Pressinformationen ZVEI RSS-Feed de-DE ZVEI 60 https://www.zvei.org/presse-medien/rss-presse-pressemitteilungen <![CDATA[Koalitionsvereinbarung macht Hoffnung]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/koalitionsvereinbarung-macht-hoffnung <![CDATA[ Klimaschutzprogrammatik der Ampel setzt im Kern richtigerweise auf Elektrifizierung und Digitalisierung   Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, zur Koalitionsvereinbarung: "Es ist richtig, dass die Koalition im Kern ihrer Klimaschutzprogrammatik auf die Elektrifizierung und Digitalisierung und ein massiv ausgebautes, flexibles Stromsystem setzt. Der Ausbaupfad der Erneuerbaren muss jetzt wie angekündigt tatsächlich in eine Schnellstraße verwandelt, die Infrastruktur modernisiert und die Stromnetze digitalisiert werden. Regenerativ erzeugter Strom braucht Netze, an die künftig andere Anforderungen gestellt werden, schon um den steigenden Strombedarf decken zu können. Es ist gut, dass die Planungs- und Genehmigungsverfahren dafür massiv ausgebaut werden sollen. Genauso richtig ist es, dass die Koalition endlich die EEG-Umlage abschaffen will. Investitionen in die Elektrifizierung der Industrie, Mobilität und Gebäude werden damit auch wirtschaftlich attraktiver. Beim CO2-Preis dürfte die neue Koalition – in ihren Worten – „mehr Fortschritt wagen“. In der Digitalisierungs- und Innovationspolitik gilt es nun die zahlreichen Digitalisierungsvorhaben auch rechtssicher umzusetzen: Der geplante Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur wie auch die Förderung von Datenzugang sind der richtige Ansatz. Ein Datengesetz sollte jedoch nicht nur staatlichen Datenzugang fördern, sondern auch Anreize für Unternehmen schaffen. Neben Datentreuhändern sollten auch weitere, flexible Datenteilungsmodelle ermöglicht werden. Wenn die Digitalisierungsvorhaben so umgesetzt werden, erwacht Deutschland endlich aus seinem Dornröschenschlaf. Es ist richtig, dass die Koalition explizit die Stärkung und den Ausbau von Halbleiterentwicklung und Halbleiterproduktion in Deutschland finanziell unterstützen wird, unter anderem durch das zweite IPCEI Mikroelektronik und auch durch den geplanten EU Chips Act. Denn die Grundvoraussetzung für die grüne und digitale Transformation sind weltweit führende Kompetenzen in Schlüsseltechnologien wie Mikrochips – sowohl für Industrie 4.0, die intelligente Mobilität und die Energiewende durch smarte Elektrifizierung. ‚Mehr Fortschritt wagen‘ ist der richtige Anspruch der nächsten Bundesregierung an sich selbst und an uns alle. Denn die vor uns liegenden großen Herausforderungen betreffen uns als Gesellschaft insgesamt. Es ist höchste Zeit, die Kräfte zu bündeln sowie entschlossen und mutig voranzugehen. Es ist höchste Zeit für einen Aufbruch. Die Koalitionsvereinbarung macht Hoffnung."]]> Wed, 24 Nov 2021 17:09:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/koalitionsvereinbarung-macht-hoffnung3209175 <![CDATA[Automatisierung entscheidend für Klimaschutzziele]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/automatisierung-entscheidend-fuer-klimaschutzziele <![CDATA[•    ZVEI zeigt industrielle Umsetzung der Verwaltungsschale •    Konjunktur: 2021 weltweit starke Erholung, Ausblick auf 2022 positiv „Automatisierungstechnik trägt entscheidend dazu bei, die künftigen Klimaziele zu erreichen“, so Rainer Brehm, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation auf der heutigen Pressekonferenz des Fachverbands. Die im Oktober erschienene Studie Klimapfade 2.0 des BDI, an der auch der ZVEI mitgewirkt hat, zeigt eindrücklich, dass der Hebel zu einer klimafreundlichen Zukunft in der umfassenden Elektrifizierung und Digitalisierung liegt.   Einen wichtigen Beitrag der Automation zum Klimaschutz zeigt das Beispiel des European Digital Product Passport, das auf dem vom ZVEI entwickelten digitalen Typenschild beruht, das 2019 erstmalig auf der SPS vorgestellt wurde. Als Teilmodell der Industrie 4.0-Verwaltungsschale (AAS) bietet es zahlreiche Vorteile: „Nicht nur spezifische Geräteinformationen können digital, mehrsprachig und stets aktuell abgerufen werden, sondern auch die ganzer Maschinen“, erläutert Gunther Koschnick, Fachverbandsgeschäftsführer Automation. Eine Dokumentation auf Papier entfällt somit. Auch der ZVEI-Showcase des Product Carbon Footprints (PCF) eines Schaltschranks zeigt eindrücklich, wie der CO2-Fußabdruck der gesamten Lieferkette berechnet werden kann. Ist dieser Fußabdruck bekannt, können wirkungsvolle Maßnahmen zur CO2-Reduktion vorgenommen werden. Konjunktur: Langfristiger Wachstumspfad intakt Von Januar bis September 2021 beträgt der in Deutschland gemeldete Umsatz der Automation 38,4 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und entspricht nahezu dem 2019er Niveau. Für das Gesamtjahr 2021 wird ein Umsatzwachstum von 8 Prozent erwartet. Die Auftragseingänge stiegen in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 26,1 Prozent. „Die unterschiedliche Entwicklung bei Auftragseingängen und Umsatz dieses Jahr ist vorrangig auf Materialknappheiten zurückzuführen. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll, allerdings können viele Unternehmen nicht so liefern wie sie gerne würden“, so Brehm. Knappheiten sind insbesondere bei Metallen, Kunststoffen und Halbleiterbauteilen zu beobachten.  Der weltweite Wachstumstrend ist weiterhin intakt. Seit 2010 ist der Markt um durchschnittlich 5 Prozent gewachsen. „Nach einem Corona bedingten Rückgang im vergangenen und der kräftigen Erholung in diesem Jahr dürfte es 2022 weiter aufwärts gehen. Wir gehen sogar von einem überdurchschnittlichen Wachstum aus.“ Die langfristigen Entwicklungstrends für die Automation, insbesondere die Anforderungen an einen wirkungsvollen Klimaschutz und die voranschreitende Digitalisierung der Fabriken und Lieferketten seien weiterhin vorhanden.  ]]> Tue, 23 Nov 2021 10:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/automatisierung-entscheidend-fuer-klimaschutzziele3209144 <![CDATA[Knapp zwei Drittel der Haushalte in Deutschland bereits gigabitfähig]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/knapp-zwei-drittel-der-haushalte-in-deutschland-bereits-gigabitfaehig <![CDATA[ Gigabitausbau technologieübergreifend betrachten  Ende 2021 voraussichtlich mehr zwei Drittel der Haushalte gigabitfähig  Branche verzeichnet positive Auftragslage, Lieferengpässe und Fachkräftemangel bleiben Risiken    62 Prozent der Haushalte in Deutschland haben laut Breitbandatlas aktuell Zugang zu Gigabit-Netzen. Davon entfällt mit mindestens 25 Millionen Haushalten die deutliche Mehrheit auf Hybrid-Fiber-Coax-Netze (HFC), gut fünf Millionen sind über reine Glasfaser-Hausanschlüsse (FTTB/H-Netze)1 anschließbar2. Angesichts der dynamischen Steigerung der Gigabitverfügbarkeit beider Infrastrukturen geht der ZVEI davon aus, dass Ende dieses Jahres mehr als zwei Drittel der Haushalte mit Geschwindigkeiten von oder jenseits der 1.000 Mbit/s erreichbar sein werden. „Die Zukunft liegt in der Glasfaser, aber insbesondere HFC-Netze leisten dank DOCSIS 3.1 einen wesentlichen Beitrag zum raschen und kostengünstigen Ausbau der Gigabit-Gesellschaft in Deutschland“, sagte Herbert Strobel, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Satellit & Kabel. Er bedauerte, dass Gigabitverfügbarkeit häufig auf den Ausbau von Glasfaseranschlüssen reduziert wird. „Das wird der Situation in Deutschland nicht gerecht“, so Strobel. „Entscheidend ist nicht allein die Technologie, sondern die Bandbreite der Netze und damit der Mehrwert für die Nutzerinnen und Nutzer.“ Der Erfolg des Gigabitausbaus in Deutschland beruht wesentlich auf der Einbeziehung der Kabelnetze. Deutschland profitiert hierbei im europäischen Vergleich von der hohen Verfügbarkeit von Breitbandnetzen in der Fläche. „Der Ausbau vorhandener Netzstrukturen ist volkswirtschaftlich sinnvoller als das Verlegen neuer bzw. das Überbauen vorhandener Infrastruktur“, so Strobel weiter. Durch neue Übertragungsstandards wie DOCSIS 4.0 können HFC-Netze in Zukunft bis zu zehn Gbit/s im Down- und bis zu sechs Gbit/s im Upstream erreichen – sie stehen reinen Glasfasernetzen in nichts nach. Der ZVEI appelliert daher, in Deutschland das Wachstum der Gigabitnetze technologieneutral zu bewerten und begrüßt, dass die künftige Bundesregierung dies zu einem Schwerpunktthema macht.   Auftragslage 2021 positiv   Die Auftragslage im Bereich Satellit & Kabel hat sich 2021 positiv entwickelt: „Wir sehen eine Trendwende zum Vorjahr“, sagte Strobel. Der Auftragseingang stieg im Herbst 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Gleichwohl bleibt der Fachkräftemangel eine signifikante Herausforderung für die Branche: Längst nicht alle offenen Stellen können derzeit besetzt werden. Trotz guter Auftragslage stellen die Knappheit von elektronischen Bauelementen und Logistik-Schwierigkeiten weiterhin die größten Hemmnisse für die weitere positive Entwicklung der Branche dar. Der ZVEI erwartet eine Besserung im zweiten Halbjahr 2022. [1] ANGA Marktdaten 2021 [2] mehrfache Erreichbarkeit über HFC und FTTx ist hierbei zu berücksichtigen  ]]> Thu, 18 Nov 2021 11:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/knapp-zwei-drittel-der-haushalte-in-deutschland-bereits-gigabitfaehig3209136 <![CDATA[Exporte der Elektro- und Digitalindustrie weiter auf Expansionskurs]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/exporte-der-elektro-und-digitalindustrie-weiter-auf-expansionskurs <![CDATA[ Wachstumsdynamik zuletzt allerdings schwächer Im September 2021 kamen die Exporte der deutschen Elektro- und Digitalindustrie auf 19,1 Milliarden Euro. Damit lagen sie 6,0 Prozent über ihrem Vorjahreswert. In den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres stiegen die aggregierten Branchenausfuhren stärker um 11,5 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 165,3 Milliarden Euro. „Der Zuwachs entsprach damit den Steigerungsraten bei Produktion und Umsatz“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland beliefen sich im September auf 18,3 Milliarden Euro. Hier wurde der Wert aus dem Vorjahr um 14,0 Prozent übertroffen. Für die ersten neun Monate steht bei den Elektroimporten ein Plus von 15,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 159,3 Milliarden Euro in den Büchern. Die zehn größten Abnehmerländer in den ersten drei Quartalen dieses Jahres waren – in dieser Reihenfolge – China, die USA, Frankreich, die Niederlande, Polen, Italien, Tschechien, Österreich, Großbritannien und die Schweiz. „Mit Ausnahme des Geschäfts mit den USA und der Schweiz fiel das Ausfuhrwachstum hier im September – teils deutlich – geringer aus als im Gesamtzeitraum von Januar bis September“, so Gontermann. „Allerdings hatte es im September 2020 auch kaum mehr Rückgänge gegeben.“ Die Elektroexporte nach China (+ 10,1 % auf 18,7 Mrd. €) und in die USA (+ 9,6 % auf 14,2 Mrd. €) zogen in den ersten neun Monaten dieses Jahres um jeweils zehn Prozent gegenüber Vorjahr an. Die Lieferungen nach Frankreich (+ 17,0 % auf 9,9 Mrd. €), in die Niederlande (+ 18,6 % auf 8,3 Mrd. €), nach Polen (+ 10,1 % auf 8,1 Mrd. €), Italien (+ 22,5 % auf 8,0 Mrd. €), Tschechien (+ 13,3 % auf 7,5 Mrd. €), Österreich (+ 16,7 % auf 7,1 Mrd. €) und Großbritannien (+ 16,1 % auf 6,8 Mrd. €) lagen allesamt zweistellig im Plus. Die Ausfuhren in die Schweiz erhöhten sich um 6,2 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Die Branchenexporte nach Europa erhöhten sich im September 2021 um 5,4 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro. Dabei wuchsen die Lieferungen in die Eurozone stärker – um 8,8 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. In den ersten drei Quartalen konnte bei den Ausfuhren nach ganz Europa ein Plus von 13,1 Prozent auf 101,7 Milliarden Euro erzielt werden und bei den Exporten in den Euroraum ein Zuwachs von 16,4 Prozent auf 50,9 Milliarden Euro. Die Lieferungen nach Amerika lagen im September mit 2,2 Milliarden Euro um 6,4 Prozent höher als vor einem Jahr (Nordamerika + 9,3 % auf 1,8 Mrd. €, Lateinamerika - 4,1 % auf 419 Mio. €). Zwischen Januar und September stiegen die Exporte nach Amerika um 9,4 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro (Nordamerika + 9,0 % auf 15,1 Mrd. €, Lateinamerika + 11,1 % auf 3,8 Mrd. €). Die Branchenausfuhren nach Asien wuchsen im September um 7,9 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro und damit kaum schwächer als in den ersten neun Monaten zusammengenommen (+ 8,3 % auf 36,7 Mrd. €).]]