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17.03.2017

Vertrauenswürdigkeit als globale Herausforderung

Globale Zuliefer- und Produktionsbeziehungen sind selbst für mittelständische Unternehmen Realität. Die Herausforderung: Jedes Produkt soll nur exakt das tun, zu dem es bestimmt ist – ohne Backdoors oder nicht deklarierte Funktionen. Hierfür muss Cybersicherheit international einheitlich von Zulieferern abgefragt und gegenüber den eigenen Kunden dargestellt werden können.

Vertrauen in IT Sicherheit © Nmedia - Fotolia

Globale Zuliefer- und Produktionsbeziehungen sind selbst für mittelständische Unternehmen Realität. Die Herausforderung: Jedes Produkt soll nur exakt das tun, zu dem es bestimmt ist – ohne Backdoors oder nicht deklarierte Funktionen. Hierfür muss Cybersicherheit international einheitlich von Zulieferern abgefragt und gegenüber den eigenen Kunden dargestellt werden können. Hierfür fehlen bisher internationale Kategorien, Metriken oder Standards. Der ZVEI bringt seine Positionen in Europa sowie in internationale Partnerschaften (z.B. G20 und B20 Prozess) ein.

Die Gewährleistung der Integrität der eigenen Zulieferkette ist eine unternehmerische Aufgabe, die durch die Politik im Rahmen von Kooperationen und Contractual Public-Private Partnerships (cPPP)-Formaten zu flankieren ist. Deutschland kann dabei keine Sonderwege gehen, vielmehr sind europäische und internationale Ansätze gefragt. Der ZVEI sieht die European Cyber Security Organisation (ECSO) sowie die Normungsorganisationen ISO/IEC als die maßgeblichen Plattformen, um den Prozess voranzutreiben.

Vertrauenswürdigkeit ist auch ein Infrastrukturthema. Die IT-Infrastrukturen bilden das Rückgrat der „Economy of Things and Services“. Mehrheit befinden sie sich in außereuropäischer Hand, was eine Herausforderung für Know-how-Schutz und Souveränität der Bürger, Unternehmen und Behörden in Europa darstellt. Der ZVEI setzt sich zusammen mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) für offene Schnittstellen bei IKT-Produkten im Sinne der „IT Security Replaceability“ ein. Anwendern soll standardmäßig die Möglichkeit gegeben werden, vertrauenswürdige (Security-)Komponenten an IKT-Produkte anschließen zu können, um ihr eigenes Schutzniveau zu erhöhen.

Zusätzlich fordert der ZVEI eine europäische Forschungs- und Technologieförderung in sieben Bereichen, damit Gesellschaft, Politik und Industrie auch in Zukunft souverän agieren können: 

  1. Applikationssicherheit
  2. Datensicherheit
  3. Transportsicherheit
  4. Netzwerksicherheit
  5. Identitäts- und Berechtigungsverwaltung
  6. Gerätesicherheit
  7. Systemarchitektur 

 

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