News

17.03.2017

Besonnener Verbraucherschutz bei Cybersicherheit: Nutzen und Grenzen von Zertifizierung und Labels

Privat- und Industriekunden haben ein verständliches Interesse daran, transparent nachvollziehen zu können, in welchem Maße Hersteller die Cybersicherheit in ihren Produkten berücksichtigt haben. Sie stellen die Frage, inwiefern sie Produkten vertrauen können, bevor sie diese in ihr Heim-, Unternehmens- oder Produktionsnetzwerk integrieren. Eine verlässliche und transparente Kundeninformation kann einen wertvollen Beitrag leisten.

Privat- und Industriekunden haben ein verständliches Interesse daran, transparent nachvollziehen zu können, in welchem Maße Hersteller die Cybersicherheit in ihren Produkten berücksichtigt haben. Sie stellen die Frage, inwiefern sie Produkten vertrauen können, bevor sie diese in ihr Heim-, Unternehmens- oder Produktionsnetzwerk integrieren. Eine verlässliche und transparente Kundeninformation kann einen wertvollen Beitrag leisten. 

Die Politik reagiert, indem sie Güteziegel, Zertifikate oder andere Kennzeichnungen für Cybersicherheit bei mit dem Internet vernetzbaren Produkten prüft. Diese Kennzeichnungen sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten. Denn Cybersicherheit entwickelt sich dynamisch. Was als sicher oder unsicher gilt, ändert sich bisweilen über Nacht. Eine statische Aussage „ist sicher“ über ein Gütesiegel kann Verbraucher daher in die Irre führen und zu fahrlässigem Verhalten verleiten.

Der ZVEI bewertet Vorhaben für die Einführung von Zertifizierungs- und Labelsystemen, insbesondere für den B2B-Industriekontext, kritisch. Zum einen lassen sich viele meist durch Verbraucherschutz motivierte Aspekte nicht oder nur eingeschränkt auf den B2B-Bereich übertragen. Zum anderen finden vielerorts bereits Industrieinitiativen zu den Themen Standards und Zertifizierung für Cybersicherheit statt. Eine Einführung zusätzlicher Systeme durch die Politik ist daher nur bedingt zielführend.

Der ZVEI hat eine Stellungnahme veröffentlicht, die Nutzen und Grenzen von Zertifizierung und Labels aufführt. Die Publikation erläutert 13 Punkte, die jedes Zertifizierungs- und Labelsystem berücksichtigen muss, um eine tatsächliche Aussagekraft zu besitzen. Zudem werden Handlungsoptionen skizziert, die eine industrietaugliche Stärkung der Cybersicherheit und des Verbraucherschutzes ermöglichen.

 

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Weiterführend

Meistbesuchte Seiten

Publikationen

Mehr erfahren

Industrie 4.0

Mehr erfahren

Themen

Mehr erfahren

Mobilität

Mehr erfahren

Energie

Mehr erfahren

ZVEI zur Regulierung von Benutzeroberflächen im Medienstaatsvertrag

Im Rahmen der Konferenz „Denkansätze für eine neue EU-Medienpolitik“ hat sich Carine Chardon (ZVEI-Fachverband Consumer...

Watts On

Post-Truth, Fake News und Social Media

"Fake News" ist jedem ein Begriff - aber was ist eigentlich Post-Truth? Und was hat all dies mit dem Klimawandel, Buschbränden in...

Watts On

Welche erneuerbaren Energien bringt uns die Zukunft?

Schon mal von Windkraft-Drohnen oder Anti-Solarzellen gehört? Solche ungewöhnlichen, energieerzeugenden Erfindungen sind aber...

Watts On

Mein Handy, die CO2-Schleuder - Wie umweltschädlich ist das Smartphone wirklich?

Wir kennen die typischen CO2-Sünder. Aber habt ihr euch schonmal Gedanken darüber gemacht, ob ihr mit Social-Media, Zocken oder...

#InnovationSchütztKlima

ZVEI-Jahreskongress Digital

Mit unserem Veranstaltungsschwerpunkt "#InnovationschütztKlima" haben wir eine gesellschaftspolitisch relevante Diskussion...