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22.03.2017

Arbeitswelten 4.0: „Betroffene zu Beteiligten machen“

Mit Uta Reinhard, Betriebsratsvorsitzende bei Phoenix Contact am Standort Blomberg, spricht der ZVEI über die Möglichkeiten, den digitalen Wandel im Unternehmen frühzeitig mitzugestalten.

Industrie 4.0 schafft smarte Arbeitswelten ©ZVEI

Frühzeitig digitalen Wandel im Betriebsrat mitgestalten

Um diesen Wandel im Sinne der Mitarbeiter zu gestalten, arbeiten Beschäftigte und Unternehmen bestenfalls gemeinsam – so wie bei Phoenix Contact, einem Familienunternehmen aus der Elektroindustrie. Durch Partizipation werden dort Betroffene zu Beteiligten.

4500 Beschäftigte arbeiten am Stammsitz in Blomberg, Nordrhein Westfalen. Sie entwickeln, vertreiben und produzieren industrielle Verbindungstechnik, elektronische Stecker, Reihenklemmen und Gerät zum Schutz vor Überspannung. Mehr oder weniger sind sie alle vom digitalen Wandel im eigenen Unternehmen betroffen: Technologisch bisher Undenkbares wird Stück für Stück real. Das erleichtert vielfach die Arbeit, bringt aber auch neue Sorgen und Ängste um den eigenen Arbeitsplatz mit sich.

Uta Reinhard kennt ihre Kollegen und ihren Arbeitgeber gut: 1990 begann sie als Mitarbeiterin in der Produktion, seit 2010 ist sie Betriebsratsvorsitzende am Standort Blomberg. Um Industrie 4.0 im Unternehmen umzusetzen, sei es wichtig, dass sich Mitarbeiter beteiligen können und gemeinsam mit dem Unternehmen an einem Strang ziehen. „Wir als Betriebsrat müssen frühzeitig und genau hinsehen; wir müssen dokumentieren, was sich verändert, um die Leute von Anfang an mitzunehmen – sei es über Weiterbildung oder Versetzung“, sagt Reinhard. Sie weiß: „Einige Arbeitsplätze, die wir heute im Unternehmen haben, wird es künftig so nicht mehr geben. Wir müssen für neue Technologien offen sein, denn der Fortschritt ist nicht aufzuhalten."

Reinhard sucht dafür gemeinsam mit Kollegen und Geschäftsführung nach Strategien, um den digitalen Wandel  konstruktiv zu begleiten und im Sinne der Mitarbeiter mitzugestalten. Zu ihrer Arbeit gehört es beispielsweise, an Industrie 4.0 angepasste Betriebsvereinbarungen auszuhandeln. „Bei uns im Unternehmen weiß man, dass Industrie 4.0 ohne die Mitarbeiter und gegenseitige Wertschätzung nicht erfolgreich umsetzbar ist“, so Reinhard.

Zum Video-Interview mit Uta Reinhard gelangen Sie hier.

 

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