> Thu, 18 Nov 2021 00:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/exporte-der-elektro-und-digitalindustrie-weiter-auf-expansionskurs3209135 <![CDATA[Markt für Sicherheitselektronik entwickelt sich positiv]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/markt-fuer-sicherheitselektronik-entwickelt-sich-positiv <![CDATA[Die positive Entwicklung im Markt für Sicherheitstechnik setzt sich auch 2021 fort: Nach einem Umsatzplus von 1,6 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, schätzt die Branche die Geschäftslage aktuell überwiegend als gut ein. Das ergab eine Geschäftsklimaumfrage, die der ZVEI im Oktober 2021 durchgeführt hat. Befragt wurden Hersteller sowie Errichter und Planer der elektronischen Sicherheitstechnik. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen erwarteten für das nächste halbe Jahr eine gleichbleibende oder sogar günstigere Geschäftslage. Klimaschutz und Renovierungswelle im Gebäudesektor sind auch für die Hersteller von elektronischer Sicherheitstechnik ein wichtiges Thema. So kommen derzeit noch viele Gebäude – vor allem im Bestand – der in den Landesbauordnungen gestellten Forderung nach einer Öffnung am Schachtkopf mit einer simplen permanenten Öffnung nach. Dies hat zur Folge, dass dauerhaft geheizte oder gekühlte Luft verloren geht. Zudem wird es schwieriger, der Luftdichtheitsprüfung, wie sie im Gebäudeenergiegesetz (GEG) definiert wird, standzuhalten. abei könnten bereits bestehende Lösungen helfen, den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen zu reduzieren: „Systeme zur Aufzugsschachtbe- und -entlüftung bzw. Rauchableitung helfen hier weiter. Sie verschließen die Permanentöffnung und öffnen diese je nach Bedarf im Brandfall oder im Regelbetrieb. So ergibt sich in Deutschland ein jährliches Einsparpotenzial von ca. zwei Millionen Tonnen CO2“, erklärt Dirk Dingfelder, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Sicherheit. Ganz aktuell wurden solche Systeme als förderfähige Umfeldmaßnahme in die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) aufgenommen.  ]]> Wed, 17 Nov 2021 11:30:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/markt-fuer-sicherheitselektronik-entwickelt-sich-positiv3209131 <![CDATA[Elektro-Hauswärmetechnik entscheidend für Dekarbonisierung des Gebäudesektors]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektro-hauswaermetechnik-entscheidend-fuer-dekarbonisierung-des-gebaeudesektors <![CDATA[Die Technik zum Heizen, Lüften sowie für die Warmwasserbereitung wird im zukünftigen Energiesystem unverzichtbare Bestandteile sein. Nicht zuletzt, weil das Gebäude an sich elementar für die Energiewende ist und diese Anwendungen ein großes Effizienzpotenzial innehaben. So hat die aktuelle Klimapfade-Studie des BDI, an welcher der ZVEI beteiligt war, festgestellt, dass in Deutschland bis 2030 unter anderem sechs Millionen Wärmepumpen installiert werden müssen, um die Klimaziele im Gebäudesektor erreichen zu können. „Erneuerbare Wärme- und Warmwasserversorgung sind zentrale Elemente für klimaneutrale Gebäude“, sagte Karlheinz Reitze (Viessmann), Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektro-Hauswärmetechnik. „Mit Blick auf die klimapolitischen Ziele ist es unerlässlich, Strom und Wärme ganzheitlich zu betrachten und energieeffiziente Technologien wie Wärmepumpen zum Standard zu machen. Um die Attraktivität von Wärmepumpen zu erhöhen und das Ausbauziel zu erreichen, muss die Nutzung von erneuerbarem Strom durch die Abschaffung der EEG-Umlage angereizt werden.“ Moderne Wärmepumpen sind gleichermaßen für den Einsatz im Neubau und zur Bestandssanierung geeignet. Als Systemlösungen in Kombination mit Photovoltaikanlagen, Stromspeichern und Energiemanagementsystemen werden diese Geräte noch effektiver. Der selbst erzeugte Strom wird optimal genutzt, zugleich ist man zukunftssicher aufgestellt.  ]]> Wed, 17 Nov 2021 10:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektro-hauswaermetechnik-entscheidend-fuer-dekarbonisierung-des-gebaeudesektors3209130 <![CDATA[Gebäuderelevante Branchen entwickeln sich sehr unterschiedlich]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/gebaeuderelevante-branchen-entwickeln-sich-sehr-unterschiedlich <![CDATA[ Lichtindustrie erholt sich nur langsam, Markt für Elektroinstallationssysteme legt zu Beide Branchen leisten wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz Nach einem Umsatzeinbruch in der deutschen Lichtindustrie von minus 14 Prozent im Jahr 2020 geht die Branche für 2021 von einer leichten Erholung aus: Für das Gesamtjahr wird mit einer Steigerung von zwei bis drei Prozent gerechnet. „Die wirtschaftliche Erholung wird durch Lieferschwierigkeiten bei Elektronikkomponenten und Verzögerungen bei bestehenden Projekten belastet, sodass die Lage insgesamt nach wie vor kritisch ist“, bewertet Dr. Jürgen Waldorf, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Licht, die aktuelle Lage. Ganz anders entwickelte sich der Markt für Elektroinstallationssysteme: Nach einem kurzen Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie schloss die Branche 2020 mit plus vier Prozent ab. „Für das laufende Jahr gehen wir von einem Wachstum von rund 13 Prozent aus“, sagte Klaus Jung, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Elektroinstallationssysteme. „In den vergangenen Monaten wurde verstärkt in die eigene Immobilie investiert – der von der Corona-Pandemie nochmals beschleunigte Trend zum ‚Cocooning‘ hält an. Hinzu kommen mehr (sozialer) Wohnungsbau, Urbanisierung, die Renovierung des überalterten Bestands und eine starke Nachfrage nach Wallboxen und Ladeinfrastruktur. Diese günstigen Entwicklungen werden sich fortsetzen.“  Von der dringend nötigen Renovierungswelle im Gebäudesektor könnte auch die Lichtindustrie profitieren: „Um die politischen Klimaziele im Bereich Licht zu erreichen, muss die Renovierungsrate von derzeit drei auf fünf Prozent oder mehr angehoben werden. Nach unseren Berechnungen könnten durch Renovierung der Beleuchtung in den Sektoren Industrie und Gewerbe allein in Deutschland im Jahr 2030 circa 18 TWh Energie (34 %) eingespart werden“, so Waldorf. Das entspräche voraussichtlich einer CO2-Einsparung von rund elf Millionen Tonnen. „Ökonomie und Ökologie gehen hier Hand in Hand: Eine Umrüstung von Altanlagen resultiert in besserer Lichtqualität und einer deutlichen Minderung des Energiebedarfs. Das entlastet Umwelt und Geldbeutel“, sagte Waldorf. Der Gebäudesektor ist aktuell einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen. „Eine zukunftssichere Elektroinstallation und moderne Gebäudeautomation können maßgeblich dazu beitragen, das volle Effizienzpotenzial auszuschöpfen und den Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen massiv zu verringern“, erklärt Jung. ]]> Tue, 16 Nov 2021 10:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/gebaeuderelevante-branchen-entwickeln-sich-sehr-unterschiedlich3209110 <![CDATA[Productronica 2021: Märkte für elektronische Bauelemente und Baugruppen entwickeln sich positiv]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/productronica-2021-maerkte-fuer-elektronische-bauelemente-und-baugruppen-entwickeln-sich-positiv <![CDATA[ Aber Lieferengpässe bremsen das Wachstum „Der deutsche Markt der elektronischen Bauelemente wird zum Jahresende 2021 eine spürbare Erholung von gut 14 Prozent aufweisen und mit einem Umsatz von 18,5 Milliarden Euro das Umsatzniveau von 2019 fast wieder erreichen“, stellte Nicolas Schweizer, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems, heute auf der Messe Productronica fest. Positiv sei auch, dass die Auftragseingänge bei den Unternehmen im laufenden Jahr stark zugelegt haben und die Verluste aus dem vergangenen Jahr wettmachten. Ähnlich positiv wie der deutsche hat sich auch der europäische Markt in diesem Jahr entwickelt. Das erwartete Umsatzplus beträgt gut 17 Prozent, der Gesamtumsatz voraussichtlich knapp 56 Milliarden Euro.   Probleme bereiten allerdings die derzeitige Verknappung an Materialien und Rohstoffen für die Produktion von elektronischen Komponenten sowie die langen Transportzeiten der Vorprodukte – wenn diese überhaupt bezogen werden können. “Die Beeinträchtigungen in der Lieferkette sind massiv. Teilweise können Aufträge nicht bedient werden“, erklärte Schweizer. Diese Schwierigkeiten würden sich 2022 fortsetzen und die positiven Wachstumsaussichten bremsen.   Nachfrage nach Bauelementen und Baugruppen weltweit ungebrochen hoch Auch für die Entwicklung der Weltregionen zeigt sich der ZVEI positiv aufgrund des anhaltenden hohen Bedarfs an Halbleiter-Komponenten. Denn Halbleiter haben einen Anteil von gut 76 Prozent am Weltmarkt für elektronische Bauelemente. „Die nächsthöhere Wertschöpfungsstufe der Elektronikfertigung – die elektronischen Baugruppen – werden dieses Jahr analog zu den elektronischen Bauelementen um gut 22 Prozent auf einen Umsatz von 1135 Milliarden US-Dollar weltweit wachsen“, prognostizierte Schweizer. Für das kommende Jahr rechnet der Verband für die Weltmärkte der elektronischen Bauelemente und Baugruppen mit Zuwachsraten im oberen einstelligen Bereich.   Über die Productronica Mit der Productronica findet seit Langem wieder ein internationaler Branchentreffpunkt in Deutschland als Präsenzmesse statt. Zu den Schwerpunktthemen zählen neben 5G und 6G auch Elektromobilität, autonomes Fahren, Digital Twins sowie Mikroelektronik. Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) stellt aus in Halle B1 und B3, wo auch das PCB & EMS Speakers Corner stattfindet. Besucher der Productronica haben ebenfalls Zutritt zur Semicon Europa, die die technologische und marktpolitische Entwicklung der Mikroelektronik präsentiert.      ]]> Tue, 16 Nov 2021 07:34:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/productronica-2021-maerkte-fuer-elektronische-bauelemente-und-baugruppen-entwickeln-sich-positiv3209126 <![CDATA[Elektromedizinische Technik: Stabiler Weltmarkt trotz Pandemie]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektromedizinische-technik-stabiler-weltmarkt-trotz-pandemie <![CDATA[ MDR und offene Fragen bei Datennutzung machen Branche zu schaffen Trotz der Pandemiesituation und anhaltender Einschränkungen im internationalen Warenverkehr prognostiziert der ZVEI für den Weltmarkt der elektromedizinischen Technik ein Wachstum für das laufende Jahr von acht Prozent. „Damit schließen wir an die langfristige Entwicklung des Weltmarkts vor dem Corona-Jahr 2020 an“, sagte Hans-Peter Bursig, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Elektromedizinische Technik anlässlich der Medica-Pressekonferenz in Düsseldorf. Für die Hersteller elektromedizinischer Technik in Deutschland sei das ein positives Zeichen und biete Planungssicherheit, denn die Branche erziele zwei Drittel ihres Umsatzes im Export.  Schwierigkeiten bereitet der elektromedizinischen Technik wie der gesamten Medizintechnik in Deutschland und Europa jedoch die Anwendung der neuen EU-Verordnung für Medizinprodukte MDR. „Die Hersteller waren gut auf den Geltungsbeginn vorbereitet. Aber es gibt verschiedene Probleme bei der Umsetzung, für die wir jetzt zügig pragmatische Lösungen von Seiten der EU und der Mitgliedstaaten brauchen“, so Bursig. Noch immer stünden wichtige Rechtsakte aus und die Zahl der Benannten Stellen, die für die MDR notifiziert sind, wachse nur langsam. Es dürfe aufgrund dessen nicht zu unbeabsichtigten Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Medizinprodukten kommen.  Zudem dürfe eine der innovativsten und wertschöpfungsstärksten Branchen in Deutschland wie Europa nicht durch überbordende Bürokratie lahmgelegt werden. „Die gezielte Unterstützung der nächsten Bundesregierung ist notwendig, um den Standort Deutschland zu stärken – etwa durch Hilfe dabei, neue klinische Daten für bereits am Markt befindliche Produkte zu erzeugen.