Presse

24.10.2017

Elektroexporte wachsen weiter zweistellig

80/2017

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie legten im August 2017 um 10,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 15,9 Milliarden Euro zu. „Dies war der mit Abstand höchste Ausfuhrwert, der jemals in einem August erzielt wurde“, sagt Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. Im Gesamtzeitraum von Januar bis August dieses Jahres stiegen die Elektroexporte im Vorjahresvergleich um 10,7 Prozent auf 129,8 Milliarden Euro.

Auch die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nahmen im August zu. Sie stiegen um 10,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 14,1 Milliarden Euro. In den ersten acht Monaten dieses Jahres erhöhten sie sich um 11,3 Prozent auf 117,9 Milliarden Euro.

Die Elektroausfuhren in die Industrieländer lagen im August mit 10,0 Milliarden Euro um 7,9 Prozent höher als vor einem Jahr. Zwischen Januar und August legten sie um 9,7 Prozent auf 85,3 Milliarden Euro zu.

Die höchsten Zuwächse wurden im August mit Spanien (+19,7 % auf 459 Mio. €), Tschechien (+18,1 % auf 696 Mio. €), Portugal (+17,4 % auf 123 Mio. €), den Niederlanden (+16,3 % auf 795 Mio. €), Südkorea (+14,1 % auf 251 Mio. €), den USA (+12,2% auf 1,5 Mrd. €) und Belgien (+11,6 % auf 366 Mio. €) erzielt. Kaum verhaltener entwickelten sich die Lieferungen nach Frankreich (+7,5 % auf 929 Mio. €), Italien (+6,4 % auf 506 Mio. €) und Österreich (+5,8 % auf 677 Mio. €).

„Im Ausfuhrgeschäft mit Großbritannien mussten die deutschen Elektroexporteure im August mit minus acht Prozent auf 801 Millionen Euro jetzt dagegen den zweiten monatlichen Rückgang in Folge hinnehmen“, so Dr. Gontermann. Unter Vorjahr blieben auch die Exporte nach Japan (-5,5 % auf 244 Mio. €), Schweden (-3,7 % auf 395 Mio. €) und in die Slowakei (-2,4 % auf 183 Mio. €).

Die Exporte in die Gruppe der Schwellenländer zogen im August um 13,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 5,9 Milliarden Euro an. Zwischen Januar und August 2017 beliefen sie sich auf insgesamt 44,5 Milliarden Euro. Mit einem Plus von 12,5 Prozent stiegen die Exporte in Schwellenländer in den ersten acht Monaten dieses Jahres stärker als die Ausfuhren in die Industrieländer.

Die Ausfuhren nach China – dem nach wie vor größten Abnehmerland − wuchsen im August dieses Jahres um 16,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Noch kräftiger stiegen die Ausfuhren nach Mexiko (+38,7 % gegenüber Vorjahr auf 224 Mio. €), Russland (+32,4 % auf 349 Mio. €), Polen (+24,9 % auf 765 Mio. €) und Malaysia (+16,5 % auf 168 Mio. €). Hohe Steigerungsraten gab es zudem im Geschäft mit Vietnam (+13,7 % auf 45 Mio. €), Indien (+11,5 % auf 190 Mio. €) und Indonesien (+10,3 % auf 45 Mio. €).

Schwächere Ausfuhren als im Vorjahr zeigten sich im August dagegen mit Brasilien (-18,1 % auf 110 Mio. €), der Türkei (-7,7 % auf 295 Mio. €), Saudi-Arabien (-2,8 % auf 75 Mio. €) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (-0,7 % auf 114 Mio. €).