Presse

14.02.2018

Export von Lithium-Ionen-Batterien im Aufwärtstrend

10/2018

„Der Export von in Deutschland konfektionierten Lithium-Ionen-Batterien befindet sich auf stetigem Wachstumskurs“, sagte Otmar Frey, Geschäftsführer des Fachverbands Batterien im ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, heute anlässlich eines Pressegesprächs zum Thema „Batteriestandort Deutschland“.

Zwischen 2011 und 2016 hat sich die Ausfuhr von Lithium-Ionen-Batterien etwa verdreifacht, von 0,2 auf über 0,5 Milliarden Euro. Grund dafür ist, dass Lithium-Ionen-Batterien sowohl in der Elektromobilität als auch im stationären Bereich weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnen. Treiber sind vor allem die von der Politik formulierten Klimaziele. Sie werden in den kommenden Jahren unter anderem zu einer Elektrifizierung der Mobilität und dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien führen.

Lithium-Ionen-Zellen werden als „Rohstoff“ aus Asien importiert und in Deutschland mit den Managementsystemen, der Leistungselektronik sowie den Gehäusen zu fertigen Batterien konfektioniert. Die deutsche Batterieindustrie verfügt über das Know-how, um aus Lithium-Ionen-Zellen gebrauchsfertige Batterien herzustellen, die sich beispielsweise für Hybrid- oder Elektrofahrzeuge, tragbare Werkzeuge oder Heimspeicher für Photovoltaik-Anlagen eignen.

Der deutsche Batteriemarkt wuchs zwischen 2011 und 2016 um über eine Milliarde Euro, von 1,7 auf 2,8 Milliarden Euro, was einer Steigerung von fast 64 Prozent entspricht. Der Markt für Bleibatterien ist mit 1,1 Milliarden Euro um mehr als 20 Prozent gewachsen. Fast drei Viertel des Wachstums sind aber auf die hohen Importzahlen von Lithium-Ionen-Zellen zurückzuführen. Seit 2011 hat sich die Einfuhr von Lithium-Ionen-Zellen vervierfacht.