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08.07.2016

Elektromobilität: Heimische Elektroinstallation unzureichend

49/2016

Der überwiegende Teil der Elektroinstallationen in deutschen Wohngebäuden ist für das Laden von Elektroauto-Batterien nicht geeignet, sondern es besteht die Gefahr einer Überlastung. Durch steigenden Absatz von Elektrofahrzeugen aufgrund der aktuell gestarteten Kaufförderung, könnte hier ein Problem entstehen. Darauf weist der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie hin. Der ZVEI fordert, Fördermaßnahmen für die Ladeinfrastruktur auf eine Modernisierung der Elektroinstallation in Wohngebäuden auszuweiten. Dazu könne der Ausbau der privaten Ladestationen in KfW-Förderprogramme einbezogen werden.

Nach der Studie „Zustandserhebung elektrischer Anlagen für Gebäude“ im Auftrag des ZVEI sind vor allem Häuser, die zwischen 1950 und 1980 gebaut wurden, nicht mit der in einer DIN-Norm empfohlenen Mindestausstattung ausgerüstet. Viele davon sind für die Zusatzbelastung des häuslichen Stromnetzes durch das Laden der Batterie eines Elektroautos nicht geeignet. Sie stellen jedoch den größten Teil des derzeitigen Wohnbestandes dar.

Grundsätzlich können Elektrofahrzeuge an der normalen Steckdose geladen werden; dabei fließen bis zu 13 Ampère Strom und es dauert lange. Ob das Stromnetz zu Hause für derartige Zusatzbelastung über mehrere Stunden ausreichend ausgestattet ist, sollte von einem Fachmann geprüft werden. Für schnelleres Laden wird eine sogenannte Wallbox mit speziellem Stecker benötigt. Bei diesem 400-Volt-Anschluss fließen bis zu 32 Ampère.