Presse

18.10.2018

Digitale Infrastruktur ausbauen

75/2018

Industrieanwendungen aber auch zukunftweisende Lösungen in Bereichen wie Mobilität oder Gesundheit brauchen eine moderne digitale Infrastruktur. Das gilt auch für private Haushalte. Der Bedarf nach einer schnellen Internetverbindung – sei es zur Mediennutzung, für online-basierte Smart-Home-Lösungen oder telemedizinische Anwendungen – wächst jedes Jahr erheblich. Der ZVEI setzt sich deshalb für den flächendeckenden Ausbau von Gigabit-Netzen bis 2025 ein.

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Fachpressegesprächs des ZVEI-Fachverbands Satellit & Kabel unterstrich der Vorsitzende Herbert Strobel die Forderung nach schnellen Datenleitungen: „Deutschland braucht leistungsfähige digitale Infrastrukturen. Davon hängt unsere Wettbewerbsfähigkeit ab.“ Entstehen sollen diese in einem Technologiemix aus glasfaserbasierten Netzen und dem neuen Mobilfunkstandard 5G. „HFC-Netze sind mit DOCSIS 3.1 heute schon gigabitfähig und werden mittelfristig zu Glasfasernetzen migrieren“, prognostizierte Axel Sihn, stellvertretender Vorsitzender des Fachverbands.

Die 5G-Frequenzen werden im kommenden Jahr versteigert und es gilt schon jetzt, eine geeignete Infrastrukturanbindung sicherzustellen. Beim Breitbandausbau stellen vor allem fehlende Kapazitäten beim Tiefbau sowie der Fachkräftemangel ein Nadelöhr dar. „Wir appellieren an die Bundesregierung, den Fokus auf Aus- und Weiterbildung zu legen und gleichzeitig administrative Hemmnisse etwa bei Planung und Bau abzubauen. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Außerdem gilt es einen Überbau bestehender Infrastrukturen zu vermeiden“, fasste Strobel abschließend zusammen.