26.03.2020

Aktuelle Kennzahlen aus dem Bereich Konjunktur und Analysen

Auftragseingang

Die deutsche Elektroindustrie hat im Januar 2020 insgesamt 7,7 Prozent weniger neue Bestellungen erhalten als im Vorjahr. Während die Inlandsaufträge deutlich um 15,3 Prozent rückläufig waren, gaben die Orders aus dem Ausland nur moderat um 1,1 Prozent nach. Hier standen sich ein Zuwachs der Bestellungen aus dem Euroraum um 5,3 Prozent und ein Rückgang der Auftragseingänge aus Drittländern um 4,7 Prozent gegenüber. Die Auswirkungen durch den Corona-Virus auf den Auftragseingang sind in den Januar-Zahlen so gut wie noch gar nicht enthalten.

Produktion

Die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektrobranche fiel im Januar 2020 um 1,6 Prozent höher aus als im Vorjahr. Das Ergebnis fürs Gesamtjahr 2019 wurde leicht auf minus 4,2 Prozent revidiert (zuvor -4,3 Prozent). Allerdings sind auch bei den Januar-Zahlen der Produktion die Corona-Effekte noch kaum enthalten.

Umsatz

Die Erlöse der heimischen Elektrofirmen kamen im Januar 2020 auf 14,8 Milliarden Euro. Hiermit fielen sie um 3,4 Prozent niedriger aus als vor einem Jahr. Der Inlandsumsatz gab um 4,8 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro nach und ging damit stärker zurück als der Auslandsumsatz, der im selben Monat um 2,1 Prozent gegenüber seinem entsprechenden Vorjahreswert auf 7,8 Milliarden Euro sank. Die Erlöse aus Geschäften mit Kunden aus dem Euroraum beliefen sich im Januar auf 2,9 Milliarden Euro (-2,3 Prozent). Der Umsatz mit Partnern aus Drittländern war mit 4,9 Milliarden Euro um 1,9 Prozent geringer als vor einem Jahr. Auch beim Umsatz sind die Auswirkungen durch den Corona-Virus so gut wie noch gar nicht enthalten.

Außenhandel

Im Januar 2020 sind die deutschen Elektroexporte erstmals seit Juni 2019 wieder leicht zurückgegangen. Sie nahmen um 1,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 17,6 Milliarden Euro ab. Die Elektroimporte gaben im Januar 2020 ebenfalls etwas nach, und zwar um 1,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,9 Milliarden Euro. Dabei können Effekte durch das Coronavirus auf die Ex- und Importe – wenn überhaupt – erst in geringem Maße enthalten sein.


Ihr Ansprechpartner:

Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt
Leiter Abteilung Wirtschaftspolitik, Konjunktur und Märkte
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