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11.12.2019

IoS - Gebäudeautomation als Treiber neuer Services

Live-Umfrage unter den Teilnehmern des 10. ZVEI-Kolloquiums Gebäudeautomation.

Jubiläum für das ZVEI-Kolloquium Gebäudeautomation: Am 29. November 2019 fand zum zehnten Mal der Innovationskongress im Kap Europa in Frankfurt am Main statt. Im Fokus der Vorträge und Diskussionen stand das Internet of Services. Vertreter aus Software-, Hardware- und Servicewelten zeigten die unterschiedlichen Perspektiven auf. Zu den Themen digitales Deutschland, Pflege@Quartier, IoT meets Energiewirtschaft, vernetztes Wohnen, cloudbasierte Services und Use Cases gab es einen spannenden Dialog – auch mit dem Publikum.

Je nach Blickwinkel – ob Hardware oder Software – wurden teilweise diametrale Glaubensfragen deutlich. Die einen erwarten, dass Plattformen den Gebäudeautomationsmarkt bestimmen werden, andere wiederum erwarten, dass weiterhin die Gebäudesysteme die bestimmenden Größen bleiben. Viele sehen die Funktionsebene weiterhin auf der Hardware-Seite, andere sehen die Funktionsebene zukünftig auf der Software-Seite. Die Themen Usability, Datensicherheit und Langlebigkeit wurden ebenfalls kontrovers diskutiert und in Ihren Marktimplikationen teilweise unterschiedlich beurteilt. Weitgehend Einigkeit herrschte, dass die zunehmende Alterung der Gesellschaft, die Dezentralisierung der Energieversorgung und das Bedürfnis nach mehr Sicherheit und Energieeffizienz die großen Treiber für neue Servicewelten sein werden. 

Damit Service in der Breite zum Einsatz kommen können, braucht das Internet of Services (IoS) skalierbare Use Cases. Es sind Gebäude mit hohem Automatisierungsgrad nötig sowie eine semantische Interoperabilität zwischen der Gebäudeautomation und den Services. Nur so werden Datenerhebung und -analyse zum Katalysator für Betriebsoptimierungen und Mehrwertdienste. Nur so können Servicemodelle in Verbindung mit der Gebäudeautomation massentauglich angeboten werden. Das Internet als Bindeglied definiert die Anforderungen für beide Welten.  

Der Trend zur Cloudifizierung – also dem Speichern, Analysieren, Bearbeiten und Verknüpfen von Daten in der Cloud um neue Funktionen und Anwendungen softwarebasiert und flexibel zu ermöglichen – verändert zunehmend die Systemarchitektur der Gebäudeautomation. Die Präsentation seitens Amazon machte klar, wie Mimik, Gestik und Sprache den Zugang zur Gebäudeautomation vereinfachen. 

Das Kolloquium zeigte eindrucksvoll, dass cloudbasierte Geschäftsmodelle sowohl von Hardware, Software als auch Serviceanbietern aufgebaut werden können. Es zeigte, dass geschäftsmodellbasierte Innovationen das Hardwaregeschäft weiterentwickeln können und dass die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg – aller neuer technologischer Möglichkeiten zum Trotz – mehr denn je im Fokus auf den Kundennutzen liegt.

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