News

Normung senkt Kosten und erschließt Märkte

Genormte Produkte erlauben hohe Stückzahlen, regional bis weltweit. Vernetzte Welten gibt es nur mit Normen; standardisierte Komponenten sichern Kompatibilität und Interoperabilität. Das Ziel heißt: One standard – one test – accepted everywhere.

Internationale Normen, die überall anerkannt werden, ermöglichen einen freien Warenverkehr ohne technische Handelsschranken.
© Zerbor - Fotolia

Genormte Artikel erlauben die Produktion hoher Stückzahlen mit kostensenkenden Skaleneffekten, regional bis weltweit. Eine Lieferung aufgrund einer vereinbarten Norm hat geringe Transaktionskosten. Vernetzte Welten gibt es nur mit Normen – standardisierte Komponenten sichern Kompatibilität und Interoperabilität.

Normen öffnen Märkte

Nationale Normen sind Handelsbarrieren, weil sie Produktvariationen erfordern. Internationale Normen, die überall anerkannt werden, sind der erste Schritt zum freien Warenverkehr ohne technische Handelsschranken. Skaleneffekte und Kompatibilität potenzieren sich. Das Ziel heißt: One standard – one test – accepted everywhere.

Es gibt aber auch die Kehrseite – Normen erhöhen die Kosten

Eine übermäßige Proliferation von Managementsystemnormen und normativen Dokumenten zur Beschreibung von Unternehmensprozessen treiben die Gemeinkosten durch unproduktive Nachweisprozeduren hoch. Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Energiemanagement, Arbeitsschutzmanagement, Innovationsmanagement, Einkaufsmanagement bis hin zur gesellschaftlichen Verantwortung. Entscheidend ist, dass dem Unternehmen die Wahl gelassen werden muss, ob und welche Norm es für seine Prozesse anwendet. Normen erhöhen die Kosten auch dann, wenn sie unrealistische Bedingungen vorgeben. Die „Versuchung“ in den Technischen Komitees ist groß. Es gilt also das kostensenkende Potenzial der Normung zu nutzen und das kostentreibende zu vermeiden.

Normung und Standardisierung sind ein integraler Bestandteil des Technologiemanagements in den Unternehmen

Normung, zum optimalen Zeitpunkt am Anfang des Innovationsprozesses eingesetzt, schafft die Plattform, die für den Absatz von hohen Stückzahlen, die für die Schaffung eines Marktes unabdingbar ist. Damit treten die Anbieter zwar später in diesem Markt in den Wettbewerb, das Risiko ist aber geringer als beim Versuch, einen proprietären Standard durchzusetzen. Und eine richtig gesetzte normative Basis erlaubt immer noch reichlich Differenzierung in den übrigen Produkteigenschaften, um dem Kunden die beste Lösung anzubieten.

Wer nicht normt, der wird genormt

Der ZVEI bringt sich in den Lenkungsgremien der Normenorganisationen ein. Die tatsächlichen Festlegungen aber treffen die Experten in den technischen Komitees. Und diese Experten müssen aus den Unternehmen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie kommen. Allein ihre Praxiserfahrung sichert die „Bodenhaftung“.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Weiterführend

Meistbesuchte Seiten

Publikationen

Mehr erfahren

Industrie 4.0

Mehr erfahren

Themen

Mehr erfahren

Mobilität

Mehr erfahren

Energie

Mehr erfahren

ZVEI zur Regulierung von Benutzeroberflächen im Medienstaatsvertrag

Im Rahmen der Konferenz „Denkansätze für eine neue EU-Medienpolitik“ hat sich Carine Chardon (ZVEI-Fachverband Consumer…

Watts On

Post-Truth, Fake News und Social Media

"Fake News" ist jedem ein Begriff - aber was ist eigentlich Post-Truth? Und was hat all dies mit dem Klimawandel, Buschbränden in…

Watts On

Welche erneuerbaren Energien bringt uns die Zukunft?

Schon mal von Windkraft-Drohnen oder Anti-Solarzellen gehört? Solche ungewöhnlichen, energieerzeugenden Erfindungen sind aber…

Watts On

Mein Handy, die CO2-Schleuder - Wie umweltschädlich ist das Smartphone wirklich?

Wir kennen die typischen CO2-Sünder. Aber habt ihr euch schonmal Gedanken darüber gemacht, ob ihr mit Social-Media, Zocken oder…

#InnovationSchütztKlima

ZVEI-Jahreskongress Digital

Mit unserem Veranstaltungsschwerpunkt "#InnovationschütztKlima" haben wir eine gesellschaftspolitisch relevante Diskussion…