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24.09.2019

BIM – Bedeutung für die Elektroindustrie

Die digitale Planung von Gebäuden betrifft zunehmend alle am Bau beteiligten Akteure. Auch die Elektroindustrie ist an dieser digitalen Transformation beteiligt, die perspektivisch auf den Lebenszyklus eines Gebäudes erweitert wird. Der neue Bauinformatik-Prozess muss über alle Gewerke abgestimmt sein, um zu einem geordneten Ablauf der Bauausführung beizutragen. Für die Elektroindustrie gilt es daher, sich verstärkt mit Building Information Modeling (BIM) auseinanderzusetzen.

BIM-Konferenz im September 2019 in Frankfurt am Main

Eine erst kürzlich zu diesem Thema gehaltene ZVEI-Konferenz mit mehr als 180 Mitgliedsunter-nehmen zeigte auf, dass

  • BIM zunehmend bei öffentlichen Ausschreibungen und großen privaten Bauprojekten gefordert wird,
  • BIM ein strukturiertes und stringentes Stammdatenmanagement seitens der Unternehmen erfordert,
  • der heutige BIM-Prozess überwiegend durch proprietäre Produktdatenanforderung, dem „Closed BIM“, bestimmt wird,
  • die Elektrobranche einen Standard für BIM-Objekte entwickeln sollte.

 

Der ZVEI setzt sich für ein „Open BIM“ ein, das die Einbindung offener Standards und Schnittstellen in den BIM-Prozess ermöglicht. Eine wesentliche Branchenaufgabe ist es, Produkte einheitlich zu beschreiben. Dazu müssen sogenannte BIM-Objekte erstellt werden. Diese enthalten neben den 3D-Daten auch einheitliche Produktmerkmale, die die Eigenschaften des Produktes abbilden. Mit ETIM und eCl@ss verfügt die Elektroindustrie bereits über Organisationsstrukturen, die Produkte einheitlich beschreiben und klassifizieren. Diese Klassifikationen sind eine hervorragende Basis, die für BIM relevanten Produkte zu identifizieren und dann BIM-fähig weiterzuentwickeln.

Eine relevante Veranstaltung zum Thema Open BIM ist das 23. buildingSMART-Forum am 23. Oktober 2019 in Berlin, die der ZVEI als ideeller Partner unterstützt. Unter dem Titel „Den digitalen Wandel mitgestalten“ lädt buildingSMART zum Austausch und zu Diskussionen mit hochrangigen Vertretern und Experten aus Wirtschaft, Politik sowie Forschung und Entwicklung ein. Das buildingSMART-Forum blickt auf kommende Trends und Entwicklungen des digitalen Planens, Bauens und Betreibens. Anmeldungen sind ab sofort über die Website von buildingSMART möglich, dort gibt es auch weitere Informationen zum Programm.

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