Branchenlieferungen in das Reich der Mitte zum ersten Mal seit Oktober letzten Jahres wieder zweistellig gewachsen“, so Dr. Gontermann. Die Ausfuhren in die Schweiz legten um 6,4% auf 604 Millionen Euro zu, nach Japan um 4,8% auf 263 Millionen Euro und nach Dänemark um 4,1% auf 242 Millionen Euro. Rückgänge gab es im Geschäft mit Großbritannien (- 13,0% auf 780 Mio. €), Schweden (- 12,3% auf 419 Mio. €), Tschechien (- 8,5% auf 912 Mio. €) und Polen (- 0,7% auf 911 Mio. €). Zwischen Januar und September 2019 nahmen die Exporte in Drittländer um 3,0 Prozent auf 109,0 Milliarden Euro zu.