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09.12.2020

Gebäude 4.0 - klimaneutral, dezentral und digital?

Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Klimaschutz sind die Treiber einer nachhaltigen und innovativen Wirtschaft. Dem Gebäudesektor als einem der größten CO2-Emittenten kommt dabei eine zentrale Verantwortung zu. Häuser verbrauchen 40 Prozent der gesamten europäischen Energie, 80 Prozent davon sind Heizkosten. Die Energie- und Mobilitätswende ist daher auch eine Gebäudewende.

Dem Gebäudesektor als einem der größten CO2-Emittenten kommt dabei eine zentrale Verantwortung zu. Häuser verbrauchen 40 Prozent der gesamten europäischen Energie, 80 Prozent davon sind Heizkosten. Die Energie- und Mobilitätswende ist daher auch eine Gebäudewende“. Ohne flächendeckend kommunikationsfähige und netzdienliche „Prosumer“-Gebäude wird es keine regenerative Energieversorgung und auch keine nachhaltige Verkehrswende geben.

Die bisherigen ordnungspolitischen Instrumente das EEG, EnWG, GEG etc. sind jedoch nicht so ausgestaltet, dass es zu einer echten Dezentralisierung der Energieversorgung und der Sektorenkopplung im Sinne der Dekarbonisierung unserer Volkswirtschaft kommt.

Es wird in Zukunft keine Standardlösungen geben. Dabei werden die jeweiligen Objektanforderungen die Technologie-Kombination und die Kommunikation mit den Infrastrukturen definieren. Kombiniert man PV-Anlagen mit Energiespeichern und Energiemanagementsystemen, dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos sowie der strombasierten Wärmeerzeugung, entsteht eine zukunftstaugliche und Sektor-übergreifende Energielandschaft. Denn ein dezentrales und vernetztes Energiesystem bietet die besten Chancen für Nachhaltigkeit und Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und Systemoptimierung. Sie bietet auch Chancen für Bürgerbeteiligung, erschließt Zukunftsmärkte für die deutsche Industrie, und schafft gute Arbeitsplätze im Elektrohandwerk und dessen Zuliefererindustrie.

Bislang wird mit dem elektrischen Strom ausgerechnet die Energieform zur Finanzierung der Transformation herangezogen, die den Klimaschutz und die Dekarbonisierung nach vorne bringen kann. Eine ehrgeizigere CO2-Bepreisung, die zur volkswirtschaftlichen Führungsgröße werden könnte, wäre dagegen eine marktwirtschaftliche Lösung für die Dekarbonisierung und die Digitalisierung.


Vor diesem Hintergrund diskutierten am 11. November 2020:
 

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