“ Dazu zähle auch, endlich die offenen Fragen bei der Nutzung von Gesundheitsdaten zu klären und einen verlässlichen Rechtsrahmen für den Zugang privater Forschung zu Gesundheitsdaten ohne Personenbezug herzustellen. Nur so werde die Branche auch in Zukunft weiter international wettbewerbsfähig bleiben. ]]> Thu, 11 Nov 2021 11:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektromedizinische-technik-stabiler-weltmarkt-trotz-pandemie3209111 <![CDATA[ZVEI und Politik starten ‚Fachdialog Gebäude‘]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-und-politik-starten-fachdialog-gebaeude <![CDATA[ Klimaschutz, Energieeffizienz und Digitalisierung im Fokus Der Gebäudesektor nimmt eine Schlüsselrolle in der Energiewende ein. Zum einen bietet er ein hohes CO2-Einsparpotenzial. Zum anderen können Gebäude Energie produzieren, sie speichern und durch intelligente Gebäudetechnik effizient einsetzen. Nicht zuletzt deshalb legen der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beim gemeinsamen ‚Fachdialog Gebäude‘, der heute mit einem Impuls von Staatssekretär Andreas Feicht startete, den Fokus auf Klimaschutz, Energieeffizienz und Digitalisierung. Der ZVEI ist überzeugt, dass die angestrebten Klimaziele nur durch eine umfassende Elektrifizierung und Digitalisierung erreicht werden können. „Hier ist die Elektro- und Digitalindustrie ganz klar eine Schlüsselindustrie. Diese Rolle nimmt sie bewusst an und will so die Zukunft aktiv mitgestalten. Der intensive und partnerschaftliche Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern ist hierzu unerlässlich – gerade auch mit Blick auf die dringend nötige Renovierungswelle im Gebäudesektor“, sagte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, zum Start des Fachdialogs Gebäude heute in Berlin. „Mit dem Gebäudedialog schafft das BMWi den Rahmen für einen regelmäßigen fachlichen Austausch mit dem ZVEI und seinen Mitgliedern. So unterstützt es die Wettbewerbsfähigkeit der Gebäudetechnologie und trägt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bei“, bewertet Daniel Hager, Vorsitzender der ZVEI-Plattform Gebäude die Initiative. „Und nicht zuletzt können die Innovationen unserer Branche maßgeblich dazu beitragen, dem Klimawandel erfolgreich zu begegnen.“]]> Wed, 10 Nov 2021 00:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-und-politik-starten-fachdialog-gebaeude3209123 <![CDATA[Sanierungsquote muss steigen]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/sanierungsquote-muss-steigen <![CDATA[ Verbände fordern langfristig angelegte Anreize im Gebäudesektor Chancen von Elektrifizierung und Digitalisierung nutzen, um Klimaziele zu erreichen Langfristig angelegte Anreize für eine ambitionierte, energetische Gebäudesanierung mit Fokus auf Energieeffizienz und Elektrifizierung – das fordern der Bundesverband Wärmepumpe (BWP), der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen/Bündnis 90 und FDP. Denn der CO2-Ausstoss im Gebäudesektor muss dringend reduziert werden, um die Klimaziele zu erreichen. Eine höhere Sanierungsquote in Deutschland ist hierfür unverzichtbar. „In Deutschland herrscht seit Jahren ein Modernisierungs- und Sanierungsstau. Den gilt es aufzulösen. Die jährliche Sanierungsquote von derzeit rund einem Prozent muss – abhängig von Gebäudetechnik und Anwendung – schnell auf mindestens drei Prozent bei Heizungen und sechs Prozent bei Beleuchtung steigen“, sagte Sebastian Treptow, Leiter der ZVEI-Plattform Gebäude. Die kommende Bundesregierung müsse hierfür die richtigen Anreize setzen und von Beginn an im Koalitionsvertrag festschreiben. „Beratung und Umsetzung durch Elektro-Fachhandwerksbetriebe müssen ebenfalls förderfähig sein. Das sichert nicht nur die Qualität dieser Maßnahmen, sondern unterstützt auch die Fachkräfteentwicklung in Deutschland“, sagt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi.  Das Gebäude nimmt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende ein. Es produziert Energie, speichert sie und setzt sie durch intelligente Gebäudetechnik effizient ein. Davon zeigt sich auch Lars Petereit, Referent Politik & Energiewirtschaft beim BWP überzeugt: „Die vor uns liegenden Klimaziele im Gebäudesektor sind sportlich, aber die notwendigen hocheffizienten Produkte und Lösungen stehen bereits heute zur Verfügung. Damit sie ihr Potential entfalten können, muss die EEG-Umlage konsequent abgeschafft werden.“ Neben der Sanierung gilt es vor allem, die Chancen zu nutzen, die sich durch Digitalisierung und Gebäudeautomationslösungen bieten. So fordern die Verbände, dass bei der Planung von Neubauten, aber auch von grundlegenden Sanierungsmaßnahmen im Bestand, das sogenannte Building Information Modeling (BIM) zum Standard wird. Der Einsatz dieser digitalen Planungstechnik ermöglicht nicht nur nachhaltiges Bauen, sondern auch ein effizienteres Betreiben und Instandhalten von Gebäuden. Der Einsatz von energieeffizienter technischer Gebäudeausrüstung (TGA) wiederum kann entscheidend dazu beitragen, die bis 2045 angestrebte Klimaneutralität zu erreichen. „Um eine bestmögliche Umsetzung zu gewährleisten, brauchen wir hervorragend ausgebildetes Fachpersonal. Mit dem neuen Ausbildungsberuf ‚Elektroniker/in für Gebäudesystemintegration‘ hat die Branche vorgelegt und stellt alsbald echte Vernetzungsexperten bereit. Damit es jedoch auch künftig attraktiv ist, eine Lehre zu machen, muss die kommende Bundesregierung für eine Gleichstellung von dualer und akademischer Ausbildung sorgen“, mahnt Jakobi. Dies geht einher mit der Forderung, die Großteils veraltete Elektroinstallation insbesondere in den bestehenden Wohngebäuden, zukunftssicher zu modernisieren. „Die elektrische Gebäudeinfrastruktur in Deutschland ist museumsreif“, so Treptow. „Unsere Gebäude müssen elektrotechnisch fit gemacht werden – nicht zuletzt, damit sie energie-, verkehrs- und gebäudewendefähig werden.“    Die drei Verbände haben diese und weitere Forderungen zum Koalitionsvertrag in einem gemeinsamen Papier zusammengefasst. Es steht zum Download zur Verfügung.  ]]> Tue, 09 Nov 2021 00:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/sanierungsquote-muss-steigen3209105 <![CDATA[Auftragseingänge in der Elektroindustrie legen dank Großaufträgen erneut deutlich zu]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/auftragseingaenge-in-der-elektroindustrie-legen-dank-grossauftraegen-erneut-deutlich-zu <![CDATA[ Zuwächse bei Produktion und Umsatz zuletzt jedoch moderater  Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie haben im September 2021 mit 26,5 Prozent gegenüber Vorjahr erneut zweistellig zugelegt. „Der starke Anstieg ging diesmal aber vor allem auch auf Großaufträge zurück“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt beim ZVEI, dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie. Die Inlandsbestellungen erhöhten sich im September um 28,7 Prozent. Aus dem Ausland gingen 24,9 Prozent mehr neue Orders ein als vor einem Jahr. Dabei nahmen die Aufträge von Kunden aus dem Euroraum um 16,1 Prozent und die von Geschäftspartnern aus Drittländern um 29,6 Prozent zu. Für den Gesamtzeitraum von Januar bis September dieses Jahres steht damit ein Bestellplus von 26,3 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum in den Büchern. Die Bestellungen lagen zudem knapp 17 Prozent höher als 2019. Die In- und Auslandsorders wuchsen in den ersten neun Monaten 2021 um 21,3 bzw. 30,6 Prozent gegenüber Vorjahr (Eurozone + 28,9%, Drittländer + 31,4%). „Bei der preisbereinigten Produktion elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse fiel das Wachstum im September jetzt moderater aus als in den Monaten zuvor“, so Gontermann. Sie nahm um 7,0 Prozent gegenüber Vorjahr zu. In den ersten neun Monaten dieses Jahres stieg der Branchenoutput um 11,8 Prozent zum gleichen Vorjahreszeitraum. Mit 17,5 Milliarden Euro lag der Umsatz der deutschen Elektroindustrie im September 2021 insgesamt 6,2 Prozent über Vorjahr. Die Erlöse mit in- und ausländischen Kunden entwickelten sich dabei mehr oder weniger gleich – plus 6,1 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro bzw. plus 6,5 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Während der Umsatz mit Geschäftspartnern aus der Eurozone allerdings leicht um 1,2 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro nachgab, konnte das Geschäft mit Drittländern weiter um 11,0 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zulegen. Kumuliert von Januar bis einschließlich September dieses Jahres kamen die aggregierten Branchenerlöse auf 146,2 Milliarden Euro, womit sie um 11,3 Prozent über ihrem entsprechenden Vorjahreswert lagen. Der Inlandsumsatz zog in den ersten neun Monaten um 9,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 68,1 Milliarden Euro an. Der Auslandsumsatz belief sich auf 78,1 Milliarden Euro und nahm damit um 12,5 Prozent zu. Mit Kunden aus dem Euroraum wurden 28,0 Milliarden Euro erlöst (+ 11,0 %) und mit denen aus Drittländern 50,1 Milliarden Euro (+ 13,3 %). Die Kapazitätsauslastung in der Branche hat sich zu Beginn des vierten Quartals 2021 auf 88,4 Prozent verringert – nachdem sie im Vorquartal mit 89,2 Prozent den höchsten Wert seit Ende 2006 erreicht hatte. „Die Auftragsreichweite hat sich dagegen weiter deutlich erhöht und liegt jetzt bei allzeithohen fünfeinhalb Monaten“, sagte Gontermann. „Ihre Produktionspläne haben die Elektrounternehmen im Oktober aber deutlich abwärts revidieren müssen. Die Gründe hierfür dürften weiter angebotsseitige sein. So berichteten zuletzt nur acht Prozent der Firmen von unzureichenden Aufträgen, aber 42 Prozent von Fachkräftemangel und 85 Prozent von Materialknappheiten und Lieferschwierigkeiten.“ Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat im Oktober den dritten Monat in Folge nachgegeben. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die allgemeinen Geschäftserwartungen fielen etwas schwächer aus als noch im September.   ]]> Mon, 08 Nov 2021 00:00:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/auftragseingaenge-in-der-elektroindustrie-legen-dank-grossauftraegen-erneut-deutlich-zu3209081 <![CDATA[European Chips Act muss wettbewerbsfähiges Ökosystem für Mikroelektronik schaffen]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/european-chips-act-muss-wettbewerbsfaehiges-oekosystem-fuer-mikroelektronik-schaffen <![CDATA[ Günstige Investitionsbedingungen in Europa gestalten Produktionskapazitäten entsprechend der Marktdynamik ausbauen Die derzeitigen Lieferengpässe bei Halbleitern betreffen zahlreiche europäische Unternehmen aus allen Branchen. Ein neues Halbleiter-Strategiepapier des ZVEI zeigt, dass sich die politischen Maßnahmen jetzt auf die Sicherung der Versorgung mit Mikrochips aller Größen konzentrieren müssen, um Schlüsselsektoren der Wirtschaft wie die verarbeitende Industrie, die Unterhaltungselektronik und das Gesundheitswesen zu unterstützen. Neben öffentlichen Mitteln braucht Europa zudem günstige Rahmenbedingungen, um ein florierendes Ökosystem für die Mikroelektronik aufzubauen. Auf der Grundlage des ZVEI-Papiers hat DigitalEurope mehrere Empfehlungen formuliert: Die EU sollte ihre Produktionskapazitäten ausbauen, nachdem sie vorher eine sorgfältige Analyse durchgeführt hat, die sich vor allem an der Marktnachfrage orientiert.  Die Industrie braucht in den kommenden Jahren sowohl Chips größerer als auch kleinerer Strukturgrößen. Bei Spitzeninnovationen geht es nicht nur um die Strukturgröße, sondern um die gesamte Wertschöpfungskette, das heißt um neue Produktionsverfahren, neue Materialien sowie Produktionsanlagen. Der angekündigte European Chips Act muss unter anderem ein günstiges Umfeld für Investitionen schaffen, zum Beispiel Steueranreize setzen, Baugenehmigungen beschleunigen sowie die Nachwuchsförderung stärken. Die neue Europäische Halbleiterallianz ist eine vielversprechende Gruppe, die sich mit diesem Thema befasst. Sie muss Entwickler, Hersteller und Nutzer von Chips mit Interessenvertretern der Industrie und den EU-Mitgliedstaaten zusammenbringen, um sich auf klare Kennzahlen sowie einen Zeitplan zu einigen. Der Halbleitermarkt ist global und wird es auch bleiben. Foren wie etwa der EU-US Trade and Technology Council sollten stärker genutzt werden, um die globalen Lieferketten zu verbessern.   Cecilia Bonefeld-Dahl, Generaldirektorin von DigitalEurope, sagte: "Eine Vielzahl von Produkten, von Spielkonsolen über medizinische Geräte bis hin zu Autos, ist auf eine stabile Versorgung mit Halbleitern angewiesen. Die derzeitige Verknappung ist ein großes Problem und Unternehmen und Verbraucher:innen beginnen, den Druck zu spüren.  Der Entwurf des European Chips Act muss die Bedarfe der Industrie berücksichtigen und darf nicht nur von der Politik bestimmt werden. Natürlich brauchen wir mehr Finanzmittel, aber der richtige Weg, um Europa zu einem globalen Halbleiterzentrum zu machen, ist ein unterstützendes Geschäftsumfeld durch Anreize und Qualifikationen zu schaffen."        Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, sagte: "Halbleiter sind das Rückgrat des digitalen und grünen Wandels und von großer Bedeutung für alle Industriezweige in Europa, von der Automobilindustrie bis zum Maschinenbau, von Start-ups bis zu globalen Unternehmen. Wir müssen die Produktionskapazitäten für Chips aller Strukturgrößen im Einklang mit der Marktdynamik ausbauen. In den kommenden Jahrzehnten werden Europas nachgelagerte Industrien sowohl Hochleistungsprozessoren in kleineren Strukturgrößen als auch Leistungshalbleiter, Sensoren oder mikroelektromechanische Systeme (MEMS) in ausgereifteren Strukturgrößen benötigen. Allein die Nachfrage nach Leistungshalbleitern wird sich bis 2030 verdreifachen."   