Presse

24.02.2016

USA wieder größter Absatzmarkt für deutsche Elektroexporte

9/2016

Frankfurt am Main – Das USA-Geschäft der deutschen Elektroindustrie hat sich 2015 dynamisch entwickelt. Die Exporte legten im Jahr 2015 um 16,4 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro zu. Damit sind die Vereinigten Staaten wieder der größte ausländische Absatzmarkt für die Branche, China rutschte auf Platz zwei ab. Insgesamt legten die deutschen Ausfuhren im gleichen Zeitraum um 6,7 Prozent auf 174,1 Milliarden Euro zu. Auch die Importe aus den USA wuchsen kräftig um 16,6 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Das Land ist nach China der zweitwichtigste Lieferant für den deutschen Markt. „Die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern entwickeln sich schwungvoll“, sagt Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Die Elektroindustrie konnte ihre Exporte in die Vereinigten Staaten seit dem Krisenjahr 2009 um rund 80 Prozent steigern.“

Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ist überzeugt, dass die guten Handelsbeziehungen beider Länder durch die transatlantische Handelspartnerschaft TTIP weiter ausgebaut werden können. Voraussetzung ist, dass noch bestehende tarifäre und nicht-tarifäre Handelshemmnisse beseitigt werden. Für die deutsche Elektroindustrie ist insbesondere wichtig, dass bestehende Marktzugangshindernisse abgebaut werden. „Die Marktzulassung in den USA ist reformbedürftig – TTIP muss gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen für alle Marktteilnehmer schaffen“, erklärt Dr. Mittelbach. „Statt einer voreiligen Anerkennung der momentan unterschiedlichen Standards ist eine Harmonisierung der bestehenden technischen Vorschriften anzustreben.“

Für Europa ist TTIP eine große Chance. Der ZVEI erwartet, dass von dem Freihandelsabkommen zusätzliche Impulse für Wachstum und Investitionen ausgehen können. Eine gemeinsame Studie mit der Helaba zeigt, dass bisherige Abkommen sich regelmäßig positiv auf die Exporte der Elektroindustrie ausgewirkt haben. „TTIP kann nicht nur Europas Wirtschaft stärken“, so Dr. Mittelbach. „Mit den USA verbinden uns enge historische, politische und kulturelle Verbindungen. Ein gut verhandeltes, partnerschaftliches Freihandelsabkommen könnte den transatlantischen Beziehungen insgesamt zusätzlichen Schwung verleihen.“