Presse
19.08.2026
Die Stromsteuer muss runter, nicht hoch
Wolfgang Weber, Vorsitzender der Geschäftsführung, sagt mit Blick auf die Debatte um mögliche Stromsteuererhöhungen aus dem Bundesfinanzministerium:
- "Strom ist der Energieträger der Zukunft und das Rückgrat eines wettbewerbsfähigen Industriestandorts Deutschland – und Europa. Es ist absurd, ausgerechnet den Energieträger, mit dem wir unsere Energieversorgung unabhängiger, zukunftssicherer und klimafreundlicher machen wollen, künstlich zu verteuern."
- "Die EU-Kommission hat mit ihrem Electrification Action Plan einen wichtigen Schritt gemacht, um Strom bei den Verbrauchssteuern endlich zu entlasten, vor allem auch gegenüber fossilen Energieträgern. Diesen Weg muss auch die deutsche Bundesregierung konsequent unterstützen. Ein erster eigener Schritt ist die mehrfach angekündigte Senkung der Stromsteuer für alle Verbrauchergruppen auf den europäischen Mindestsatz."
- "Stattdessen schon heute über künftige Steuererhöhungen für Strom im Mobilitätssektor zu spekulieren, sendet das völlig falsche Signal und ist eine unnötige Bremse für das Fortschreiten der Elektrifizierung. Es ist widersinnig, so perspektivisch wegfallende Steuereinnahmen durch den Rückgang von Verbrennerfahrzeugen kompensieren zu wollen. Gerade Energiesteuern wurden immer mit ihrer Lenkungswirkung gerechtfertigt und sind nicht bloß ein einfacher Weg zu Staatseinnahmen. Diese Lenkungswirkung muss über lange Zeit erhalten werden, mindestens solange die Transformation noch im Gange ist."