Hintergrund Die Europäische Kommission kündigte vor kurzem einen European Chips Act an. Kommissar Thierry Breton erklärte, dass die EU bestrebt sei, die Kapazität von Halbleitern im Bereich von 5 Nanometern (nm) und darunter zu erhöhen.  Mit dieser Strategie soll dem Rückgang des europäischen Anteils an der weltweiten Halbleiterproduktion von 22 Prozent im Jahr 1998 auf heute 8 Prozent entgegengewirkt werden. Andere Regionen der Welt konnten im selben Zeitraum deutlich zulegen.  Die Summe der von der EU-Regierung für den Zeitraum 2020 bis 2030 vorgesehenen Anreize für die Halbleiterindustrie beträgt nur einen Bruchteil dessen, was China und die USA für denselben Zeitraum in Aussicht gestellt haben. Über DigitalEurope DigitalEurope ist der führende Wirtschaftsverband, der die sich im digitalen Wandel befindlichen Branchen in Europa vertritt. Seine Mitglieder repräsentieren über 35.000 Unternehmen, die in Europa tätig sind und investieren. Dazu gehören 91 Unternehmen, die in ihrem Tätigkeitsbereich weltweit führend sind, sowie 39 nationale Wirtschaftsverbände aus ganz Europa. DigitalEurope vertritt sowohl Unternehmen, die in der Wertschöpfungskette der Mikroelektronik tätig sind als auch nachgelagerte Sektoren wie die Konsumgüter-, Digital-, Gesundheits- und Fertigungsindustrie.    ]]> Thu, 04 Nov 2021 07:34:00 +0100 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/european-chips-act-muss-wettbewerbsfaehiges-oekosystem-fuer-mikroelektronik-schaffen3209071 <![CDATA[Sendefrequenzen für Medien und Kultur in Deutschland sichern]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/sendefrequenzen-fuer-medien-und-kultur-in-deutschland-sichern <![CDATA[Breite Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen gegründet Der Rundfunk ist für die Medien- und Meinungsfreiheit elementar, eine lebendige Kultur ist für die demokratische Gesellschaft unverzichtbar – das hat sich nicht erst in der Corona-Krise deutlich gezeigt. Immer stärker geraten Medien und Kulturbranche jedoch unter Druck, da ihnen die notwendigen Sendefrequenzen streitig gemacht werden. Die neu gegründete „Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen“ setzt sich daher, insbesondere bei den politischen Entscheider:innen, dafür ein, das bewährte Frequenzspektrum und damit die Vielfalt von Medien und Kultur langfristig zu erhalten. Dieser Aspekt muss auch Bestandteil der nationalen Position Deutschlands für die Weltfunkkonferenz 2023 werden.   Bewährtes Frequenzspektrum für Medien und Kultur beibehalten  Auf der Weltfunkkonferenz wird 2023 über die künftige Nutzung des UHF-Spektrums im Bereich 470 bis 694 MHz, und damit über die Zukunft des terrestrischen Rundfunks und der Kulturfrequenzen entschieden. Ein Verlust der Frequenzen hätte unmittelbare Auswirkungen auf die Zuschauer:innen des terrestrischen Rundfunks und die Besucher:innen tausender Kultureinrichtungen in Deutschland. Zudem wären viele Künstler:innen, Musiker:innen, Journalist:innen und viele weitere Gruppen betroffen.  Bislang nutzen der Rundfunk und die Anwender von Funkmikrofonen (und anderen drahtlosen Produktionsmitteln) das Spektrum im Bereich 470 bis 694 MHz in störungsfreier Koexistenz. Das sichert Informationen, insbesondere auch im Katastrophenfall, sowie die deutsche Veranstaltungs-, Messe-, Kultur- und Kreativwirtschaft. Aufgrund seiner besonders guten Eigenschaften ist das Spektrum auch bei anderen Gruppen begehrt: Mobilfunk, Militär, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben beanspruchen die Frequenzen für sich. Entscheidend für die künftige Nutzung sind die Ergebnisse der Weltfunkkonferenz sowie die darauf aufbauenden Szenarien für Deutschland und Europa.  Auftaktveranstaltung am 1. Dezember 2021 Eine erste, hochkarätig besetzte Online-Konferenz zu den Hintergründen und Herausforderungen für die Rundfunk- und Kulturfrequenzen findet am 1. Dezember 2021 von 14:00 – 15:30 Uhr statt. Sie richtet sich an die Bundes- und Landespolitik, europäische und internationale Frequenzgremien, mit Frequenzfragen befasste Behörden, Presse/Medien und die interessierte Öffentlichkeit. Die Anmeldung erfolgt über den Registrierungslink. Namhafte Gründungsmitglieder aus Medien, Kultur und Industrie Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz für Rundfunk- und Kulturfrequenzen gehören ARD, Deutschlandradio, Media Broadcast, die Landesmedienanstalten, die Initiative SOS – Save Our Spectrum, Sennheiser, VAUNET - Verband Privater Medien e. V., ZDF sowie der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI e.V. Hintergrund: Sendefrequenzen für terrestrische Rundfunkübertragung und Übertragungstechnik bei Events – und die Begehrlichkeiten anderer Akteure Rundfunkanbieter benötigen die UHF-Frequenzen, um ihre Informationen und Angebote einfach, kostengünstig und zuverlässig terrestrisch an die Bevölkerung zu übermitteln, nicht zuletzt bei Krisen oder Naturkatastrophen; perspektivisch kommt weiterer Bedarf für 5G-Broadcast dazu.  Bei Kulturevents, aber auch bei Messen oder Lehrveranstaltungen an Universitäten sind UHF-Frequenzen für die störungsfreie Übertragung bei Funkmikrofonen, In-Ear-Systemen und anderen drahtlosen Produktionsmitteln unverzichtbar. Weitere Nutzer der UHF-Frequenzen sind der Wetterdienst und die Astronomie.  Aufgrund ihrer guten technischen Eigenschaften sind die UHF-Frequenzen jedoch sehr begehrt. Mobilfunk, Militär sowie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben drängen daher auf eine Umverteilung der Ressourcen. Im Gegensatz zu den bisherigen Nutzern wäre hier jedoch keine gemeinsame, „symbiotische“ Frequenznutzung möglich. Der Verlust der wichtigen Frequenzen würde vielmehr die Verbreitung terrestrischer Rundfunkangebote und die Durchführung von Kulturevents massiv beeinträchtigen – und damit auch die Vielfalt in Medien und Kultur in Deutschland beschädigen.  ]]> Fri, 22 Oct 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/sendefrequenzen-fuer-medien-und-kultur-in-deutschland-sichern3209012 <![CDATA[Energie- und Klimawende: Industrie hat Lösungen, Politik muss diese jetzt nutzen]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/energie-und-klimawende-industrie-hat-loesungen-politik-muss-diese-jetzt-nutzen <![CDATA[ Diskussion über Klimaministerium verschwendete Zeit, stattdessen konkretes Arbeitsprogramm notwendig Ausbau der erneuerbaren Energien, Umbau der Netze und Abschaffung der EEG-Umlage haben oberste Priorität Gebäude endlich als Drehkreuz der Energiewende begreifen „Um die Klimaziele zu erreichen, brauchen wir endlich ein konkretes Arbeitsprogramm mit umfassenden Maßnahmen und einem klaren Fahrplan“, sagte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, anlässlich der Veröffentlichung der BDI-Klimapfadestudie 2.0. Klimaneutrale Technologien – insbesondere aus der Elektro- und Digitalindustrie – seien schon längst vorhanden. Allerdings bleibe ihr breiter Einsatz bis heute stark hinter dem Möglichen zurück. Das müsse sich ändern. „Die BDI-Studie zeigt, dass der Schlüssel zu einer klimafreundlichen Zukunft in der umfassenden Elektrifizierung und Digitalisierung aller Sektoren liegt – und damit in der Transformation zur All-Electric-Society“, so Weber weiter. Die Studie mache deutlich, dass der Energiebedarf einer klimaneutralen Industriegesellschaft zu über 90 Prozent von Strom gedeckt werden muss und kann – in direkter Anwendung oder indirekt über Speichermedien wie grünem Wasserstoff oder e-Fuels. Dabei könne laut der Studie vor allem durch die direkte Verwendung von Strom aus regenerativen Quellen ebenso wie durch intelligente Sektorenkopplung der Primärenergiebedarf in Deutschland bis 2045 um 40 Prozent reduziert und enorme Effizienzpotenziale gehoben werden. Die neue Bundesregierung muss daher gleich zu Beginn die richtigen Weichen für die Emissionsreduktion in den klimarelevanten Sektoren durch deren konsequente und intelligente Kopplung stellen: „Wir müssen uns jetzt auf konkrete Maßnahmen verständigen, mit denen wir die Klimaziele bestmöglich erreichen können. Die Diskussion über ein Klimaministerium ist deshalb unnötig und Zeitverschwendung.“   Aus Sicht des ZVEI müssen der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netze sowie attraktivere Strompreise oberste Priorität haben. Dazu gehört zum einen die deutliche Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren. Zum anderen muss die EEG-Umlage abgeschafft werden. Damit ginge auch ein enormer Bürokratieabbau bei Behörden, Stromanbietern, Netzbetreibern und der Industrie einher. EU-weit muss gleichzeitig die Stromsteuer am CO2-Gehalt ausgerichtet und ein wirkungsvoller Emissionshandel, der sich am Emissionsbudget orientiert, eingerichtet werden. Ebenso ist es höchste Zeit, den Umbau, die Digitalisierung und den Ausbau der Strom- und Verteilnetze in Angriff zu nehmen, um für den ansteigenden Strombedarf sowie die zunehmende Volatilität des Stromangebots gerüstet zu sein. Gerade die Digitalisierung und Modernisierung gewährleisten eine effiziente Netzauslastung, ermöglichen damit gezielte Investitionen in den Netzausbau und können so einen starken Anstieg der Netzentgelte vermeiden. Dahingehend ist eine Reform der Netzentgeltsystematik unumgänglich.  Gebäude endlich als Drehkreuz der Energiewende begreifen Im Gebäude treffen alle Sektoren zusammen – das macht sie zu einem wichtigen Element der Energiewende und für den Klimaschutz. Gleichzeitig bietet der Gebäudebestand ein enormes Energieeinsparpotenzial. Die Aufstockung der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude war das richtige Zeichen. Mit Blick in die Zukunft sieht der ZVEI jedoch weiteres Potenzial, etwa durch eine bessere Abstimmung von Erzeugung, Speicherung und Nutzung regenerativer Energien. Dies ist für das Laden eines Elektroautos genauso wichtig wie für die Wärmeerzeugung. Auch hierfür bedarf es der richtigen Strompreissignale. ]]> Thu, 21 Oct 2021 11:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/energie-und-klimawende-industrie-hat-loesungen-politik-muss-diese-jetzt-nutzen3209004 <![CDATA[Elektroexporte wachsen zweistellig]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektroexporte-wachsen-zweistellig <![CDATA[Die deutsche Elektroindustrie hat im August 2021 Waren im Wert von 17,6 Milliarden Euro exportiert. „Nachdem die Dynamik im Vormonat etwas nachgelassen hatte, sind die Elektroausfuhren mit einem Plus von 14,2 Prozent zum Vorjahr wieder zweistellig gewachsen“, sagte Jürgen Polzin, Konjunkturexperte beim ZVEI, dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie. Im gesamten Zeitraum von Januar bis August dieses Jahres lagen die kumulierten Branchenausfuhren bei 144,7 Milliarden Euro und damit 12,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Mit 16,3 Milliarden Euro übertrafen die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland ihren Vorjahreswert um 13,5 Prozent. In den ersten acht Monaten dieses Jahres stiegen die Importe um 16,1 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 137,9 Milliarden Euro. Die deutschen Elektroexporte in die Länder der Eurozone konnten im August 2021 mit einem Anstieg um 18,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 5,3 Milliarden Euro kräftiger zulegen als die Branchenausfuhren insgesamt. Mit 30,9 Prozent auf 945 Millionen Euro verzeichneten die Exporte in die Niederlande ein besonders hohes Wachstum. Auch nach Finnland (+26,0 % auf 184 Mio. €), Spanien (+22,9 % auf 565 Mio. €) und Italien (+20,2 % auf 694 Mio. €) stiegen die Lieferungen um mehr als ein Fünftel gegenüber Vorjahr. Die Wachstumsraten bei den Ausfuhren nach Frankreich (+18,8 % auf 1,0 Mrd. €), Österreich (+18,3 % auf 788 Mio. €) und Belgien (+16,8 % auf 410 Mio. €) standen dem nur wenig nach. Insgesamt summierten sich die deutschen Elektroausfuhren in den Euroraum von Januar bis einschließlich August dieses Jahres auf 46,7 Milliarden Euro − ein Zuwachs von 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei den Elektroausfuhren in die Länder außerhalb der Eurozone (Drittländer) wurde im August 2021 ein Plus von 12,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 12,3 Milliarden Euro erzielt. Unter den Drittländern entwickelten sich insbesondere die Lieferungen in die USA, dem zweitgrößten Abnehmer deutscher Elektroexporte, positiv. „Das US-Geschäft erhöhte sich um 21,9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Zu Jahresbeginn war die Erholung hier noch schleppend verlaufen“, so Polzin. Auch die Ausfuhren nach Japan (+17,4 % auf 243 Mio. €), Großbritannien (+16,5 % auf 745 Mio. €), Tschechien (+15,6 % auf 782 Mio. €), Ungarn (+11,4 % auf 569 Mio. €) und China (+11,1 % auf 2,1 Mrd. €) zogen zweistellig an. Demgegenüber legten die Branchenlieferungen nach Südkorea (+1,8 % auf 256 Mio. €) und Polen (+1,5 % auf 859 Mio. €) nur leicht zu. Kumuliert von Januar bis August dieses Jahres rangierten die aggregierten Elektroexporte in die Drittländer bei 98,0 Milliarden Euro (+10,0 % gegenüber Vorjahr).  ]]> Wed, 20 Oct 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektroexporte-wachsen-zweistellig3208992 <![CDATA[ZVEI: Absinken der EEG-Umlage ist nicht genug]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-absinken-der-eeg-umlage-ist-nicht-genug <![CDATA[„Das Absinken der EEG-Umlage auf 3,7 ct/ kWh ist eine gute Nachricht, aber die neue Bundesregierung muss in der kommenden Legislatur den konsequenten nächsten Schritt gehen – und die EEG-Umlage ganz abschaffen,“ so Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung anlässlich der heutigen Bekanntgabe der Senkung der EEG-Umlage.  „Denn das jetzige Absinken ist ein Resultat steigender Strombeschaffungspreise, getrieben durch fossile Energieträger, und wird daher kaum Auswirkungen auf die Endkundenpreise haben.“ Nur mit umfassender Elektrifizierung – durch die direkte Nutzung elektrischer Energie aus regenerativen Quellen oder Folgeprodukten wie etwa grünem Wasserstoff und e-Fuels - sowie durch konsequente Digitalisierung sind die ambitionierten Klimaziele bis 2045 erreichbar. Um Investitionen in die All Electric Society zu beschleunigen, brauche es einen strukturell attraktiven Strompreis. Dazu ist sind kurzfristig die Abschaffung der EEG-Umlage, das Herabsetzen der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß sowie der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien nötig. Mittelfristig muss sich die Stromsteuer am CO2-Gehalt ausrichten, sodass für CO2-freien Strom gar keine Steuer mehr anfällt. Außerdem benötige es eine Reform der Netzentgeltsystematik. ]]> Fri, 15 Oct 2021 11:34:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-absinken-der-eeg-umlage-ist-nicht-genug3208987 <![CDATA[Achim Tempelmeier ist neuer Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Starkstromkondensatoren: „Blindleistungsmanagement ist essenziell bei weiterem Ausbau der Erneuerbaren“]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/achim-tempelmeier-ist-neuer-vorsitzender-des-zvei-fachverbands-starkstromkondensatoren-blindleistungsmanagement-ist-essenziell-bei-weiterem-ausbau-der-erneuerbaren <![CDATA[Die Mitgliederversammlung des ZVEI-Fachverbands Starkstromkondensatoren hat Achim Tempelmeier, Geschäftsführer der KBR GmbH, einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Klaus Holbe, Geschäftsführender Gesellschafter der Electronicon Kondensatoren GmbH und der System Electric Power Quality GmbH, der über 20 Jahre Vorsitzender des Fachverbands war. Zum Stellvertreter des Vorsitzenden wählte die Mitgliederversammlung Lukas Motta, Director Product Marketing PFC & PQS der Aluminum & Film Capacitors Business Group bei TDK Electronics.   „War die Blindstromkompensation bisher eine eigenständige betriebliche Lösung, so wird in Zukunft das Blindleistungsmanagement in den Verteilnetzen eine immer größere Rolle spielen“, so Tempelmeier. „Tatsächlich ist das Blindleistungsmanagement im Zuge des weiteren Ausbaus der erneuerbaren Energien essenziell. Denn die Anforderungen an die Einhaltung der Netzqualität steigen, da unsere Netze durch den vermehrten Ausbau von regenerativen Energien instabiler werden.“   Die Energiewende in Deutschland stellt auch die Hersteller von Starkstromkondensatoren vor große Herausforderungen, wie Tempelmeier betont. Der Netzausbau in Form intelligenter Netze, der Smart Grids bedingt, dass sich die Kondensatoren der Zukunft immer mehr vom eigenständigen Bauelement zur vollintegrierten System-Komponente wandeln werden. Dadurch werden die Anforderungen an die elektrische und thermische Belastbarkeit aber auch an das Design steigen. Dies erfordert eine immer engere Zusammenarbeit der Entwicklungsabteilungen von Kunden und Herstellern. „Ziel ist, die politischen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass wir auch in Zukunft in diesem wettbewerbsintensiven Markt bestehen können“, so Tempelmeier. „Vor allem brauchen wir Kontinuität, Planungssicherheit, weniger Bürokratie und mehr Herz für den Mittelstand, der einer der Hauptleistungsträger in unserer Gesellschaft ist.“ Laut Tempelmeier hat die intensive Zusammenarbeit aller an der Lieferkette beteiligten Unternehmen im ZVEI-Fachverband hohe Bedeutung, da sie die Identität jedes einzelnen Mitglieds stärkt sowie insgesamt die Sichtbarkeit der Branche. Über den ZVEI-Fachverband Starkstromkondensatoren Der ZVEI-Fachverband Starkstromkondensatoren repräsentiert die Hersteller von Leistungs-, Motor- und Leuchten-Kondensatoren, von passiven und aktiven Kompensations- und Filtersystemen, von Blindleistungsreglern, von Drosseln für Blindleistungs-Kompensation und von Blindleistungskompensationsanlagen. Das Ziel ist die Optimierung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie die Stärkung des deutschsprachigen und europäischen Standorts. ]]> Fri, 15 Oct 2021 11:16:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/achim-tempelmeier-ist-neuer-vorsitzender-des-zvei-fachverbands-starkstromkondensatoren-blindleistungsmanagement-ist-essenziell-bei-weiterem-ausbau-der-erneuerbaren3208986 <![CDATA[TV-Geräte-Markt: Verbraucher kaufen mehr UHD-Geräte und Smart-TVs]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/tv-geraete-markt-verbraucher-kaufen-mehr-uhd-geraete-und-smart-tvs <![CDATA[ Smart-TV-Anteil der Fernseher wächst um vier Prozentpunkte auf 93 Prozent Marktanteil Ultra-HD-Fernseher steigt auf 75 Prozent   Umweltbewusste Konsumenten: Drei von vier Fernseher werden nach Kauf eines neuen Geräts weiterverwendet  In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 ist der Anteil von Smart-TVs und UHD-Fernsehern gemessen am Gesamtmarkt weiter angestiegen. Laut GfK SE wurden in den ersten drei Quartalen 2021 insgesamt rund 4 Millionen Fernsehgeräte in Deutschland verkauft. Davon entfielen rund 3,7 Millionen auf smarte Fernseher, die eine Nutzung von Apps oder Mediatheken über HbbTV oder Internet ermöglichen. Dies entspricht einem Anteil von 93 Prozent – vier Prozentpunkte mehr im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2020 (89 Prozent).  Bei Ultra HD-Geräten stieg der Marktanteil um fünf Punkte auf 75 Prozent (3 Mio. Geräte; Q1-Q3 2020: 70 Prozent). Der Anteil der UHD-Fernseher, die mindestens ein Verfahren für High Dynamic Range (HDR) unterstützen, ist nochmals leicht auf 98 Prozent angewachsen. Diese Geräte können Inhalte mit deutlich größerem Kontrastumfang sowie natürlicheren Farben in feineren Abstufungen darstellen. Bereits 79 Prozent (2,3 Millionen) der HDR-Displays beherrschen neben den statischen HDR-Standards HDR10 und HLG (Hybrid Log Gamma) auch dynamische HDR-Verfahren wie Dolby Vision oder HDR10+.  Weiter im Trend liegen Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 55 Zoll und größer. Diese Gruppe macht mit knapp 2,2 Millionen verkauften Geräten 54 Prozent des Gesamtmarkts aus.  Der deutlichste Sprung war hier bei den größten Displays zu verzeichnen: jeder fünfte verkaufte Flachbildschirm wurde mit einer Bildschirmdiagonale von mindestens 65 Zoll ausgeliefert.  Umweltbewusste Konsumenten: Drei von vier Altgeräten werden weiter genutzt Beim Umgang mit Altgeräten zeigen sich die Konsumenten verantwortungsvoll. Auch bei einem Neukauf bleibt in der Hälfte der Fälle das bisherige Gerät im eigenen Haushalt oder an einem Zweitwohnsitz im Einsatz. Wird es nicht mehr benötigt, wird es häufig noch verschenkt bzw. gespendet oder verkauft. Insgesamt werden somit gut drei Viertel der Geräte bei einem Neukauf weitergenutzt.  Carine Chardon, Geschäftsführerin der Deutschen TV-Plattform und ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführerin Consumer Electronics: „Die Zahlen zeigen, dass der Trend zu qualitativ hochwertigen Fernsehern mit exzellenter Bildqualität anhält, die eine flexible Content-Nutzung über den klassischen TV-Anschluss oder über Apps bzw. HbbTV-Anwendungen ermöglichen. Das vergrößert für Sender und Produzenten die Basis für den Absatz ihrer Inhalte über alle Verbreitungswege. Sehr positiv ist auch, dass der Neukauf von Fernsehern in den wenigsten Fällen unmittelbar zu einem Anstieg an Elektroschrott führt.“ Eine Übersicht zu verfügbaren UHD-Inhalten und den derzeit verfügbaren UHD-HDR-Geräten bietet das Infoportal der Deutschen TV-Plattform. Verbraucherstudie des ZVEI e. V. zum Umgang mit TV-Altgeräten]]> Thu, 14 Oct 2021 11:16:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/tv-geraete-markt-verbraucher-kaufen-mehr-uhd-geraete-und-smart-tvs3208981 <![CDATA[ZVEI: Wachstum bei Leistungshalbleitern verdreifacht sich bis 2030]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-wachstum-bei-leistungshalbleitern-verdreifacht-sich-bis-2030 <![CDATA[•    Langfristige Strategie nötig, um Förderprogramme passgenau auf Bedarfe der Abnehmerindustrien auszurichten •    Mikroelektronik in Deutschland und Europa stärken und ausbauen, besonders im Bereich der Leistungselektronik Nach aktuellen Abschätzungen des ZVEI wird sich das Wachstum im Markt für Leistungshalbleiter bis 2030 verdreifachen und entwickelt sich damit sechs Mal so schnell wie der gesamte Halbleitermarkt. Europa ist heute mit einem Anteil von 30 Prozent am Markt für Leistungshalbleiter weltmarktführend – diese Position gilt es zu stärken und auszubauen.  Leistungshalbleiter werden unter anderem benötigt, um erneuerbare Energien in das Stromnetz einzuspeisen. Durch Wind- und Sonnenergie erzeugter Strom wird mithilfe von Umrichtern mit integrierten Leistungshalbleitern in das öffentliche Netz eingespeist. Auch für die leistungs- und energieoptimierte Produktion und die Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie sind Leistungshalbleiter wichtig. Nicht zuletzt ist der stark wachsende Markt für Elektroautos auf Leistungshalbleiter angewiesen.  „Für die Transformation in eine klimaneutrale und digitale Gesellschaft sind Leistungshalbleiter unersetzlich. Insbesondere in den Sektoren Industrie, erneuerbare Energien und Automotive und bei der Kopplung dieser Sektoren wird der Bedarf enorm zunehmen. Ohne Leistungshalbleiter erhalten wir keinen grünen Strom, daher auch keinen grünen Wasserstoff, und ist keine All-Electric-Society möglich“, so Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung zur Bedeutung des Marktes.  Laut Weber muss Europa die Produktion von Leistungshalbleitern enorm steigern, um die Wertschöpfung zu sichern und um als Industriestandort im internationalen Wettbewerb weiter bestehen zu können. „Bis 2030 müssten in Europa etwa sechs zusätzliche Halbleiterfabriken errichtet werden, um die aktuelle Position des Markts für Leistungshalbleiter nur halten zu können. Die heutigen europäischen Marktführer müssten ihre Produktion in weniger als 10 Jahren mindestens verdreifachen“, so Weber. Auch für weitere Anwendungen wie zum Beispiel Sensoren und Prozessoren wird der Bedarf an Chips stark steigen. Daher müssten EU-Kommission, Bundesregierung und die weiteren interessierten EU-Mitgliedstaaten das zweite „Important Project for Common European Interest“ (IPCEI) für Mikroelektronik und Kommunikationstechnologie nun rasch beschließen. Darüber hinaus brauche es eine langfristige Strategie, um Europas Stärken, wie etwa Leistungshalbleiter, zu stärken und bislang in Europa eher schwache Bereiche, wie zum Beispiel Prozessoren, zu kräftigen. „Notwendig sind passgenaue Förderprogramme, die die Bedarfe der verschiedenen Anwenderindustrien berücksichtigen – insbesondere auch den Mittelstand als Leistungsträger der deutschen Industrie“.]]> Thu, 14 Oct 2021 08:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-wachstum-bei-leistungshalbleitern-verdreifacht-sich-bis-20303208976 <![CDATA[Corona an Schulen: UV-C-Luftreiniger können Krankheitserreger maßgeblich reduzieren]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/corona-an-schulen-uv-c-luftreiniger-koennen-krankheitserreger-massgeblich-reduzieren <![CDATA[Kurzwelliges ultraviolettes Licht (UV-C) wird seit Jahrzehnten erfolgreich zum Abtöten von Krankheitserregern, etwa zur Trinkwasserdesinfektion, eingesetzt. Auch zur Eindämmung der aktuellen SARS-CoV-2-Pandemie kann UV-C einen wichtigen Beitrag leisten. Etwa durch den Einsatz von geschlossenen Luftreinigern mit bewährter UV-C-Technologie in Schulen und Bildungseinrichtungen. Eine der obersten Prioritäten in der Corona-Pandemie ist die Sicherstellung des Präsenzunterrichts. Gleichzeitig gibt es in Klassenräumen jedoch eine Reihe an Aspekten, die zu einem erhöhten Infektionsrisiko beitragen: Einerseits befinden sich viele Personen im Raum, während anderseits nicht alle Räume über ein geeignetes Lüftungskonzept verfügen. Da Raumlufttechnische Anlagen (RLT) selten vorhanden sind, ist man hauptsächlich auf Fensterlüftung angewiesen. Hierfür muss im Idealfall ein Luftdurchzug geschaffen werden, was oftmals nicht möglich ist, da Schulräume meist nur auf einer Raumseite mit Fenstern ausgestattet sind. Unter diesen Voraussetzungen stellen Luftentkeimungsgeräte, die die Raumluft stetig reinigen und Krankheitskeime zuverlässig abtöten, eine verlässliche und flexible Lösung dar, die zudem leicht und schnell in bestehende Räumlichkeiten integriert werden kann.  