Presse

20.12.2018

5G-ACIA bringt Industriesicht in internationale Standardisierung ein

95/2018

Partnerschaft mit 3GPP geschlossen
- Erfolgreicher Messeauftritt auf der SPS IPC Drives
- 14 neue Mitglieder gewonnen


Frankfurt, 20. Dezember 2018 – Die „5G Alliance for Connected Industries and Automation“ (5G-ACIA) dehnt ihre Arbeit in hohem Tempo auf die internationale Standardisierung aus. Die Initiative, die sowohl Vertreter der klassischen Automatisierungs-, Fertigungs- und Prozessindustrie als auch führende Organisationen aus dem Bereich der IKT-Industrie zusammenbringt, hat zu diesem Zweck den Market Representation Partner (MRP) Status bei 3GPP, dem hinter der internationalen 5G-Standardisierung stehenden Gremium, erhalten. Eines der wesentlichen Ziele dabei ist, die Anforderungen der Industrie an die 5G-Technologie und zukünftige 5G-Netze frühzeitig mit den wesentlichen Akteuren im Bereich Mobilfunk abzustimmen und dafür Sorge zu tragen, dass diese bei der Standardisierung entsprechend berücksichtigt werden. „Als 3GPP-Market-Representation-Partner können wir unseren Anliegen nochmals mehr Gehör verschaffen“, sagt Dr. Andreas Müller (Bosch), Vorsitzender der 5G-ACIA. „Die noch junge 5G-ACIA steigert durch die Partnerschaft ihr internationales Renommee erheblich und will auf diese Weise die Interessen und Sichtweisen der Industrie noch stärker in die 5G-Standardisierung mit einbringen – beispielsweise bei der Erarbeitung eines Funkkanalmodells in einer Fabrikumgebung.“

Die Initiative bearbeitet darüber hinaus eine Vielzahl an weiteren Themen: Das Spektrum reicht von der Erarbeitung und Priorisierung von relevanten Anwendungsfällen, Beiträgen zur globalen Regulierung innerhalb der ITU-R, der Entwicklung von Beiträgen zu industriellen 5G-Architekturen bis hin zu Überlegungen zum Test und Validierung von 5G-Systemen für die Industrie. „Das Portfolio der 5G-ACIA deckt alle relevanten Aspekte im Kontext 5G für die Industrie ab. Wir sind damit eine kraftvolle Stimme, die den kommenden Mobilfunkstandard weltweit von vornherein industriefähig gestalten will“, ergänzt Dr. Afif Osseiran (Ericsson), stellvertretender Vorsitzender der 5G-ACIA.

5G hebt die industrielle Produktion auf die nächste Entwicklungsstufe. Drahtlose Vernetzungstechnologie erlaubt mehr Flexibilität, Wandelbarkeit und Mobilität. „5G ist bereits in den Planungen der Unternehmen angekommen. Die zahlreichen Gespräche, die wir auf der SPS IPC Drives geführt haben, bestätigen uns in der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges“, resümiert Müller. „Die industrielle Zukunft ist aufs Engste mit 5G verknüpft und muss jetzt gestaltet werden.“ Die Initiative hat sich auf der Messe umfangreich präsentiert und den aktuellen Stand der 5G-Arbeiten auf verschiedenen Veranstaltungen sowie einem eigenen Messestand der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

Seit ihrer Gründung im April 2018 hat die im ZVEI gegründete Arbeitsgemeinschaft 14 neue Mitglieder gewinnen können, darunter die global agierenden Netzbetreiber China Mobile und Orange, Sony aus der IKT-Industrie, den schwedischen Industrieausrüster HMS, die Zertifizierungsexperten der Dekra und mit Sintef ein Forschungsinstitut aus Norwegen.

Über die 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA)

Für die Industrie ist die kommende Mobilfunkgeneration 5G von großer Bedeutung. Die 5G Alliance for Connected Industries and Automation (5G-ACIA) hat sich zum Ziel gesetzt, 5G erfolgreich in der industriellen Produktion zu etablieren und von vornherein industriefähig zu gestalten. 5G-ACIA bringt sich unter anderem aktiv in die Standardisierung und Regulierung von 5G mit ein. Gleichzeitig identifiziert und analysiert sie mögliche Anwendungsfälle und die damit einhergehenden Anforderungen seitens der Industrie. In der Initiative haben sich sowohl Vertreter der klassischen Automatisierungs- und Fertigungsindustrie als auch führende Organisationen aus dem Bereich der IKT-Industrie zusammengeschlossen. Sie umfasst zurzeit 40 Mitglieder.