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21.09.2018

Künstliche Intelligenz für intelligentere Gebäude

Das Smart Home von morgen wird durch umfassende Vernetzung und Technologien aus der künstlichen Intelligenz schlauer, dynamischer und individueller.

Das Smart Home, wie wir es heute verstehen, ist mit Sensoren und Aktoren ausgestattet, die Steuerungsabläufe im Gebäude automatisiert ausführen können. Das Smart Home von morgen wird durch die umfassende Vernetzung, Selbstlernfunktionen und die Einführung von weiteren Technologien aus der künstlichen Intelligenz (KI) deutlich intelligenter sein, sich dynamischer an die Bedürfnisse der Nutzer anpassen, sehr viel mehr individuelle Komfort- und Assistenzfunktionen für ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Wohnumfeld bieten sowie wichtige Beiträge zu mehr Energieeffizienz leisten. Besondere Effizienzpotenziale sind durch die selbstlernende und dynamischere Steuerung des Zusammenspiels von Smart Homes und Smart Grid zu erwarten.

Wesentliche Voraussetzungen für diese Zukunftsvision sind eine hochgradig interoperable Sensorik/Aktorik, innovative Sensoren, die semantische Beschreibung von Komponenten und Daten sowie darauf basierende, intelligente Steuerungsfähigkeiten. Das Smart Home wird sich selbsttätig und vorausschauend an die Bedürfnisse der Bewohner und der Umgebung anpassen können und zunehmend autonom handeln. Es wird zugleich ein wesentlicher Teil einer umfassend digitalisierten Umgebung, wie z.B. einer Smart City und smarten Energienetzen, sein.

Die Elektroindustrie ist als Anbieter von Geräten, Sensoren und Services eine Schlüsselindustrie in dieser Zukunftsvision. Die Weichen für eine, an die Bedürfnisse der Elektroindustrie angepasste Weiterentwicklung von Verfahren der künstlichen Intelligenz müssen jetzt gestellt werden. Es erscheint notwendig, sich verstärkt in dieses Zukunftsthema einzubringen und Kompetenzen aufzubauen. Der ZVEI wird zwischen den Bereichen Smart Home, Smart Grid, Smart Mobility und Smart City moderieren und sich für Kompetenzaufbau, Standards, technische Plattformen und Interoperabilität stark machen. Hierzu sucht der Verband die enge Zusammenarbeit mit Experten aus den Unternehmen, den Serviceanbietern und der Forschung. Der Arbeitskreis Semantische Interoperabilität im ZVEI erarbeitet beispielsweise im Verbund mit den Mitgliedsunternehmen sowie wissenschaftlichen Partnern Konzepte für die langfristige semantische Beschreibung von Gebäudeautomationen und legt damit wichtige Grundlagen für eine semantische Interoperabilität und den Einsatz von KI im Smart Home Umfeld.

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