Geschlossene Luftreiniger mit UV-C-Technologie inaktivieren Viren und Bakterien und tragen so chemiefrei und filterlos dazu bei, die Anzahl luftgetragener Krankheitserreger kontinuierlich zu reduzieren. Durch die leise Betriebsweise sind sie ideal für den Einsatz in Schulen und Bildungseinrichtungen. Zudem sind Luftreiniger mit UV-C-Lampen wartungsarm, die Lampen sind leicht zu tauschen. Der ZVEI hat herstellerneutral alle Informationen zu UV-C-basierten Luftreinigern in dieser Veröffentlichung zusammengestellt.  ]]> Tue, 12 Oct 2021 14:04:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/corona-an-schulen-uv-c-luftreiniger-koennen-krankheitserreger-massgeblich-reduzieren3208962 <![CDATA[Elektrogeräte werden mehrheitlich richtig entsorgt]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektrogeraete-werden-mehrheitlich-richtig-entsorgt <![CDATA[Die deutliche Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher fühlt sich gut informiert, wenn es um die richtige Entsorgung von elektronischen Geräten geht. Insbesondere die Abgabe beim kommunalen Wertstoffhof und die Rückgabe beim Händler sind bekannte Wege der Entsorgung, so das Ergebnis einer aktuellen Verbraucherumfrage von Innolink, durchgeführt im Auftrag des ZVEI.  Anlässlich des International E-Waste Day, der am 14. Oktober stattfindet, wurde zum einen die Kenntnis über die verschiedenen Entsorgungswege abgefragt und zum anderen das individuelle Verhalten bei der tatsächlichen Entsorgung von Haushaltsgeräten und Fernsehern. Positiv ist, dass ein Großteil der Geräte richtig entsorgt wird. Dies geschieht zumeist über die kommunalen Angebote.  Nur teilweise bekannt sind dagegen die Bedingungen zur Entsorgung über den Handel: So weiß zum Beispiel mehr als ein Drittel der Befragten nicht, dass Elektro-Kleingeräte, die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 cm sind, auch ohne Neukauf im Handel abgegeben werden können. „Die Umfrage hat gezeigt, dass Rückgaberegeln, die sich auf Geräte- oder Marktgrößen beziehen, bei Verbraucherinnen und Verbrauchern noch nicht richtig angekommen sind“, sagt Christian Eckert, Leiter der Umweltabteilung im ZVEI. „Mehr Wissen über die verschiedenen Rückgabeoptionen kann einen wichtigen Beitrag für die Erhöhung der Sammelquote leisten.“ Die Umfrage zeigt zudem, dass über zehn Prozent der Konsumenten – unabhängig vom gefühlten Wissensstand – Elektro-Altgeräte nicht fachgerecht entsorgen: „Insbesondere Elektro-Kleingeräte landen laut Umfrage immer noch viel zu häufig im Restmüll oder bei kommerziellen Sammlern. Beide Entsorgungswege sind falsch. Elektronische Produkte, die das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben, sind kein Müll, sondern eine Quelle für wiederverwertbare Rohstoffe. Aber um diese zu sichern, müssen Altgeräte fachgerecht durch Konsumenten entsorgt werden“, erklärt Eckert. Diese Wissenslücken gilt es zu schließen, damit die für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit nötige Kreislaufwirtschaft funktionieren kann.  Als Gemeinsame Stelle der Hersteller informiert die Stiftung ear bundesweit die Verbraucherinnen und Verbraucher über die korrekte Entsorgung von elektronischen Altgeräten im Rahmen ihres gesetzlichen Informationsauftrags mit der Kampagne „Plan E“. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das Umweltbundesamt wie auch der ZVEI und seine Mitglieder unterstützen diese Kampagne.  ]]> Tue, 12 Oct 2021 08:04:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektrogeraete-werden-mehrheitlich-richtig-entsorgt3208961 <![CDATA[Elektroindustrie wächst bislang weiter zweistellig]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektroindustrie-waechst-bislang-weiter-zweistellig <![CDATA[Die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie sind im August 2021 erneut zweistellig gestiegen: Insgesamt nahmen sie um 25,4 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Aus dem Inland gingen 21,4 Prozent mehr neue Bestellungen ein; die Aufträge aus dem Ausland legten um 28,4 Prozent zu. Dabei erhöhten Kunden aus dem Euroraum ihre Orders etwas stärker (+31,8 %) als die Geschäftspartner aus Drittländern (+27,0 %). In den gesamten ersten acht Monaten dieses Jahres belief sich der Bestellzuwachs auf 26,2 Prozent gegenüber Vorjahr. „Damit konnte auch der vergleichbare Vorkrisenwert aus dem Jahr 2019 zweistellig überboten werden, nämlich um knapp 15 Prozent“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI, dem Verband der Elektro- und Digitalindustrie. Mit einem Plus von 31,3 Prozent nahmen die Auslandsaufträge auch zwischen Januar und August stärker zu als die Inlandsbestellungen (+20,4 %). Aus der Eurozone gingen hier 30,6 Prozent mehr Orders ein und aus Drittländern 31,7 Prozent. Die preisbereinigte Produktion der Elektrobranche lag im August 2021 um 13,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Zeitraum von Januar bis August erzielte sie ein Plus von 12,3 Prozent gegenüber 2020. Auch der Branchenumsatz stieg im August zweistellig auf 15,7 Milliarden Euro (+12,1 %). Die Erlöse mit in- und ausländischen Kunden konnten dabei um 11,9 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro bzw. um 12,3 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Umsatz mit Geschäftspartnern aus der Eurozone erhöhte sich im August um 5,9 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Der Zuwachs im Geschäft mit Drittländern um 15,7 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro war wesentlich ausgeprägter. Kumuliert von Januar bis einschließlich August dieses Jahres kamen die aggregierten Branchenerlöse auf 128,6 Milliarden Euro – ein Plus von 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Inlandsumsatz zog in den ersten acht Monaten um 10,4 Prozent auf 59,9 Milliarden Euro an. Der Auslandsumsatz belief sich auf 68,7 Milliarden Euro und nahm damit um 13,3 Prozent zu. Mit Kunden aus dem Euroraum wurden 24,8 Milliarden Euro erlöst (+12,8 %) und mit jenen aus Drittländern 43,9 Milliarden (+13,5 %). „So gut es auf der Nachfrageseite derzeit auch läuft, so hartnäckig zeigen sich allerdings die allgegenwärtigen Materialknappheiten und Lieferprobleme auf der Angebotsseite“, sagte Gontermann. „Vier von fünf Branchenfirmen berichten hier nach wir vor von teils erheblichen Schwierigkeiten“. Zuletzt waren 869.500 Beschäftigte in der deutschen Elektroindustrie tätig. Die Zahl der Kurzarbeiter sank weiter auf nur noch 24.000. Im Mai 2020 hatte sie noch bei über 181.000 gelegen.  ]]> Fri, 08 Oct 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/elektroindustrie-waechst-bislang-weiter-zweistellig3208954 <![CDATA[Prozessautomation: 2021 mit starken Zuwächsen bei Auftragseingängen]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/prozessautomation-2021-mit-starken-zuwaechsen-bei-auftragseingaengen <![CDATA[Die globalen Auftragseingänge bei den Mitgliedsunternehmen des ZVEI-Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung (M+P) lagen im Zeitraum Januar bis August 2021 für viele Produktgruppen und Regionen zweistellig über Vorjahr. Der Ausblick auf das vierte Quartal 2021 ist zuversichtlich, wenn auch nicht mehr auf demselben Niveau wie in den vorherigen Quartalen: „Für 2021 erleben wir einen großen Nachholeffekt. Das gilt für sehr viele Produktgruppen und Regionen der Messtechnik und Prozessautomation. Wir gehen davon aus, dass wir am Ende des Jahres etwa 12 Prozent über Vorjahr liegen werden“, erklärt Stephan Neuburger, Stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung im ZVEI-Fachverband Automation. Auch für 2022 ist Neuburger zuversichtlich und erwartet ein hohes einstelliges Wachstum.  Positives Bild in den Regionen und Kundensektoren Positive Impulse kommen vor allem aus Asien, hier besonders China, Europa und Lateinamerika. Ebenfalls stark zugelegt hat der US-Markt, allerdings zeichnet sich hier noch ein unausgeglichenes Bild, da das dort wichtige Öl- und Gasgeschäft noch nicht in allen Segmenten gleichermaßen angesprungen ist. Schwächer zeigen sich Russland und der Mittlere Osten, in denen der Aufschwung bisher verhalten ausfällt. Fast alle Abnehmerbranchen der Prozessautomation, wie Chemie- und Pharmaindustrie, Life Sciences, Nahrungs- und Genussmittel, Anlagenbau und Marine weisen starke Zuwächse auf. Auch im Öl- und Gassektor ist vielfach eine Erholung erkennbar. Getrübt wird das positive Bild von einer angespannte Liefersituation bei Vormaterialien, Rohstoffen und Komponenten, wie z.B. Halbleiter von der auch die Unternehmen der Prozessautomation betroffen sind.  Die Prozessautomation in Deutschland hatte Ende 2020 rund 125.000 Beschäftigte und erwirtschaftete 2020 mit einem Umsatz von 21,5 Milliarden Euro zirka zwölf Prozent des Branchenumsatzes. Die Exporte lagen in diesem Zeitraum mit 16,2 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch wie die Importe mit 7,7 Milliarden Euro.  ]]> Wed, 06 Oct 2021 08:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/prozessautomation-2021-mit-starken-zuwaechsen-bei-auftragseingaengen3208947 <![CDATA[Nächste Bundesregierung muss Datenwirtschaft und KI endlich als Chance begreifen]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/naechste-bundesregierung-muss-datenwirtschaft-und-ki-endlich-als-chance-begreifen <![CDATA[ Regulierung darf Innovation nicht behindern Deutlich aktivere Standortpolitik und Förderung für Halbleiterbranche nötig Technologische Innovationen, Künstliche Intelligenz und datengetriebene Geschäftsmodelle sind die Schrittmacher einer erfolgreichen digitalen Wirtschaft und Gesellschaft. Und die Elektroindustrie ist maßgeblicher Teil davon, da sie wie keine andere Branche nicht nur Anwender digitaler Lösungen ist, sondern diese erst möglich macht und auch für andere Branchen anbietet. Daher fordert der ZVEI als Verband der Elektro- und Digitalindustrie die kommende Bundesregierung dazu auf, Datenökonomie und KI nicht als Schreckgespenst zu begreifen, sondern als große Chance für Deutschland. „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der Politik, damit wir Daten nicht nur erheben, sondern auch sinnstiftend nutzen können“, sagte ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel im Rahmen der heutigen Pressekonferenz. „KI-basierte Lösungen und Algorithmen sind schon längst Teil unseres Alltags. Mehr denn je gilt es jetzt, ihre Chancen zu nutzen und nicht vor möglichen Risiken zu erstarren. Dazu müssen regulative und bürokratische Hürden endlich abgebaut werden.“ So müsse bei der Regulierung dringend zwischen industriellen und konsumentennahen Anwendungen unterschieden werden. Denn über 80 Prozent der Daten, die von Unternehmen der deutschen Elektroindustrie erfasst werden, sind nicht personenbezogen, so ein Ergebnis der heute veröffentlichten ZVEI-Digitalumfrage. Jedes zweite Branchenunternehmen fühlt sich bei der Datennutzung eingeschränkt, so die Umfrage weiter. Dazu trägt auch die DSGVO bei: Für mehr als ein Drittel der Elektrounternehmen ist die fehlende Rechtssicherheit ein wesentliches Hemmnis bei der Digitalisierung. „Die neue Bundesregierung muss einen pragmatischen Weg finden, wie sich auch personenbezogene Daten rechtssicher im Rahmer der DSGVO nutzen lassen – etwa durch klar definierte Anonymisierungsverfahren.“ Hier dürfe Deutschland (und Europa) im internationalen Wettbewerb nicht noch weiter zurückfallen. Ähnliches gilt auch im Bereich der Mikroelektronik: Nur acht Prozent der weltweiten Produktionskapazitäten für Halbleiter liegen derzeit in Europa, in Deutschland sind es sogar nur drei Prozent. Gleichzeitig wird der Bedarf an Halbleitern in den kommenden Jahren massiv steigen. „Deshalb reicht es nicht aus, nur Löcher zu stopfen“, sagte Kegel. „Wir müssen die technologische Souveränität Europas sichern.“ Das bedeute: Förderung beim Produktionsausbau in Bereichen, in denen Europa stark sei, aber auch Investitionen in Bereichen, in denen Europa aufholen müsse. Kegel: „Wenn andere Regionen klotzen, dürfen wir nicht kleckern. Das zweite europäische IPCEI für Mikroelektronik muss jetzt schnell Fahrt aufnehmen und zusätzlich durch eine deutlich aktivere Standortpolitik flankiert werden.