News

Europäisches Stoffrecht: Die REACH-Verordnung

Inhaltsstoffe von Produkten sind ein wichtiges Kriterium für die Sicherheit und die Qualität von Erzeugnissen. Hier ist auch die Elektroindustrie gefordert. Die seit 2007 gültige REACH-Verordnung setzt dafür die Rahmenbedingungen

Die REACH-Verordnung regelt europaweit die Rahmenbedingungen für die Inhaltsstoffe von Produkten. © Jürgen Priewe - Fotolia.com

REACH steht für Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals (Registrierung, Bewertung/Evaluierung und Zulassung/Autorisierung chemischer Stoffe). Erstmals wurde damit eine Verordnung zur grundlegenden Reform und Vereinheitlichung der europäischen Chemikalienpolitik verabschiedet.

Verpflichtungen in nahezu allen Branchen und Industriebereichen

Stoffe sind die Bausteine von Podukten und industriellen Tätigkeiten. Daher legt die REACH-Verordnung nicht nur der chemischen Industrie, sondern auch allen anderen Unternehmen und Branchen Verpflichtungen auf. Dabei ist es egal, ob diese Firmen auf dem ersten Blick viel oder wenig mit Stoffen und Chemikalien zu tun haben. So sind die Automobil- und Textilindustrie, der Maschinenbau davon ebenso betroffen, wie die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Auf diese Art und Weise werden durch die REACH-Verordnung nahezu alle industriellen Lieferketten in Europa einbezogen.

Betroffenheit der Elektroindustrie

Egal ob Bauteile-, Komponenten-, Konsumgüter- oder Investitionsgüterindustrie, die Elektroindustrie als nachgeschalteter Anwender ist von den REACH-Anforderungen direkt betroffen. Dies ergibt sich einerseits durch die technologische Breite der Elektroindustrie und andererseits durch den Einsatz der Produkte bei einer Vielzahl unterschiedlicher Abnehmerbranchen. Dadurch entstehen viele Fragen hinsichtlich der Planungs- bzw. Rechtssicherheit, der Informationsbereitstellung und -beschaffung über Chemikalien. Die Kommunikation in der Lieferkette ist dabei das zentrale Element der REACH-Verordnung. Herauszuheben sind hier die Pflichten zur Weitergabe von Informationen über Stoffe in Erzeugnissen und die Mitteilungspflichten von Stoffen in Erzeugnissen.

Probleme mit REACH? Der ZVEI unterstützt!

Durch die Ansprüche des Marktes und die gesetzgeberischen Aktivitäten unterliegen Inhaltsstoffe in Produkten der Elektroindustrie einer andauernden Diskussion. Der ZVEI unterstützt seine Mitglieder mit aktuellen Informationen zu stoffbezogenen Themen, gibt Unterstützung zur praktischen Anwendung und vertritt die Interessen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie als nachgeschalteter Anwender sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Weiterführend

Meistbesuchte Seiten

Publikationen

Mehr erfahren

Industrie 4.0

Mehr erfahren

Themen

Mehr erfahren

Mobilität

Mehr erfahren

Energie

Mehr erfahren

Digitales Typenschild - Asset Administration Shell

Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes des ZVEI und der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg wurde das Digitale Typenschild auf Basis…

DC-INDUSTRIE

Paneldiskussion: "DC-INDUSTRIE ebnet den Weg für das industrielle Gleichstromnetz"

Gleichstrom nimmt in der zukünftigen industriellen Stromversorgung eine Schlüsselrolle ein. Mit Gleichstrom kann mehr…

NOA - Mastering the complexity of connectivity

Die NAMUR Open Architecture ermöglicht einen sicheren zweiten Kanal zur Erfassung wichtiger Daten, die zur Überwachung und…

MTP - The Age of Modular Production

Das Module Type Package ist das Herzstück der modularen Produktion. Die modulare Automation ermöglicht ein besonders schnelles und…

NOA - Mastering the complexity of connectivity

Die NAMUR Open Architecture ermöglicht einen sicheren zweiten Kanal zur Erfassung wichtiger Daten, die zur Überwachung und…