Presse

13.05.2016

ZVEI begrüßt Antrag auf steuerliche Förderung von Innovationsleistungen für Mittelstand

35/2016

Frankfurt am Main – Der Bundesrat berät heute über einen Antrag der Länder Bayern und Niedersachsen, mit dem sie sich für die Einführung einer steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung für den Mittelstand in Deutschland einsetzen. Ziel der Initiative ist, die Attraktivität des Standorts Deutschland zu steigern. „Der ZVEI begrüßt die Entschließung der beiden Länder, die Innovationsleistungen mittelständischer Unternehmen steuerlich zu fördern. Wir stimmen darin überein, dass mit Blick auf den internationalen Standortwettbewerb eine innovationsfreundliche Steuergesetzgebung dringend geboten ist“, so Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Insbesondere die schnell voranschreitende Digitalisierung mache es erforderlich, dass kleine und mittlere Unternehmen ihre Innovationsausgaben wieder erhöhen können. „Hier beobachten wir über die vergangenen Jahre einen Abwärtstrend, der dringend gestoppt werden muss“, erklärt Dr. Mittelbach.

Bislang fehlt es am deutschen Standort nicht nur an struktureller Förderung. Die Unternehmen werden aktuell von eine Reihe innovationsfeindlicher Regelungen, wie beispielsweise der Besteuerung von Funktionsverlagerungen, in ihren Aktivitäten für Forschung, Entwicklung und Innovation eingeschränkt. Daher ist der Antrag für die sogenannte „Forschungsprämie“ aus Sicht des ZVEI ein wichtiger Meilenstein zur Steigerung der Investitions- und Innovationskraft des deutschen Industriestandortes. „Größtmögliche Effekte entfaltet eine steuerliche Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation jedoch erst dann, wenn sie allen Unternehmen – kleinen, mittleren und großen – gleichermaßen zugänglich ist“, betont Dr. Mittelbach.

Innovationsaufwendungen im Jahr 2015

Die Innovationsaufwendungen der deutschen Elektroindustrie betrugen 2015 insgesamt 17,6 Milliarden Euro, davon 15,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung (F&E). Die Investitionen beliefen sich auf 6,4 Milliarden Euro, das entspricht einem Zugewinn von 700 Millionen Euro zum Vorjahr. Hinzu kamen noch 2 Milliarden Euro Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung. Die Elektroindustrie nimmt hiermit eine Sonderstellung innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes ein: Die Branche kommt für ein Viertel aller F&E-Aufwendungen des Verarbeitenden Gewerbes auf.