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04.02.2019

Weltkrebstag 2019: Ein Drittel der Krebsfälle können bei Früherkennung geheilt werden

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Heute trägt modernste Medizintechnik dazu bei, dass bereits mehr als die Hälfte auf dauerhafte Heilung hoffen können.

Am 4. Februar 2019 ist Weltkrebstag. Nach Angaben der UICC, der Union for International Cancer Control, sterben weltweit jedes Jahr 9,6 Millionen Menschen durch Krebs. Das übersteigt die Gesamtzahl der Todesfälle durch HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose. Bis zum Jahr 2030 könnte die Zahl der Todesfälle durch Krebs auf 13 Millionen Menschen pro Jahr steigen, wenn es bei der Diagnose und Behandlung von Krebs keine globalen Verbesserungen gibt. Moderne Medizintechnik kann dazu weltweit einen Beitrag leisten.

Dank der guten medizinischen Versorgung und der Fortschritte in Diagnose und Therapie der letzten Jahrzehnte  geht die Krebssterblichkeit in Deutschland seit Jahren zurück. So starben beispielsweise vor 1980 mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten an ihrer Erkrankung. Heute trägt modernste Medizintechnik dazu bei, dass bereits mehr als die Hälfte auf dauerhafte Heilung hoffen können.

Je früher die richtige Diagnose gestellt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung

Noch größeres Potenzial bieten Programme zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Denn je früher der Tumor erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Die UICC geht davon aus, dass etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen bei rechtzeitiger Diagnose und guter medizinischer Betreuung geheilt werden können. 

Auch bei der Früherkennung kann innovative Medizintechnik eine wichtige Rolle spielen, um Risikogruppen schnell und umfassend zu untersuchen. Ein Beispiel ist das Mammographie-Screening zur Erkennung von Brustkrebs.

Beim Lungenkrebs könnte ein Screening besonders wirksam sein. 25 Prozent der neuen Krebserkrankungen weltweit sind Tumore in der Lunge. Auch heute noch wird Lungenkrebs meistens zu spät erkannt. Bei einer frühen Diagnose gibt es aber gute Aussichten auf erfolgreiche Behandlung. Die große, randomisierte National Lung Screening Trial-Studie (NLST) in den USA konnte zeigen, dass ein Screening mit einer CT-Untersuchung mit niedriger Dosis von Röntgenstrahlen (Low-Dose-CT-Screening) effektiv sein kann: In dieser Studie konnte die Sterblichkeit durch Lungenkrebs bei Menschen, die mindestens 30 Jahre lang täglich mindestens eine Schachtel Zigaretten geraucht haben, durch die Screening-Untersuchung um ein Fünftel verringert werden. Auch die Gesamtsterblichkeit war geringer. 

In Zukunft könnte es also auch ein Screening auf Lungenkrebs mittels einer Low-Dose-CT-Untersuchung der Lunge geben. Dabei wird die Lunge dank bestimmter technischer Ausstattungen moderner Geräte zur Computertomografie (CT) wie der „iterativen Rekonstruktion“ mit nur etwa einem Fünftel der sonst für diagnostische CT-Aufnahmen der Lunge nötigen Dosis untersucht (daher low dose). Die mit der Strahlenexposition verbundenen Risiken werden so minimiert.

Experten sind sich aber einig, dass ein Lungenkrebs-Screening nur für eine klar definierte Risikogruppe sinnvoll ist und mit weiteren Angeboten, wie einer Raucherentwöhnung, kombiniert werden muss. 

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