Presse

19.04.2016

ZVEI unterstützt EU-Initiative für Digitalisierung der europäischen Industrie

25/2016

Frankfurt am Main – „Für mehr Digitalisierung und Industrie 4.0 in Europa brauchen die Unternehmen schnell passende und einheitliche Rahmenbedingungen“, sagt Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Mit dem neuen EU-Maßnahmenpaket stellt die Europäische Kommission die richtigen Weichen: Die digitale Transformation wird zentraler Baustein europäischer Industriepolitik“, so Dr. Mittelbach weiter. Bei der Umsetzung der Maßnahmen dürfe nun keine Zeit verloren gehen. Europa müsse schnell Chancengleichheit für seine stark mittelständisch geprägte Industrie gegenüber der amerikanischen Internetbranche herstellen.

Als positiv bewertet der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, dass die Europäische Kommission mit ihrem Maßnahmenpaket „Digitalisierung der europäischen Industrie“ die Zusammenarbeit der wichtigsten Akteure untereinander stärken will. „Ein einheitliches digitales Europa schaffen wir nur gemeinsam“, so Dr. Mittelbach. Wichtig sei dabei, dass auf bereits geschaffene Grundlagen wie dem Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0 (RAMI 4.0) und der Industrie 4.0-Komponente aufgesetzt werde.

Nachbesserungsbedarf sieht der ZVEI im Bereich Cybersicherheit. „Unternehmen brauchen Sicherheit, um innerhalb von Wertschöpfungsnetzwerken international und unternehmensübergreifend zu kooperieren“, so Dr. Mittelbach. „Die EU-Maßnahmen reichen nicht aus und sind an die realen Bedürfnisse der Industrie anzupassen.“ Dafür gelte es, europäische Security-Technologien und Anbieter zu stärken.

Nachjustieren müsse die EU-Kommission auch bei den Finanzierungsvorgaben im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizon 2020. „Zusätzliche 500 Millionen Euro für Innovationscluster in den nächsten fünf Jahren aus Horizon-2020-Töpfen unterstreicht die Entschlossenheit des Maßnahmenpakets. Die Gelder müssen aber effektiv und transparent eingesetzt werden“, fordert Dr. Mittelbach.