ZVEI-Konjunkturbarometer Mai 2018 - Interaktiv V2

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Auftragseingang

Änderung gegen Vorjahr in %

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Quelle: Destatis und ZVEI-eigene Berechnungen

Auftragseingänge im März mit erstem Rückgang seit November 2016

Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie haben ihren Vorjahreswert im März 2018 um 5,7% verfehlt. Die Inlandsbestellungen gingen um 9,0% und die Auslandsbestellungen um 2,8% zurück (Eurozone: -7,5%, Nicht-Eurozone: +0,3%). Der Bestellrückgang im März war der erste seit November 2016, dabei schlugen auch zwei Arbeitstage weniger als im Vorjahr zu Buche.

Im gesamten ersten Quartal d.J. legten die Auftragseingänge damit um 3,0% gegenüber Vorjahr zu. Hier gaben die Inlandsaufträge um 0,9% nach, wohingegen die Auslandsaufträge um 6,4% stiegen. Die Bestellungen von Kunden aus dem Euroraum erhöhten sich kaum (+0,8%). Die Aufträge von Kunden aus Drittländern lagen aber um 10,0% höher als vor einem Jahr.

Produktion sinkt im März ebenfalls. Auftragsreichweite aber sehr hoch

Die (preisbereinigte) Produktion der heimischen Elektroindustrie war im März ebenfalls rückläufig. Sie lag um 3,4% niedriger als im Vorjahr. Im aussagekräftigeren kumulierten Zeitraum von Januar bis März dieses Jahres ist der aggregierte Branchenoutput dagegen um 2,7% gegenüber Vorjahr gestiegen.

Die Kapazitätsauslastung in der Branche hat sich zu Beginn des zweiten Quartals 2018 leicht um 0,3%-Punkte auf jetzt 87,8% der betriebsüblichen Vollauslastung verringert. Gleichzeitig stieg aber die Reichweite der Auftragsbestände deutlich von 3,2 auf beachtliche 4,1 Produktionsmonate.

Ihre Produktionspläne haben die Elektrounternehmen im April 2018 per saldo nicht verändert. 30% der Firmen wollen ihren Output in den nächsten drei Monaten steigern, nur 6% zurückfahren. Der Rest plant mit dem gegenwärtigen Produktionsniveau.

Produktion und Kapazitätsauslastung

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Quelle: Ifo-Institut

Umsatz mit dreiprozentigem Plus im ersten Quartal

Mit 16,8 Mrd. € fielen die Erlöse der deutschen Elektrofirmen im März um 5,0% niedriger aus als im (starken) Vorjahresmonat. Inlands- und Auslandsumsatz sanken um 4,3% auf 7,9 Mrd. € bzw. um 5,4% auf 8,9 Mrd. €. Mit Kunden aus dem Euroraum wurden 3,3 Mrd. € erlöst (-6,0%) und mit Partnern aus Drittländern 5,6 Mrd. € (-5,0%).

Kumuliert von Januar bis März 2018 lässt sich ein Anstieg der Branchenerlöse um 3,1% gegenüber Vorjahr auf 47,3 Mrd. € notieren. Hier zogen die Inlandserlöse um 3,5% auf 22,5 Mrd. € an und die Auslandserlöse um 2,9% auf 24,8 Mrd. €. Der Umsatz aus Geschäften mit der Eurozone erhöhte sich um 3,1% auf 9,2 Mrd. €, und die Erlöse mit Drittländern übertrafen ihren entsprechenden Vorjahreswert mit 15,6 Mrd. € um 2,7%.

Geschäftsklima gibt im April den dritten Monat in Folge nach

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat im April nunmehr den dritten Monat in Folge nachgegeben. Während die Beurteilung der aktuellen Lage dabei besser ausfiel als noch im März, gingen die allgemeinen Geschäftserwartungen deutlich zurück.

62% der Branchenunternehmen schätzen ihre gegenwärtige wirtschaftliche Situation als gut ein, 31% als stabil und 7% als schlecht. Was die kommenden sechs Monate anbelangt, so gehen 19% der Firmen von anziehenden, 68% von gleichbleibenden und 14% von rückläufigen Geschäften aus.

Unterdessen haben die (enger gefassten) Exporterwartungen im April wieder deutlich zugelegt. Hier erholte sich der Saldo aus positiven und negativen Antworten gegenüber dem Vormonat von 15 auf jetzt 22 %-Punkte.

Geschäfts- und Exporterwartungen bis einschließlich April 2018

Saldo aus positiven und negativen Antworten, %-Punkte

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Quelle: ifo Institut

Deutschland

Kennzahlen zur Elektrokonjunktur

Einheit 2017 2018
Mrz.
2018
Jan. - Mrz.

Auftragseingänge
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 11,0 -5,7 3,0
von inländischen Kunden
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 11,1 -9,0 -0,9
von ausländischen Kunden
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 10,9 -2,8 6,4
aus der Eurozone
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 10,7 -7,5 0,8
aus der Nicht-Eurozone
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 11,0 0,3 10,0

Produktion, preisbereinigt
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 4,6 -3,4 2,7

Umsatz
Mrd. Euro 191,5 16,8 47,3
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 7,3 -5,0 3,1
mit inländischen Kunden Mrd. Euro 91,5 7,9 22,5
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 5,4 -4,3 3,5
mit ausländischen Kunden Mrd. Euro 100,0 8,9 24,8
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 9,1 -5,4 2,9
aus der Eurozone Mrd. Euro 36,4 3,3 9,2
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 9,4 -6,0 3,1
aus der Nicht-Eurozone Mrd. Euro 63,6 5,6 15,6
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 8,9 -5,0 2,7

2018
Feb.

2018
Jan. - Feb.
Beschäftigte in Tausend 867,6 872,3 (1) 870,1 (2)
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 2,5 2,9 2,8

Ausfuhr
Mrd. Euro 199,5 15,7 33,0
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 9,6 1,7 6,8
Einfuhr Mrd. Euro 181,5 13,5 30,2
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 9,7 2,3 5,9

2018
Mrz.

2018
Jan. - Mrz.
Erzeugerpreise
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 0,9 0,7 0,9
Ausfuhrpreise
Veränderung gegenüber Vorjahr in % -0,1 -0,2 0,0
Einfuhrpreise
Veränderung gegenüber Vorjahr in % -1,0 -3,9 -3,6
Materialkosten
Veränderung gegenüber Vorjahr in % 1,9 1,2 1,5

2017
Apr.

2018
Mrz.
Geschäftsklima Saldo 34 29 34
Geschäftslage Saldo 50 55 51
Geschäftserwartungen für 6 Monate Saldo 20 5 19
Exporterwartungen für 3 Monate Saldo 20 22 15
Produktionsplanungen für 3 Monate Saldo 22 25 25

2017
Apr.

2018
Jan.
Kapazitätsauslastung in % der betriebsüblichen Vollauslastung 87,0 87,8 88,1
Reichweite der Auftragsbestände in Produktionsmonaten 2,9 4,1 3,2

Quelle: Destatis, ifo-Institut und ZVEI-eigene Berechnungen
Angaben z. T. vorläufig
1) Stand zum Ende des Berichtszeitraums
2) Durchschnitt

© ZVEI • Stand: 8. Mai 2018

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt
Leiter Abteilung Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte
Telefon: +49 69 6302-301 ; Fax: +49 69 6302-326 ; E-Mail: wipol(at)zvei.org