News

Produktbezogener Umweltschutz: Ökodesign-Richtlinie

Der produktbezogene Umweltschutz wird den Verbrauchern immer wichtiger. Gleichzeitig stellt er viele Unternehmen der Elektroindustrie vor zusätzliche Aufgaben. Die Ökodesign-Richtlinie ist ein Paradebeispiel einer europäischen Produktvorschrift.​

Energielabel zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs. Die Ökodesign-Regulierung soll den Energieverbrauch von Produkten senken.
© MASP - Fotolia
Energielabel zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs. Die Ökodesign-Regulierung soll den Energieverbrauch von Produkten senken.

Die Richtlinie 2005/32/EG wurde schon im Jahr 2005 veröffentlicht. Sie soll einen Rahmen schaffen, der Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte festlegt. Am 3. November 2009 wurde sie durch die Neufassung 2009/125/EG ersetzt. Beide Richtlinien sind nahezu wortgleich, jedoch wurde der ursprüngliche Geltungsbereich von „ernergiebetriebenen Produkten“ (Energy using Products, EuP) auf „energieverbrauchsrelevante Produkte“ (Energy related Products, ErP) ausgedehnt.

Verbesserung der Umweltauswirkungen von Produkten

Mit der Ökodesign-Richtlinie wurde ein Rahmen geschaffen, der die Integration von Umweltaspekten in die Entwicklung und das Design von Produkten fördern soll. Gleichzeitig soll damit eine Verbesserung der Umweltauswirkungen dieser Produkte erreicht werden. Spezifische Anforderungen für bestimmte Produktkategorien werden von sogenannten Durchführungsmaßnahmen („implementing measures“) festgelegt.

Vorbereitungsstudien für Durchführungsmaßnahmen

Durchführungsmaßnahmen können für alle energieverbrauchsrelevanten Produkte, die bestimmte Kriterien erfüllen, erlassen werden. Dies können beispielsweise TV-Geräte, Kühlgeräte oder Motoren sein. Inzwischen wurden verschiedene Maßnahmen veröffentlicht, die entweder bereits in Kraft getreten sind oder aber absehbarer Zeit in Kraft treten werden. Für viele  weitere Produktgruppen sind Durchführungsmaßnahmen in Vorbereitung (Vorstudien). Gerade hier ist eine Beteiligung von Stakeholdern möglich und sinnvoll.

Deutsche Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie

Das Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG), das am 25. November 2011 in Kraft getreten ist, setzt die Ökodesign-Richtlinie 2009/125/EG in deutsches Recht um.

Die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ist von den Ökodesign-Regulierungen in hohem Maß betroffen. Eine Vielzahl an Konsum- und Investitionsgütern, Komponenten und Anlagen sind nach aktuellem Stand durch entsprechende Durchführungsmaßnahmen, die auf Basis der Ökodesign-Rahmenrichtlinie 2009/125/EG entwickelt wurden, erfasst bzw. geregelt.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Weiterführend

Meistbesuchte Seiten

Automation

Mehr erfahren

Electronic Components and Systems

Mehr erfahren

Elektromedizinische Technik

Mehr erfahren

Arge Errichter & Planer

Mehr erfahren

Satellit & Kabel

Mehr erfahren

3D-Drucker auf dem Vormarsch: Von Massenfertigung bis zu Massenindividualisierung | Watts On

Häuser, Autos oder Organe mithilfe von 3D-Druckern erstellen? Das alles ist bereits Realität! Und in manchen Bereichen lösen...

Cedric präsentiert Themen, die elektrifizieren | Watts On

Wie wird unser Leben morgen aussehen? Welche Technologien werden die Zukunft bestimmen? Watts On ist die neue Serie der...

Smart Home: Alles, was ihr über das Haus mit Hirn wissen müsst | Watts On

Das Smart Home der Zukunft regelt alle Einstellungen in deinem Haus von selbst - von der Heizung, über das Licht bis hin zu deiner...

Die Elektroindustrie - 100 Jahre Innovation für Menschen

Schritt für Schritt entwickeln wir Menschen uns weiter. Die Technologie spielt in Zeiten der Digitalisierung eine immer größere...

ZVEI erklärt Supply Chain Management

Damit Wertschöpfungsketten gut funktionieren, müssen sie gut gemanagt werden. Die PROS-Definition des ZVEI hilft dabei.