Presse

01.09.2017

Elektroindustrie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zieht positive Zwischenbilanz

64/2017

- Verbesserte Auslandsnachfrage steigert Auslastung

- Fachkräftemangel verlangsamt Wachstum

Die 575 Betriebe der Elektroindustrie in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erzielten im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von 6,9 Milliarden Euro. Dies war ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während der Umsatz im Bereich der Elektronikhersteller stagnierte, legten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um acht Prozent zu. Der Auslandsumsatz wuchs um vier Prozent.  

Ute Poerschke, Vorsitzende der ZVEI-Landesstelle, spricht von einer insgesamt guten Auftragslage der Branche. Mit 88 Prozent erreichte die Kapazitätsauslastung derzeit den höchsten Stand seit sechs Jahren. Die Zahl der Beschäftigten lag mit 65.800 im Juni knapp über dem Vorjahresniveau.

„Viele Elektroindustriefirmen könnten schneller wachsen, wenn es keinen Fachkräftemangel gäbe“, fasst Poerschke die Situation zusammen. „Auf 100 offene Stellen für Elektrofacharbeiter kommen weniger als 40 Arbeitssuchende mit der erforderlichen Qualifikation. Deshalb dürfen wir die Investitionen in den Bildungsbereich keineswegs vernachlässigen – trotz der guten Ergebnisse von Sachsen und Thüringen im diesjährigen Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.“ So mahnt Poerschke vor allem einen starken Unterricht in den MINT-Fächern und regelmäßige, techniknahe Fortbildungen der Lehrer an.