“   ZVEI ist Verband der Elektro- und Digitalindustrie – seine Mitgliedsunternehmen sind Vorreiter der Digitalisierung Mit 45 Prozent hat sich der Umsatzanteil smarter Produkte und Dienstleistungen in der deutschen Elektroindustrie in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt. Bis 2026 soll er bereits knapp zwei Drittel des Umsatzes ausmachen, so eine weitere Erkenntnis der ZVEI-Digitalumfrage. „Diese Entwicklung verlief schneller, als von uns erwartet. Heute investieren neun von zehn Unternehmen unserer Branche gezielt und in hohem Maße in Digitalisierung. Das ist eine beeindruckende Zahl“, erklärte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. So seien 80 Prozent der Unternehmen digital aufgestellt und auch innerhalb der Wertschöpfungsnetzwerke mit Kunden und Lieferanten wachse der Digitalisierungsgrad stetig (58% bzw. 38%). Mehr als die Hälfte der Unternehmen investiere bereits in vollständig neue digitale Geschäftsmodelle. „Gebremst wird diese Entwicklung – neben den bestehenden Rechtsunsicherheiten bei der Datennutzung – vor allem durch den Mangel an Fachkräften“, erklärt Weber. Software-Entwickler und Daten-Spezialisten fehlten überall. Infolge der immer stärker werdenden digitalen Weiterentwicklung seiner Mitgliedsunternehmen richtet sich der ZVEI neu aus und versteht sich nicht mehr nur als Verband der Elektroindustrie, sondern auch der Digitalindustrie.]]> Mon, 04 Oct 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/naechste-bundesregierung-muss-datenwirtschaft-und-ki-endlich-als-chance-begreifen3208939 <![CDATA[ZVEI zur Bundestagswahl: Hängepartie wäre denkbar schlechtester Start in neue Legislatur]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-zur-bundestagswahl-haengepartie-waere-denkbar-schlechtester-start-in-neue-legislatur <![CDATA[„Auch wenn eine Regierungsbildung erst einmal komplex erscheint, muss jetzt schnell eine handlungsstarke Koalition zusammenfinden. Eine Hängepartie wäre der denkbar schlechteste Start in die neue Legislatur. Deutschland braucht Aufbruchsstimmung - vor allem bei Klimaschutz und Innovationen durch Elektrifizierung und Digitalisierung. Nur mit Tempo und Mut lassen sich die vor uns liegenden Herausforderungen annehmen. Hierfür ist eine starke Industrie wichtig. Deshalb: Mehr Vertrauen in die Marktkräfte geben, die Unternehmen von bürokratischen und finanziellen Belastungen befreien und Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Die Welt um uns herum steht nicht still", äußert sich Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, zum Ergebnis der Bundestagswahl. ]]> Sun, 26 Sep 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-zur-bundestagswahl-haengepartie-waere-denkbar-schlechtester-start-in-neue-legislatur3208916 <![CDATA[Dekarbonisierung des Gebäudesektors: Aufstockung der BEG ist das richtige Signal]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/dekarbonisierung-des-gebaeudesektors-aufstockung-der-beg-ist-das-richtige-signal <![CDATA[„Moderne Technologien und digitale Gebäudeinfrastruktur ermöglichen mehr Energieeffizienz und weniger CO2-Ausstoß im Gebäudesektor“, sagt Sebastian Treptow, Leiter der ZVEI-Plattform Gebäude. Eine höhere Sanierungsquote in Deutschland sei dafür unverzichtbar. Der heutige Kabinettsbeschluss, den Fördertopf der BEG noch einmal um 5,7 Milliarden Euro aufzustocken, ist daher aus Sicht des Verbands das absolut richtige Signal angesichts des enormen Energieeinsparpotenzials im Gebäudesektor. „Wir müssen die Dekarbonisierung des Gebäudesektors vorantreiben. Elektrifizierung und Digitalisierung sind hierbei unerlässlich. Die BEG setzt die notwendigen Anreize für nachhaltige Sanierungsinvestitionen“, zeigt sich Treptow überzeugt. Der ZVEI weist darauf hin, dass die jährliche Sanierungsquote von derzeit rund einem Prozent abhängig von Gebäudetechnik und Anwendung schnell auf mindestens drei Prozent bei Heizung und sechs Prozent bei Beleuchtung steigen muss. Gleichzeitig müsse der Bund Vorsorge leisten, damit die bereitgestellten Mittel auch abgerufen werden können: „Damit die Energiewende im Gebäudesektor endlich an Fahrt aufnehmen kann, muss auch die Abwicklung der Förderanträge mit ihrer wachsenden Zahl Schritt halten“, macht Treptow auf einen möglichen Engpass aufmerksam.  Die BEG fördert neben der Sanierung bzw. dem Austausch alter, ineffizienter Heizungs- oder Beleuchtungsanlagen erstmalig auch Digitalisierungsmaßnahmen inkl. Steuerungs- und Regelungstechnologien. Gefördert werden zudem Beratung, Planung und Installation sowie weitere Maßnahmen, die nötig sind, um die eigentliche Sanierung durchzuführen (z.B. Austausch von Elektroverteilung, Unterverteilung, Zählerplatzanlagen, Steiger und sogar Malerarbeiten). Sie gilt für Wohn- und Nichtwohngebäude. Mit Blick in die Zukunft sieht der ZVEI weiteres Potenzial, etwa durch eine bessere Abstimmung von Erzeugung, Speicherung und Nutzung regenerativer Energien. Das sei für das Laden eines Elektroautos genauso wichtig wie für die Wärmeerzeugung.  ]]> Wed, 22 Sep 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/dekarbonisierung-des-gebaeudesektors-aufstockung-der-beg-ist-das-richtige-signal3208906 <![CDATA[Deutsche Elektroexporte legen weiter zu]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/deutsche-elektroexporte-legen-weiter-zu <![CDATA[ Expansionstempo zuletzt aber langsamer Mit einem Wert von 18,0 Milliarden Euro verzeichneten die deutschen Elektroexporte im Juli 2021 ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber Vorjahr. „Damit fiel der jüngste Zuwachs geringer aus als in den vier vorangegangenen Monaten, in denen – nicht zuletzt aufgrund von Basiseffekten – jeweils zweistellige Steigerungsraten erzielt worden waren“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres beliefen sich die aggregierten Branchenausfuhren auf 126,7 Milliarden Euro, womit sie um 12,0 Prozent höher lagen als im Vorjahr. Mit 16,6 Milliarden Euro übertrafen die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland ihr Vorjahresniveau im Juli 2021 um 9,8 Prozent. Auch hier nahm das Expansionstempo ab. Kumuliert von Januar bis Juli 2021 rangierten die Einfuhren bei 121,0 Milliarden und damit 16,5 Prozent über Vorjahr. Die Elektroexporte in die Industrieländer kamen im Juli 2021 auf 11,5 Milliarden Euro (+8,1% gegenüber Vorjahr). Hier gab es die höchsten Zuwächse bei den Lieferungen nach Taiwan (+18,3% auf 216 Mio. €) und Südkorea (+17,8% auf 262 Mio. €). Die Ausfuhren nach Tschechien (+14,7% auf 801 Mio. €), Italien (+13,5% auf 920 Mio. €), in die Niederlande (+13,2% auf 886 Mio. €) und nach Schweden (+12,9% auf 387 Mio. €) zogen ebenfalls zweistellig an. Auch mit Österreich (+9,3% auf 779 Mio. €), Großbritannien (+8,2% auf 746 Mio. €), den USA (+7,4% auf 1,7 Mrd. €), Spanien (+4,0% auf 569 Mio. €), der Schweiz (+1,7% auf 634 Mio. €) und Frankreich (+0,7% auf 1,0 Mrd. €) gab es mehr Geschäft. Dagegen waren die Ausfuhren nach Belgien (-3,4% auf 360 Mio. €), Dänemark (-5,3% auf 211 Mio. €) und Japan (-6,1% auf 217 Mio. €) im Juli rückläufig. In den ersten sieben Monaten wuchsen die Exporte in die Industrieländer um 13,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 81,5 Milliarden Euro. „Die Elektroausfuhren in die Gruppe der Schwellenländer kamen zuletzt langsamer voran als die Branchenlieferungen in die Industrieländer“, so Gontermann. „Sie erhöhten sich im Juli nur um viereinhalb Prozent gegenüber Vorjahr auf 6,5 Milliarden Euro.“ Das größte Plus gab es bei den Exporten nach Südafrika, die um 53,3 Prozent auf 118 Millionen Euro zunahmen. Ebenfalls kräftig wuchsen die Lieferungen nach Brasilien (+43,3% auf 121 Mio. €) und Indien (+39,7% auf 196 Mio. €). Bei den Ausfuhren nach Ungarn (+9,9% auf 568 Mio. €), Malaysia (+7,2% auf 199 Mio. €), Thailand (+7,0% auf 86 Mio. €), China (+5,3% auf 2,1 Mrd. €), Rumänien (+4,9% auf 335 Mio. €) und Mexiko (+4,6% auf 213 Mio. €) waren jeweils einstellige Zuwächse zu verzeichnen. Die Elektroexporte nach Polen (+0,1% auf 829 Mio. €) lagen im Juli auf Vorjahresniveau, die nach Russland (-0,6% auf 356 Mio. €) leicht und jene in die Türkei (-20,9% auf 227 Mio. €) deutlich darunter. Von Januar bis Juli 2021 beliefen sich die aggregierten Branchenausfuhren in die Schwellenländer auf 45,2 Milliarden Euro – ein Plus von 10,2 Prozent gegenüber Vorjahr.  ]]> Tue, 21 Sep 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/deutsche-elektroexporte-legen-weiter-zu3208905 <![CDATA[ZVEI zur Ladesäulenverordnung: Einbaupflicht von Kartenlesegeräten bremst die Elektromobilität aus]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-zur-ladesaeulenverordnung-einbaupflicht-von-kartenlesegeraeten-bremst-die-elektromobilitaet-aus <![CDATA[„Kreditkarten-Terminals an Ladesäulen sind ein echter Anachronismus. Wir bauen eine Ladeinfrastruktur für 2030 und darüber hinaus – da müssen wir auch beim Bezahlen auf zukunftsweisende Lösungen setzen“, sagt Dr. Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung und kritisiert damit den heutigen Bundesratsbeschluss zur Ladesäulenverordnung. „Wir müssen aufpassen, dass wir die Ladeinfrastruktur nicht bis in die Unwirtschaftlichkeit kaputt regulieren.“ Die Bundesregierung hat das Ziel zehn Millionen Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2030. Davon ist man weit entfernt. Es fehlen vor allem immer noch Ladesäulen. Der ZVEI ist überzeugt, dass eine bessere Ladeinfrastruktur die Kaufbereitschaft bei E-Autos stärker anreizt als eine weitere Förderung für die Anschaffung der Fahrzeuge selbst. Der nun verpflichtende Einbau von Lesegeräten für Debit- und Kreditkarten in bzw. an allen Ladesäulen wird den Ausbau der Ladeinfrastruktur und damit die Elektromobilität an sich ausbremsen. Der ZVEI hatte sich in den vergangenen Monaten – auch im Schulterschluss mit anderen Verbänden – dagegen ausgesprochen.  ]]> Fri, 17 Sep 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-zur-ladesaeulenverordnung-einbaupflicht-von-kartenlesegeraeten-bremst-die-elektromobilitaet-aus3208895 <![CDATA[Neues Europäisches Bauhaus muss Digitalisierung und Vernetzung im Gebäudesektor berücksichtigen]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/neues-europaeisches-bauhaus-muss-digitalisierung-und-vernetzung-im-gebaeudesektor-beruecksichtigen <![CDATA[ Lebenszykluskosten von Gebäuden betrachten Mit der gestern vorgestellten Strategie zum Neuen Europäischen Bauhaus geht die EU-Kommission einen weiteren wichtigen Schritt, um unterschiedliche Aspekte des Gebäudes der Zukunft zu beschreiben. Der ZVEI begrüßt, dass neben Ästhetik und Qualität die Baukultur in den Fokus gerückt wird. Gleichzeitig hätte man aber die Chancen, die die Digitalisierung von Gebäuden bietet, noch stärker herausarbeiten müssen. Denn qualitativ hochwertige Lösungen, die Steuerung und Vernetzung möglich machen, steigern nicht nur den Wohnkomfort, sie tragen nachhaltig dazu bei, die Klimaziele zu erreichen.  Gebäude sind ein entscheidender Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. Sie verbrauchen 40 Prozent der in der EU benötigten Energie und verursachen 36 Prozent aller Treibhausgasemissionen. Ihr CO2-Ausstoß müsste um 60 Prozent, ihr Energiebedarf um 14 Prozent gesenkt werden. Dabei stagniert die Renovierungsquote im EU-Durchschnitt rund um ein Prozent. Zu tun gäbe es also genug. „Vor allem muss man sich von dem Grundsatz entfernen, dass Bauen nicht teurer werden darf und stattdessen vielmehr die gesamten Lebenszykluskosten betrachten. Nur dann können wir die Klimaziele im Gebäudesektor nachhaltig erreichen“, sagt Sebastian Treptow, Leiter der Plattform Gebäude im ZVEI. Denn Renovierungsmaßnahmen, die zum flächendeckenden Einsatz von innovativen Technologien beitragen und Aspekte der Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft berücksichtigen, senken die CO2-Emissionen von Gebäuden und machen diese über ihre Lebensdauer betrachtet wirtschaftlicher.  Das Neue Europäische Bauhaus ist Teil des Green Deal und „Fit for 55“-Pakets. Es soll Ideen für lebenswerten Wohnraum bei gleichzeitigem Schutz von Klima und Umwelt hervorbringen. Mit den nun aufgezeigten Aspekten wird ein Schritt in die richtige Richtung gemacht, jedoch müssen aus Sicht des ZVEI vor allem bereits vorhandene Potenziale gehoben werden. Technologien, die die Energieeffizienz von Gebäuden steigern und den Komfort der Nutzer verbessern, existieren bereits. Der Einsatz einer energieeffizienten technischen Gebäudeausrüstung (TGA) kann entscheidend dazu beitragen, die angestrebte Klimaneutralität und CO2-Reduktion zu erreichen. Dies sollte die EU-Kommission bei allen aktuellen Strategien rund um das Gebäude berücksichtigen.  ]]> Thu, 16 Sep 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/neues-europaeisches-bauhaus-muss-digitalisierung-und-vernetzung-im-gebaeudesektor-beruecksichtigen3208890 <![CDATA[Deutsche Elektroindustrie: Bestellungen ziehen mit Start ins zweite Halbjahr weiter an]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/deutsche-elektroindustrie-bestellungen-ziehen-mit-start-ins-zweite-halbjahr-weiter-an <![CDATA[ Geschäftsklima fällt allerdings zurück Die deutsche Elektroindustrie hat im Juli dieses Jahres 21,8 Prozent mehr Auftragseingänge verbucht als im Vorjahr. „Damit lag die Zuwachsrate ähnlich hoch wie im Vormonat“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Der sechsprozentige Rückgang aus dem Juli 2020 konnte so deutlich überkompensiert werden.“ Aus dem Inland gingen zuletzt 13,7 Prozent mehr Bestellungen ein. Die Aufträge aus dem Ausland legten mehr als doppelt so stark zu (+ 29,3%). Hier erhöhten Kunden aus dem Euroraum ihre Orders um 31,3 Prozent und die aus Drittländern um 28,2 Prozent. In den gesamten ersten sieben Monaten wuchsen die Bestellungen insgesamt um 26,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Ihren Vorkrisenwert aus 2019 übertrafen sie damit um knapp 15 Prozent. Mit einem Plus von 31,8 Prozent nahmen die Auslandsaufträge auch zwischen Januar und Juli stärker zu als die Inlandsbestellungen (+ 20,4%). Aus der Eurozone kamen hier 30,6 und aus Drittländern 32,4 Prozent mehr neue Orders als vor einem Jahr. Die um Preiseffekte bereinigte Produktion elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse legte im Juli 11,1 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Im Zeitraum von Januar bis Juli stieg sie um 12,1 Prozent – und lag damit auch knapp zwei Prozent höher als in den ersten sieben Monaten 2019. Der Umsatz der deutschen Elektroindustrie erreichte im Juli 16,3 Milliarden Euro – ein Plus von 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Die Erlöse mit in- und ausländischen Kunden stiegen hier um 8,1 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro bzw. um 11,4 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Geschäftspartnern aus der Eurozone legte um 9,2 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu. Mit Drittländern wurden 5,5 Milliarden erlöst (+ 12,8%). In den ersten sieben Monaten dieses Jahres kamen die aggregierten Branchenerlöse auf 113,1 Milliarden Euro, womit sie um 12,0 Prozent über Vorjahr lagen. „Auch das Umsatz-Niveau aus 2019 konnte so um knapp drei Milliarden Euro übertroffen werden“, so Gontermann. Der Inlandsumsatz zog um 10,4 Prozent auf 52,7 Milliarden Euro an. Der Auslandsumsatz belief sich auf 60,4 Milliarden Euro (+ 13,5%). Mit Kunden aus dem Euroraum wurden 22,0 Milliarden Euro erlöst (+ 13,8%), mit jenen aus Drittländern 38,4 Milliarden Euro (+ 13,3%).   Geschäftsklima gibt zuletzt nach Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im August deutlich zurückgefallen, bleibt aber in expansivem Terrain. Vor allem die allgemeinen Geschäftserwartungen gaben nach. Der Saldo aus positiven und negativen Antworten fiel hier von plus 28 Zählern im Juli auf jetzt nur noch plus sechs. Auch die Exporterwartungen blieben im August spürbar unter ihrem Juli-Wert und sanken unterm Strich von plus 37 auf plus 26 Prozentpunkte. „Nicht zuletzt die andauernden Materialknappheiten und Lieferengpässe dürften die Stimmung gedrückt haben“, sagte Gontermann. „Mehr als vier Fünftel der Branchenunternehmen berichten hier inzwischen von Schwierigkeiten.“ Ende des ersten Halbjahres waren 867.500 Beschäftigte in der Elektrobranche tätig. Die Zahl der Kurzarbeiter sank zuletzt weiter auf 29.000. Im Mai 2020 hatte sie bei 181.700 gelegen.   ]]> Wed, 08 Sep 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/deutsche-elektroindustrie-bestellungen-ziehen-mit-start-ins-zweite-halbjahr-weiter-an3208872 <![CDATA[ZVEI-Verbraucherumfrage: Online-Bedienungsanleitungen sind gefragt]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-verbraucherumfrage-online-bedienungsanleitungen-sind-gefragt <![CDATA[Knapp die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher lesen die Bedienungsanleitung eines elektronischen Consumer-Geräts lediglich oberflächlich bei Inbetriebnahme (43%) oder gar nicht (6%). Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Innolink im Auftrag des ZVEI. Wenn die Bedienungsanleitung gelesen wird, greifen rund drei Viertel der Befragten auf Online-Angebote zurück. Vor diesem Hintergrund stellt Werner Scholz, ZVEI-Fachverbandsgeschäftsführer Elektro-Hausgeräte, in Frage, ob gedruckte Bedienungsanleitungen noch zeitgemäß sind: „Mit Blick auf den geringen Gebrauch von ausführlichen gedruckten Bedienungsanleitungen könnten künftig besser Kurzanleitungen für die reibungslose und sichere Inbetriebnahme ausgeliefert werden. Die Langfassungen könnten eher online für die Kunden verfügbar sein.“  Derzeit werden den Geräten noch umfangreiche Bedienungsanleitungen beigelegt, aber Online-Versionen gewinnen an Bedeutung: Ein Viertel der Befragten legt sehr großen Wert auf Online-Bedienungsanleitungen und nutzt diese regelmäßig. Die Hälfte nutzt sie manchmal. Lediglich ein Viertel der Befragten legt keinen Wert darauf, dass Bedienungsanleitungen online verfügbar sind.  Bedienungsanleitungen bieten den Verbraucherinnen und Verbrauchern relevante Informationen, etwa über die Einstellungen des Geräts: „Um über wichtige Aspekte der Handhabung und Wartung von elektronischen Consumer-Geräten zu informieren, sind die Hersteller verpflichtet, ausführliche Bedienungsanleitungen – gedruckt oder digital – bereitzustellen. Bedienungsanleitungen geben auch wertvolle Hinweise zur energiesparenden Nutzung des Geräts, zum Beispiel über unterschiedliche Programme und ihre jeweiligen Energieverbrauchswerte“, erklärt Scholz. Dennoch: Nur etwa 35 Prozent der Befragten lesen der Umfrage zufolge die Bedienungsleitung vor Inbetriebnahme eines Elektrogeräts gründlich, rund 14 Prozent konsultieren die Bedienungsanleitung nur bei Bedarf – etwa bei Problemen in der Handhabung des Geräts.  Mehr als jeder Zweite nutzt Online-Tutorials Eine weitere Möglichkeit, sich im Internet über Gerätefunktionen und -einstellungen zu informieren, sind Online-Tutorials. Über die Hälfte der Befragten gab an, diese zu nutzen, um Geräte in Betrieb zu nehmen oder Hilfe bei Problemen im Gebrauch einzuholen. Besonders beliebt sind dabei die Tutorials der Hersteller, aber auch solche von Privatpersonen: Rund 75 Prozent der Befragten nutzen diese manchmal oder häufig. Knapp über die Hälfte der Befragten informieren sich über Tutorials von Reparaturbetrieben oder Verbraucherorganisationen. Für Jüngere spielen digitale Hilfestellungen insgesamt eine wichtigere Rolle als für ältere Personen: Drei Viertel der unter 25-Jährigen nutzen Online-Tutorials. Über die ZVEI-Verbraucherumfrage Die repräsentative Online-Umfrage wurde im Juni 2021 vom Meinungsforschungsinstitut Innolink im Auftrag des ZVEI durchgeführt. Befragt wurden 1.756 Personen in Deutschland.]]> Mon, 06 Sep 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-verbraucherumfrage-online-bedienungsanleitungen-sind-gefragt3208836 <![CDATA[ZVEI: Mikroelektronik muss in Europa und Deutschland weiter gestärkt werden]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-mikroelektronik-muss-in-europa-und-deutschland-weiter-gestaerkt-werden <![CDATA[ Mehr Geschwindigkeit und Planungssicherheit in der Umsetzung des zweiten IPCEI für Mikroelektronik Langfristige Strategie nötig, damit Abnehmerindustrien ausreichend versorgt werden können Bedarf an Leistungshalbleitern wird sich bis 2030 verdreifachen „Europa muss seine Kapazitäten für die Produktion von Mikroelektronikchips steigern, um zukünftige Lieferengpässe besser vermeiden und als Industriestandort im internationalen Wettbewerb besser bestehen zu können“, so ZVEI-Geschäftsführer Wolfgang Weber mit Blick auf seine Teilnahme am heutigen Mikroelektronik-Roundtable-Termin des Bundeswirtschaftsministeriums. Aufgabe dieser wie auch der nächsten Bundesregierung müsse sein, wichtige europäische Industrieprojekte verlässlich und schnell umzusetzen.  Die zügige Umsetzung des zweiten „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) für Mikroelektronik muss deshalb höchste politische Priorität haben. Im Mittelpunkt steht vor allem dessen finanzielle Gestaltung sowie die Sicherung der notwendigen personellen Kapazitäten. „Auch wenn die Bundestagswahl bevorsteht, müssen die Vorbereitungsarbeiten für das IPCEI unter deutscher Führung zügig abgeschlossen werden“, betont Weber. Der ZVEI unterstützt bei dieser Aufgabe aktiv und nimmt eine koordinierende Rolle der Industriebeteiligung in Deutschland und Europa beim zweiten IPCEI ein. Darüber hinaus brauche es eine langfristige Strategie, um die Halbleiterproduktion in Deutschland und Europa zu stärken. Weber: „Ziel muss sein, Forschung, Entwicklung und Produktion durch aktive Standortpolitik und Industrialisierungsförderung substanziell auszubauen.“ Bei Investitionen sei zudem wichtig, dass diese vor allem auf die Nachfrage der hier ansässigen Anwenderindustrie einzahlen.  Wie wichtig die Halbleiterproduktion auch hinsichtlich der Digital- und Klimaziele ist, zeigt eine Untersuchung des ZVEI. Nach aktuellen Berechnungen wird der Markt für Leistungshalbleiter beispielsweise von 21 Milliarden auf etwa 62 Milliarden US-Dollar bis 2030 steigen. Damit verdreifacht sich der Bedarf an dieser Technik, die unter anderem die erneuerbare Energie in das Stromnetz einspeist. Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch die Sektoren Industrie, Solar, Wind und Automotive. „In Europa werden derzeit 25 Prozent der weltweit gefertigten Leistungshalbleiter von den Anwenderindustrien verbaut. Um diese Wertschöpfung zu sichern, muss die Versorgung dieser Industrien mit Mikroelektronik, auch aus Europa heraus, gestärkt werden“, so Weber. ]]> Wed, 01 Sep 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/zvei-mikroelektronik-muss-in-europa-und-deutschland-weiter-gestaerkt-werden3208829 <![CDATA[Metall- und Elektroindustrie: Sozialpartner setzen neue Standards für Weiterbildung]]> https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/metall-und-elektroindustrie-sozialpartner-setzen-neue-standards-fuer-weiterbildung <![CDATA[Die Industriegewerkschaft Metall (IG Metall), der Arbeitgeberverband Gesamtmetall, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) wollen neue Qualifikationsanforderungen der digitalen Arbeitswelt gezielt in die berufliche Weiterbildung aufnehmen und neue Standards setzen. Sie reagieren damit auf die Herausforderungen des Strukturwandels in der Metall- und Elektroindustrie.  Bereits 2018 wurden im Rahmen der Modernisierung der Ausbildung in den industriellen Metall- und Elektroberufen für sieben zentrale Handlungsfelder der Digitalisierung und der Industrie-4.0-Technologien relevante Kompetenzen in Form sogenannter Zusatzqualifikationen beschrieben. Diese wurden dann als bundeseinheitliche Qualifizierungsstandards in die Ausbildungsordnungen des Bundes aufgenommen. Relevante Bereiche waren dabei vor allem die Systemintegration, digitale Vernetzung, additive Fertigung, Prozessintegration, Programmierung oder IT-Sicherheit.  Diese Standards sollen nun verstärkt für die betriebliche Weiterbildung der Beschäftigten genutzt werden. Damit entsteht eine attraktive Möglichkeit, die berufliche Handlungsfähigkeit der Fachkräfte zu fördern und weiterzuentwickeln und dabei das berufliche Lernen mit den aktuellen Arbeitsanforderungen im Betrieb zu verbinden, hieß es von Seiten der Sozialpartner. Diese Möglichkeit ist für die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie wichtig und wertvoll. Auch die Vermittlung digitaler Kompetenzen nimmt dabei immer größeren Raum ein. Viele Unternehmen treiben dahingehend den Strukturwandel bereits intensiv voran – mit neuen Produkten, Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen einerseits, und dem gezielten Auf- und Ausbau der notwendigen Fachkenntnisse ihrer Mitarbeiter andererseits.  Mit den neuen Weiterbildungsstandards können die im Digitalisierungsprozess unterschiedlich aufgestellten Unternehmen bedarfsgerecht Kompetenzen ihrer Beschäftigten für den digitalen Wandel aufbauen.  Die neuen Weiterbildungsstandards betreffen folgende Bereiche: •    Digitale Vernetzung             •    Programmierung  •    IT-Sicherheit  •    Additive Fertigung  •    Prozessintegration  •    Systemintegration •    IT-gestützte Anlagenänderung Umfangreiche Informationen und Beispiele  zu den neuen Weiterbildungsstandards der vier Verbände finden Sie hier zum Download.]]> Fri, 27 Aug 2021 00:00:00 +0200 https://www.zvei.org/presse-medien/pressebereich/metall-und-elektroindustrie-sozialpartner-setzen-neue-standards-fuer-weiterbildung3208825