Press

19.09.2016

Steuerliche Forschungsförderung schnell umsetzen - ZVEI unterstützt Forderung des Bündnisses „Zukunft der Industrie“

72/2016

Frankfurt - Der ZVEI unterstützt die Zielsetzung des Bündnis „Zukunft der Industrie“, eine höhere Forschungsdynamik bei kleinen und mittleren Unternehmen bis 500 Beschäftigte durch eine steuerliche Forschungsförderung freizusetzen. „Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Innovationsausgaben der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland sind seit Jahren rückläufig und im europäischen Vergleich zu niedrig“, erklärt Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Gerade die schnell voranschreitende Digitalisierung mache es erforderlich, dass kleine und mittlere Unternehmen ihre Innovationsausgaben wieder erhöhen können. Deutschland ist mit Schweden, Estland und Bulgarien eines der wenigen Länder der Europäischen Union ohne eine steuerliche Forschungsförderung.

 

Die Begrenzung auf Unternehmen bis 500 Beschäftigte könne allerdings nur ein Zwischenschritt sein. Viele forschende Industrieunternehmen sind den gängigen Größenabgrenzungen entwachsen. „Insofern kann die im Bündnis Zukunft der Industrie erzielte Einigung nur ein erster Schritt sein, zumal die ökonomische Wirkung am höchsten ist, wenn sie allen Unternehmen – unabhängig von Branche oder Größe – zugutekommt“, so Dr. Mittelbach weiter. „Jeder Euro, der für Forschung und Entwicklung eingesetzt wird, ist volkswirtschaftlich gleich gut.“