Presse

09.11.2017

Elektroindustrie setzt Wachstumskurs zuletzt moderater fort

84/2017

Der September 2017 brachte der deutschen Elektroindustrie im Vergleich zum Vorjahresmonat insgesamt 8,6 Prozent mehr Bestellungen. Die Inlandsaufträge stiegen um 6,8 Prozent, die Auslandsaufträge um 9,9 Prozent. In den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres belief sich das Auftragsplus auf 10,2 Prozent gegenüber Vorjahr. Hier waren die Impulse aus dem In- und Ausland mit 9,4 respektive 10,8 Prozent ähnlich stark. 

Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektroindustrie hat im September indessen nur um 1,2 Prozent gegenüber Vorjahr zugelegt. „Der Anstieg war spürbar geringerer als im Durchschnitt der acht Monate davor“, sagt Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. Von Januar bis September wuchs der Branchenoutput damit um 4,4 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Zwar haben die Elektrounternehmen ihre Produktionspläne im Oktober unterm Strich gesenkt. Allerdings wollen 17 Prozent der Firmen ihren Output in den nächsten drei Monaten weiter steigern und nur fünf Prozent senken. Der Rest plant mit einem gleichbleibenden Produktionsniveau.

Der nominale Umsatz der heimischen Elektrobranche nahm auch im September dieses Jahres zu. Mit 16,9 Milliarden Euro lag er um 2,4 Prozent höher als im Jahr zuvor. Wie bei der Produktion fiel der Zuwachs auch hier deutlich niedriger aus als im Schnitt der ersten acht Monate. Der Inlandsumsatz stieg im September um 2,9 Prozent auf 8,1 Milliarden Euro, der Auslandsumsatz um 2,1 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro. Im Gesamtzeitraum der ersten neun Monate dieses Jahres kamen die Branchenerlöse auf 140,5 Milliarden Euro, womit sie ihren entsprechenden Vorjahreswert um 6,9 Prozent übertrafen. Der Inlandsumsatz lag bei 66,8 Milliarden Euro (+4,6 %) und der Auslandsumsatz bei 73,7 Milliarden Euro (+8,9 %).

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat sich im Oktober auf nach wie vor hohem Level kaum gegenüber dem Vormonat verändert. „Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel zwar etwas ungünstiger aus als im September, gleichzeitig zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen aber an“, so Dr. Gontermann.